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In Pacy-sur-Armançon erzählen unterschiedliche Bauformen von verschiedenen Abschnitten der Ortsgeschichte: eine Pfarrkirche, eine Kapelle, eine Brücke, eine Burg und ein Wegekreuz. Wer einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt plant, kann hier Sakralarchitektur, Baugeschichte und die Gestaltung eines Flussübergangs in den Blick nehmen. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten stehen dabei für unterschiedliche Themen und Zeiträume, statt dieselbe Geschichte mehrfach zu erzählen.

Kirche und Kapelle: zwei unterschiedliche Bauformen

Die Église paroissiale de l'Assomption befindet sich im oberen Teil des Dorfes. Sie wurde von 1830 bis 1842 unter dem maßgeblichen Einfluss des letzten Marquis von Louvois wiederaufgebaut. Ihr Grundriss ist rechteckig; links neben dem Chor springt eine Kapelle vor. Diese klare Hauptform mit einem seitlich hervortretenden Bauteil bietet einen konkreten Zugang zur Architekturgeschichte des Ortes.

Anders gegliedert ist die Chapelle Saint-Georges innerhalb der Friedhofseinfriedung. Sie ist nach Süden ausgerichtet und besteht aus einem einjochigen Schiff und einem einjochigen Chor, die beide Kreuzrippengewölbe haben. Ein Joch bezeichnet in der Architektur einen abgegrenzten Raumabschnitt; die Angabe macht die Gliederung von Schiff und Chor verständlich. Die Kapelle entstand Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts, wurde später umgebaut und ist teilweise verfallen. So stehen bei ihr die räumliche Gliederung und der überlieferte bauliche Zustand neben ihrer Entstehungszeit im Mittelpunkt.

Wegekreuz, Brücke und Ortsgeschichte

Das Wegekreuz Croix de chemin ergänzt die Sakralbauten um ein weiteres historisches Zeugnis. Die Gemeinde errichtete es 1845; Restaurierungen folgten 1868 und 1933. Es steht am Rand der C.D. 118, unmittelbar nach der Brücke über den Armançon, in Richtung der Straße nach Lézinnes und Ancy-le-Franc. An der zeitlichen Abfolge lässt sich der Unterschied zwischen Errichtung und späteren Restaurierungen ablesen. Der Friedhof von Pacy-sur-Armançon ist teilweise als historisches Denkmal eingetragen.

Die Pont sur l'Armançon verbindet Baugeschichte mit dem Verlauf des Wassers. Sie hat acht unterschiedlich breite Rundbogen. Die beiden ersten Bögen auf der Dorfseite überspannen den Mühlkanal, der flussabwärts wieder in den Armançon mündet. Die Brücke stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert; ihre Brüstung scheint im 19. Jahrhundert erneuert worden zu sein. Gerade die unterschiedlichen Bogenbreiten und die Beziehung zwischen Mühlkanal und Fluss geben Anlass, beim Betrachten auf mehr als die reine Querung zu achten.

Auch die Burg hat eine vielschichtige Geschichte. Sie wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, im 16. Jahrhundert zerstört, wahrscheinlich gegen Ende desselben Jahrhunderts wiederaufgebaut und im 19. Jahrhundert umgestaltet. Heute wird sie als Wohnhaus genutzt. Ihre Rückseite öffnet sich zu einer geneigten Terrasse über dem Tal des Armançon; an der Straße C.V. 118 begrenzt eine Stützmauer die Terrasse. Die Abfolge aus Errichtung, Zerstörung, wahrscheinlichem Wiederaufbau und späterer Umgestaltung unterscheidet ihre Geschichte von der der Kirche und der Brücke.

Pacy-sur-Armançon als Reiseziel einordnen

Auch für Radreisende ist der Ort als Sehenswürdigkeitenstation aufgeführt: Auf der Etappe von Tonnerre nach Ancy-le-Franc des Le Tour de Bourgogne à vélo werden Pacy-sur-Armançon, die Chapelle Saint-Georges und ein Waschhaus (lavoir) genannt. Der Etappenverlauf kann künftig aktualisiert werden; prüfen Sie ihn deshalb vor Ihrer Planung noch einmal. Für die Auswahl eines Aufenthalts lässt sich so unterscheiden, ob Ihr Schwerpunkt auf der Bau- und Sakralgeschichte des Ortes oder auf einer Radetappe liegt. Wenn Sie historische Bauformen interessieren, bieten die Kirche, die Kapelle, die Brücke und die Burg jeweils einen eigenen Blickwinkel auf Pacy-sur-Armançon.

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