Vermenton verbindet ein vielschichtiges Kirchenbauwerk mit einem Park an der Cure und einer Geschichte, in der Wasserwege den Holztransport veränderten. Für die Wahl des Reiseziels ergibt sich so ein Wechsel zwischen Baukunst, Ortsgeschichte und Zeit im Freien: Notre-Dame bewahrt romanische Spuren und ein detailreiches Portal, der Parc des Îles bietet Grünflächen und verschiedene Freizeitangebote.
Wasserwege und Ortsgeschichte
Der embranchement de Vermenton wurde 1880 angelegt. Als 1881 die Verbindung zwischen der Cure und dem Canal du Nivernais eröffnet wurde, endete der Holztransport per Bahn; Lastkähne übernahmen den Transport. Die beiden aufeinanderfolgenden Daten stehen damit nicht nur für den Ausbau eines Wasserwegs, sondern auch für den Wechsel des Transportmittels. Die Cure ist zugleich landschaftlicher Bezug des Parc des Îles und Teil dieser Wasserweggeschichte.
Parc des Îles an der Cure
Der Parc des Îles erstreckt sich entlang der Cure und besteht aus sieben malerischen Inselchen, die durch kleine Brücken miteinander verbunden sind. Auf den Grünflächen können Sie spazieren und picknicken; auch Kinderspielplätze gehören zum Angebot. Ruhige Uferbereiche laden zum Angeln ein, außerdem gibt es Bouleplätze. So stehen im Park mehrere unterschiedliche Nutzungen nebeneinander, vom Aufenthalt auf den Grünflächen bis zu Aktivitäten an den Ufern und auf den Bouleplätzen. Die alte Mühle am Eingang des Parks wurde nach einer Zeit des Verfalls saniert und ergänzt den historischen Charakter dieses Ortes.
Notre-Dame: Bauphasen und Portal
Notre-Dame umfasst Reste einer romanischen Kirche in einem Bauwerk des 13. Jahrhunderts, das im 14. Jahrhundert nach Osten erweitert wurde. Die Kirche ist als ungewöhnliche Hallenkirche ausgeführt. Bei einer Hallenkirche sind die Schiffe annähernd gleich hoch, im Unterschied zu einer Basilika mit deutlich höherem Mittelschiff. Auch die beiden Türme bewahren romanische Sockel aus dem Jahr 1158. Die verschiedenen Daten machen deutlich, dass sich die Baugeschichte nicht auf eine einzige Epoche beschränkt.
Das Portal besitzt drei Reihen geschnitzter Archivolten. Archivolten sind die bogenförmig verlaufenden Schmuckreihen eines Portals. Zu den dargestellten Motiven zählen Engel und die Monate sowie das Martyrium des heiligen Stephanus. Hinzu kommen musizierende Alte der Apokalypse und Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus. Bauform und Bildwerk bieten zwei unterschiedliche Zugänge zur Kirche: Einerseits lassen sich ihre romanischen Spuren und die mittelalterlichen Bauphasen betrachten, andererseits entfaltet das Portal ein vielfältiges religiöses Bildprogramm.
Sentier Cure: Ziele und Nutzung
Eine kommunale Routenbeschreibung vom 25. Juli 2023 führt den Sentier Cure durch Reigny und nennt einen Weiterweg bis nach Vézelay und Avallon. Sie führt außerdem eine Verbindung zwischen Lucy und Bessy-sur-Cure auf, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt wird. Die Angaben setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Verlauf über Reigny sind die Weiterziele genannt, für die Verbindung zwischen Lucy und Bessy-sur-Cure zusätzlich die Fortbewegungsarten. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenbedingungen, da sie sich ändern können.
Weitere Reiseziele entdecken: Lixy, Collan, Thorigny-Sur-Oreuse, Diges, Lindry, Pisy, Ligny-Le-Châtel, Vincelles.
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