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Auxerre lässt sich über unterschiedliche Themen entdecken: die lange Geschichte der Abtei Saint-Germain, historische Bauwerke, Grünräume, Wissenschaft und Weinbaugeschichte. Für die Planung eines Aufenthalts hilft diese Bandbreite, den eigenen Schwerpunkt zu setzen – etwa auf Architektur und Kunst, auf Spazierwege oder auf Natur- und Wissenschaftsthemen.

Abteigeschichte und besondere Details

Die Abtei Saint-Germain blickt auf sechzehn Jahrhunderte Geschichte zurück; ihre Krypten zählen zu den ältesten Frankreichs. Bei einer Besichtigung sehen Sie eine Gruppe von Klostergebäuden mit unterschiedlichen Architekturen. Einige dieser Gebäude beherbergen die Sammlungen des Kunst- und Geschichtsmuseums der Stadt Auxerre. So kommen bei der Besichtigung die Gebäudegruppe und die Sammlungen in einem gemeinsamen Zusammenhang zur Geltung, ohne dass alle Klosterbauten dieselbe Architektur aufweisen.

Die Tour de l’Horloge wurde auf dem Fundament einer ehemaligen gallorömischen Stadttor-Anlage errichtet. Zu ihr gehört eine astronomische Uhr, deren zwei Zeiger die Bewegungen von Sonne und Mond anzeigen. Damit treffen an diesem Bauwerk ein früheres Stadttor und ein astronomischer Zeitmesser als unterschiedliche historische Bezüge aufeinander. Der Zugang zum Turm selbst kann je nach Bauarbeiten variieren; prüfen Sie deshalb vor einem Besuch die aktuelle Zugangssituation. In der Krypta der Cathédrale Saint-Etienne befindet sich außerdem ein seltenes Wandgemälde von Christus zu Pferd. Das Bildmotiv setzt einen anderen Akzent als die Uhr und erweitert die Auswahl kulturgeschichtlicher Themen.

Das Muséum d’Auxerre widmet sich einer anderen Themenrichtung: Sein Programm umfasst Wechselausstellungen, Workshops und Begegnungen zu Biodiversität und aktueller Wissenschaft. Das unterscheidet es thematisch von den Kunst- und Geschichtssammlungen in einigen Gebäuden der Abtei. Wer den Aufenthalt über historische Bauwerke hinaus planen möchte, kann so auch naturbezogene und wissenschaftliche Themen berücksichtigen.

Grünräume und Spaziergänge

Der Parc du Muséum ist ein französischer Barockgarten mit vielfältigen Baumarten, darunter einheimische Arten sowie Arten aus Asien und Nordamerika. Die Gartenanlage verbindet formale Gestaltung mit Bäumen unterschiedlicher Herkunft. Am Parc de l’Arbre-Sec an den Uferkais der Yonne finden Sie dagegen Grünflächen, schattige Spazierwege und Spielbereiche. Die beiden Parks setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: hier die Gestaltung des Gartens und die Vielfalt der Bäume, dort die Wege und Freiflächen am Wasser.

Wer eine längere Strecke einplanen möchte, findet mit der Coulée verte einen ausgebauten, naturnahen Korridor entlang einer ehemaligen Bahntrasse. Der Spazierweg ist fast 15 Kilometer lang und verläuft rund um Auxerre. Seine Länge und der Verlauf unterscheiden ihn von einem Aufenthalt in einem einzelnen Garten oder Park; die Coulée verte bietet eine eigene Möglichkeit, den Spaziergang auf eine längere Strecke auszurichten.

Auch das Wasser lässt sich als eigenes Aktivitätsthema einplanen: Vom Port d’Auxerre aus können Besucher an einer Ausflugsschifffahrt teilnehmen oder ein kleines Elektroboot steuern. Betreiber und Verfügbarkeit können sich ändern. Informieren Sie sich vorab, welches Angebot für Ihren geplanten Termin verfügbar ist.

Weinbaugeschichte in Auxerre

Der Clos de la Chaînette ist der einzige noch bewirtschaftete Weinberg innerhalb der Stadt Auxerre. Zugleich gehört er zu den ältesten in Frankreich belegten Weingütern; seine Geschichte ist seit dem 7. Jahrhundert belegt. So lässt sich die Weinbaugeschichte Auxerres sowohl über einen noch bewirtschafteten Weinberg als auch über einen sehr frühen historischen Nachweis einordnen. Das ergänzt die anderen lokalen Themen um einen eigenen Bezug zur Geschichte des Weinbaus.

Weitere Reiseziele entdecken: Vallery, Saint-Privé, Héry, Vermenton, Chablis, Maillot, Bussy-Le-Repos, Villy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yonne.

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