Ein Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert und eine Schleuse, deren Geschichte von der Freigabe des Canal de Bourgogne bis zur späteren Anpassung an das Freycinet-Profil reicht, geben Lézinnes ein prägnantes kulturhistorisches Profil. Zugleich stehen eine Kanu-Kajak-Einführung, eine Radetappe mit der Bezeichnung „kleiner Hafen“ und ein Pétanque-Turnier für weitere lokale Interessen. Wer ein Hotel in Lézinnes sucht, kann zuerst entscheiden, ob Baugeschichte oder eine Aktivität mit Wasser- und Radbezug den Aufenthalt prägen soll.
Kirche, Kreuz und Waschhaus
Die Kirche Saint-Etienne verbindet mehrere unterscheidbare Architekturdetails. Das Langhaus hat drei Joche und ein linksseitiges Seitenschiff. Die Joche gliedern den länglichen Hauptraum in Abschnitte, während sich das Seitenschiff seitlich anschließt. Der Chor soll aus dem 13. Jahrhundert stammen; der Glockenturm stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die beiden Datierungen beziehen sich damit auf verschiedene Teile der Kirche. Am monumentalen Kreuz in Lézinnes ist die Jahreszahl 1694 auf der Vorderseite des Sockels eingraviert. Auf den beiden Seiten sind ein gekreuzigter Christus und eine Madonna mit Kind dargestellt. Das Waschhaus wurde 1874 von Brisebard, einem Architekten aus Tonnerre, errichtet. Kirche, Kreuz und Waschhaus bringen so unterschiedliche Bauformen, Bildmotive und Entstehungszeiten in den Blick.
Kanalgeschichte und Architektur an Schleuse 85
Am Canal de Bourgogne lassen sich die Geschichte des Wasserwegs und eine spätere bauliche Anpassung der Schleuse auseinanderhalten. Der Standort der als Lézinnes bezeichneten Schleuse 85 wurde für den Abschnitt eingerichtet, der 1832 von Pont-de-Pany bis Tonnerre für den Verkehr freigegeben wurde. Ab 1879 wurde die Schleuse im Zuge der Anpassung an das Freycinet-Profil verlängert. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Vorgänge: 1832 betrifft die Verkehrsfreigabe des Kanalabschnitts, ab 1879 den Beginn der Schleusenverlängerung. Das Gebäude an der Schleuse ist vom Typ „Poirée“, hat einen rechteckigen Grundriss und ein Dach mit langen Dachflächen. Diese Merkmale ergänzen die historische Abfolge um eine konkrete Beschreibung des Gebäudes. Auf der Etappe Tonnerre–Ancy-le-Franc von Le Tour de Bourgogne by bike wird Lézinnes als „kleiner Hafen“ bezeichnet. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Bedingungen und Einrichtungen der Route.
Kanu, Radroute und Übernachtung
Bei La Gravière du Moulin bietet Lézinnes Canoë-Kayak eine Einführung in die Navigation mit Kanus und Kajaks verschiedener Typen an. Im Unterschied zur Radetappe liegt der Schwerpunkt hier auf dem Navigieren auf dem Wasser; erfragen Sie die Termine des Angebots, wenn Sie es in Ihre Planung aufnehmen möchten. Der Campingplatz La Gravière liegt am Ufer des Armançon und verfügt über 32 Stellplätze. Prüfen Sie vor Ihrer Planung die aktuellen betrieblichen Angaben. Auch ein traditionelles Pétanque-Turnier im Doublette findet am Moulin de la Gravière in Lézinnes statt; der Fußballverein FR Tanlay lädt dazu ein. Wenn das Turnier für Sie interessant ist, prüfen Sie den konkreten Veranstaltungstermin vorab.
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