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Die Seille ist in Huilly-Sur-Seille zugleich geografische Grenze und prägender Bezugspunkt; Kirche, Mottes und Moulin de la Folie stehen für unterschiedliche historische Schichten. Für einen Aufenthalt verbindet der Ort damit Flusslandschaft und Naturraum mit baulichem und archäologischem Erbe.

Seille-Landschaft und Natur

Die Seille bildet die natürliche Grenze von Huilly-Sur-Seille zu Jouvençon im Süden, La Frette im Norden, Rancy im Osten und Loisy im Westen. Im Osten und Süden begrenzt der Fluss das Gemeindegebiet über mehr als sechs Kilometer. Die Pont de Chevreuse überquert die Seille und verbindet Huilly-Sur-Seille mit Rancy. Grenze und Brücke zeigen zwei unterschiedliche Beziehungen zum Fluss: Er markiert den Rand des Gebiets und bildet zugleich eine Verbindung nach Rancy.

Die Prairie de la Seille ist als Natura-2000-Gebiet eingestuft und zählt zu den bemerkenswerten Naturgebieten Burgunds. Am Ufer der Seille kann man mit etwas Glück Nachtreiher, Brachvögel und Wasserläufer beobachten. Sichtungen sind variabel und saisonal. Im unteren Seille-Tal gibt es außerdem mehrere Gebiete, die für die Brut von Wachtelkönig und Großem Brachvogel geeignet sind; ihre Eignung hängt von ökologischen und jahreszeitlichen Bedingungen ab. Wer sich für Naturbeobachtung interessiert, findet hier also sowohl den Flussuferraum als auch einen ausgewiesenen Naturraum als Themen für den Aufenthalt.

Kirche und Ortsgeschichte

Die Kirche Saint Georges steht auf einem Hang oberhalb der Seille und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Früher wurde sie Saint Jean d’Huilly genannt. Über dem Hauptportal befindet sich eine Holzstatue des heiligen Georg aus dem 15. Jahrhundert. So verbindet das Bauwerk seine eigene Datierung mit einem späteren Bildwerk und einer älteren Namensform.

Eine Urkunde aus dem Jahr 981 belegt die Schenkung der Kirche von Huilly an die Kirche Saint-Valérien und Saint-Philibert des Klosters von Tournus. Diese Nachricht ergänzt die Baugeschichte um einen frühen kirchengeschichtlichen Bezug zum Ort.

Mottes von Molaise

Im Wald von Molaise befinden sich alte Überreste aus gallorömischer Zeit und dem Mittelalter, darunter Mottes – befestigte Erdhügel. Die Mottes von Molaise haben einen Durchmesser von 20 bis 30 Metern. Ihre Größe gibt diesen archäologischen Spuren einen gut fassbaren Maßstab: Es handelt sich um Geländestrukturen, nicht um kleine Einzelobjekte.

In der Nähe der Straße von der Ferme de la Cure zur Ferme de Moley sind Überreste einer Motte mit doppeltem Graben noch sichtbar. Sichtbarkeit und Wegverhältnisse können sich ändern; prüfen Sie daher die Bedingungen vor einem Besuch.

Moulin de la Folie und Unterkunft

Das Moulin de la Folie ist eine in Stampflehm errichtete Teichmühle. Rechts in der Flucht des Mühlengebäudes befindet sich ein steinerner Brotbackofen. An der Fassade des heutigen Moulin de la Folie weisen die Enden eiserner Zuganker auf das Jahr 1843. Konstruktion, Ofen und Fassadendetail bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um die Mühle als bauliches Zeugnis wahrzunehmen.

Das Gîte Le clos des buis befindet sich in einem restaurierten ehemaligen Herrenhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert. Wenn Sie diese Unterkunft in Ihre Planung aufnehmen, erkundigen Sie sich vor der Buchung, ob sie aktuell betrieben wird.

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