Saint-Martin-D'auxy besteht aus mehreren Straßendörfern. Der Jardin de Cassandra umfasst viele überwiegend seltene Stauden; zur Ortsgeschichte gehören die um 1810 angelegten Brunnen und die Widerstandsrolle des Café du Loup im Zweiten Weltkrieg.
Gartenbesuch im Jardin de Cassandra
Im Jardin de Cassandra umfassen die Sammlungen Christrosen, Taglilien, Rosen und Rhododendren; hinzu kommen viele Stauden, die überwiegend selten sind. Der Garten ist damit nicht auf Rosen beschränkt: Auch die weiteren genannten Pflanzengruppen und die seltenen Stauden prägen sein Profil. Freie und geführte Besichtigungen sind möglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die Modalitäten der gewünschten Besichtigungsform. Eine angeschlossene Baumschule bietet während der gesamten Saison Pflanzen aus dem Garten an. Diese Saisonangabe bezieht sich auf das Angebot der Baumschule; wenn es für Ihren Besuch eine Rolle spielt, prüfen Sie die Verfügbarkeit vorab.
Ländliche Landschaft und Orientierung
Saint-Martin-D'auxy hat kein geschlossenes Ortszentrum, sondern besteht aus mehreren Straßendörfern. Wer den Ort erkundet, sollte daher konkrete Ziele als Orientierung nehmen und nicht nur nach einem einzigen Dorfmittelpunkt suchen. Die Landschaft ist überwiegend ländlich geprägt und besteht größtenteils aus von Hecken gesäumten Wiesen. Saint-Martin-D'auxy liegt auf dem Höhenrücken oberhalb des Col des Baudots und überblickt im Westen die Weinberge von Montagny. Damit treten zwei Landschaftsaspekte hervor: die von Hecken geprägten Wiesen und der westliche Blick auf die Weinberge. Die Centre Europe Atlantic Route durchquert den Ort und verbindet Chalon mit Montceau-les-Mines. Die Wiesen und Weinberge vermitteln die Landschaftsperspektive; die Route wiederum stellt den regionalen Bezug zu Chalon und Montceau-les-Mines her.
Ortsgeschichte in verschiedenen Zeitschichten
Bei La Forge weckten Kohleausbisse einst Hoffnungen auf eine industrielle Entwicklung des Gebiets. Das Café du Loup steht für einen anderen historischen Zusammenhang: Während des Zweiten Weltkriegs, von 1939 bis 1945, war es nahe der Demarkationslinie ein wichtiger Ort des Widerstands. Für die Ortsgeschichte lassen sich damit zwei Themen auseinanderhalten: frühere Erwartungen an eine industrielle Entwicklung und die Widerstandsrolle des Café du Loup während des Krieges. Als ehemalige Herberge wurde das Café 2022 wiedereröffnet. Die Wiedereröffnung liegt zeitlich deutlich nach der Widerstandsrolle; prüfen Sie vor einem Besuch, ob das Café derzeit geöffnet ist und Bewirtung anbietet.
Vier um 1810 angelegte Brunnen legten lediglich eine 50 Zentimeter dünne, nicht nutzbare Schicht frei. Die Brunnen liegen zeitlich vor der Widerstandszeit von 1939 bis 1945; die Wiedereröffnung 2022 ist ein späteres Ereignis. So reichen die konkreten historischen Bezugspunkte von den Brunnen im frühen 19. Jahrhundert bis zur jüngeren Geschichte des Café du Loup.
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