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Cluny lässt sich über sehr unterschiedliche Entdeckungen erschließen: Die 910 gegründete Abtei, ein Museum in einem flamboyant-gotischen Herrenhaus und Rundgänge durch die mittelalterliche Stadt setzen verschiedene Akzente. Dazu kommen ein Aussichtspunkt, Wege für nicht motorisierte Fortbewegung und Reitturniere. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Baugeschichte, Stadterkundung oder Bewegung legen.

Abtei, Architektur und Aussicht

Die Abtei von Cluny wurde im Jahr 910 gegründet. Einen konkreten baulichen Bezugspunkt aus einem späteren Jahrhundert bildet der Farinier: Er hat seine originale Dachkonstruktion aus dem 13. Jahrhundert bewahrt. Neben dem Gründungsdatum steht damit ein erhaltenes Bauteil im Mittelpunkt, an dem sich die lange Baugeschichte des Abteibezugs ablesen lässt.

Auch das Musée d'Art et d'Archéologie de Cluny ist in einem markanten Gebäude untergebracht. Es befindet sich im Palais Jean de Bourbon, einem seltenen Beispiel eines flamboyant-gotischen Herrenhauses. Abtei und Museum unterscheiden sich also nicht nur durch ihre Funktion, sondern auch durch die Gebäude, mit denen sie verbunden sind. Die Abtei und das Museum können in den Monumenten und Gärten frei erkundet werden.

Für einen Blick über die Abteistadt ist der Tour des Fromages ein eigener Anlaufpunkt. Der Turm gehört zur Abteiumfriedung; das Panorama bietet sich nach einem Aufstieg über 120 Stufen. Damit ist der Aussichtspunkt klar von den Wegen durch die Stadt zu unterscheiden: Hier steht der Aufstieg zum Blick über Cluny im Vordergrund.

Stadtgänge und Wege in Bewegung

In der mittelalterlichen Stadt führen Rundgänge anhand von in den Boden eingelassenen Bronzenägeln und Lesetafeln durch Cluny. Die Markierungen und Texte begleiten den Weg durch die Stadt und machen diese Form der Erkundung zu einer Folge von Stationen. Wer sich für die Geschichte im Stadtraum interessiert, findet hier einen anderen Zugang als am einzelnen Gebäude oder auf dem Turm.

Die Voie Verte bietet eine weitere Möglichkeit, sich zu bewegen: Sie ist vollständig ausgeschildert und gesichert, hat durchgehend einen gut befahrbaren Belag und ist nicht motorisierten Fahrzeugen vorbehalten. Genannt sind Gehen, Radfahren und Inline-Skaten. Für die Wahl zwischen Stadtrundgang und Voie Verte sind damit unterschiedliche Merkmale entscheidend: Die Rundgänge führen anhand von Bronzenägeln und Lesetafeln durch die mittelalterliche Stadt; die Voie Verte ist für mehrere nicht motorisierte Fortbewegungsarten ausgewiesen.

Haras national de Cluny und Equivallée

Eine weitere historische Ortsmarke ist das Haras national de Cluny. Es wurde 1807 am Standort der früheren Abteikirche Cluny III gegründet. Der Park des Haras ist kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich, außer während kostenpflichtiger Aktivitäten und/oder bei der Aufnahme von Gruppen. Da saisonale Öffnungszeiten und Veranstaltungsausnahmen gelten, prüfen Sie diese Angaben am besten vor Ihrem Besuch.

Auf dem Gelände von Equivallée finden von März bis Oktober Reitturniere statt; der Zugang zu den Reitplätzen ist frei und kostenlos. Wenn Sie wegen eines bestimmten Turniers kommen möchten, lohnt sich ein Blick in den Jahreskalender, bevor Sie Ihren Besuch planen. So lässt sich der saisonale Zeitraum von einem konkreten Veranstaltungstermin unterscheiden.

Eine lokale Spezialität

Zum kulinarischen Charakter Clunys gehört La Gaufrette de Bourgogne. Das Gebäck wird in Cluny handwerklich hergestellt und mit Marc aromatisiert. Damit steht neben den Bauwerken und Stadtrundgängen auch ein konkretes lokales Produkt, das zur handwerklichen Seite des Ortes gehört.

Weitere Reiseziele entdecken: Beaubery, Champforgeuil, Céron, Saint-Vincent-En-Bresse, Romanèche-Thorins, Montmelard, Lucenay-L'évêque, Igé.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saône-Et-Loire.

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