Champigny verbindet verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Ortsgeschichte und Natur: die Église Saint-Martin, historische Bauwerke, ein Erinnerungsort und Spuren in den Wäldern. Les Brissets ergänzt diese Auswahl um eine Wanderung mit angegebener Länge und durchschnittlicher Gehzeit. Sie können Ihre Planung danach ausrichten, welche Themen Sie vertiefen möchten.
Église Saint-Martin: Bau und Ausstattung
Die Église Saint-Martin besitzt ein Langhaus mit Seitenschiffen, ein Querschiff und einen fünfeckigen Chorabschluss. Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Teile des Kirchenbaus: Das Langhaus bildet den Hauptraum, Seitenschiffe flankieren es, und das Querschiff kreuzt die Längsrichtung. Der Chor schließt den Bau ab. So erschließt sich die Architektur nicht nur über die Fassade, sondern auch über die Gliederung des Gebäudes.
Der älteste heute erhaltene Teil ist die Westfassade. Ihr rundbogiges Portal stammt aus dem 12. Jahrhundert. Zur Ausstattung der Kirche gehört außerdem ein Retabel mit dem Triumph des Heiligen Kreuzes aus dem frühen 16. Jahrhundert. Fassade und Retabel verweisen damit auf unterschiedliche Zeitabschnitte: Das eine ist ein erhaltenes Bauteil, das andere ein Werk mit eigenem religiösem Thema.
Historische Bauwerke und Erinnerung
Nahe der Kirche steht das „petit château“, das von der Familie Esmangard de Bournonville erbaut wurde. Ein Schloss in Champigny wurde sehr wahrscheinlich von der Familie De Bernard errichtet. Sie war vom späten 15. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution Herren von Champigny. Die Zuschreibung des Baus bleibt dabei wahrscheinlich, während der Zeitraum ihrer Herrschaft benannt ist.
Am Priorat Cour-Notre-Dame bewahren die Ruinen einer Kapelle aus dem 11. Jahrhundert romanische Fensterelemente. Die Überreste geben der Kapelle einen anderen zeitlichen und architektonischen Bezug als die Kirche Saint-Martin: Hier sind es Ruinen und erhaltene Fensterteile, die den Blick auf die romanische Baukunst lenken.
Auch ein Erinnerungsort in Champigny erzählt von der Kriegszeit. Der Friedhof Champigny-sur-Yonne/La Chapelle Champigny bewahrt die sterblichen Überreste von fünf Fliegern der Besatzung Karnezis. Sie kamen am 6. September 1943 beim Einsatz gegen Stuttgart ums Leben. Datum, Besatzung und Einsatz gehören zu dieser Gedenkstätte und lassen sich in die Ortsgeschichte einordnen.
Waldorte und Wanderung
In den Wäldern von Champigny befindet sich abseits der Wege ein Fels mit einer gut lesbaren religiösen Inschrift aus dem Jahr 1776. Die Lage abseits der Wege ist bei der Planung zu berücksichtigen. Ebenfalls in den Wäldern sind die „Pierre qui sent l’huile“ und ein Polissoir weiterhin sichtbar. Prüfen Sie die örtlichen Zugangsbedingungen, bevor Sie diese Waldmerkmale in Ihre Planung aufnehmen.
Mit Les Brissets gibt es außerdem einen Wanderweg in Champigny. Er ist ungefähr 11,5 Kilometer lang; die durchschnittliche Gehzeit beträgt drei Stunden. Länge und Durchschnittszeit geben eine Orientierung für die Tagesplanung, nicht eine genaue persönliche Gehzeit. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen.
Planung und Anreise
Für die Bahnhaltestelle Champigny-sur-Yonne ist der Place de la gare als Standort angegeben. Dort gibt es keinen Fahrkartenschalter, aber einen TER-Fahrkartenautomaten. Da sich die TER-Dienste ändern können, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Reise.
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