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Die Notre-Dame de Chartres gehört zu den größten gotischen, der Jungfrau Maria geweihten Kathedralen im nördlichen Frankreich des 12. und 13. Jahrhunderts. Sie gilt als Höhepunkt der französischen Gotik und wurde 1979 als erstes französisches Monument in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Architektur, religiöse Widmung und Welterbegeschichte geben der Kathedrale verschiedene, eng miteinander verbundene kulturelle Aspekte.

Gotik und Glasmalerei

Ein besonderer Blick gilt den Fenstern: Sie bilden das vollständigste erhaltene Ensemble alter Buntglasfenster in Frankreich. Wenn Sie sich neben der gotischen Architektur gezielt für Glasmalerei interessieren, ergänzt das Centre International du Vitrail diesen Schwerpunkt. Seine Dauersammlung umfasst 70 authentische Renaissance-Buntglasfenster und gilt als umfangreichste Sammlung dieser Art in Frankreich.

Das Centre bietet außerdem Einführungskurse in die Glasmalerei für Kinder und Erwachsene an. Ein Kurs und der Besuch einer Sammlung sind unterschiedliche Zugänge zum Thema: Der eine vermittelt eine Einführung in die Glasmalerei, der andere zeigt historische Fenster. Wenn Sie einen bestimmten Termin einplanen möchten, prüfen Sie die aktuellen Angaben zu den Kursen.

Museen und Ausstellungsorte

Das Musée des Beaux-Arts befindet sich im ehemaligen Bischofspalast, dessen Gebäude aus dem 15. bis 19. Jahrhundert stammen. Seine Sammlungen reichen vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und umfassen Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen sowie dekorative Kunst. Dazu kommen das ganze Jahr über verschiedene Wechselausstellungen; welche einzelne Ausstellung Sie sehen können, hängt vom jeweiligen Programm ab.

Auch kleinere Kulturorte setzen eigene Schwerpunkte. Die Kapelle des Prieuré Saint-Vincent dient als Ausstellungsraum und ist eine Station des Chemin des Arts. Die Chapelle Saint-Eman ist ebenfalls ein Ausstellungsort und hauptsächlich der zeitgenössischen Mosaikkunst gewidmet. In der romanischen Collégiale Saint-André finden heute Ausstellungen statt. Diese Orte unterscheiden sich damit sowohl durch ihre Bauformen als auch durch die Kunst, die dort gezeigt wird.

In der Église Saint-Aignan prägen Gemälde und Buntglasfenster die Ausstattung. Zu den Werken gehört das Fenster Saint-Michel von Jean Jouan aus dem Jahr 1547. Die Jahreszahl und die Zuschreibung machen es zu einem konkreten Bezugspunkt, wenn Sie sich bei Ihrem Besuch nicht nur für die allgemeine Wirkung der Kirchenkunst, sondern auch für einzelne Werke interessieren.

Archäologie, Gärten und Stadtbilder

Das gallorömische Heiligtum von Saint-Martin-au-Val zählt zu den größten bekannten Heiligtümern des römischen Galliens. Bei geführten Besichtigungen erkunden Besucherinnen und Besucher die archäologische Stätte und erfahren mit einer Kulturvermittlerin mehr über ihre Geschichte. Die individuelle Verfügbarkeit solcher Besichtigungen kann saisonal variieren; erkundigen Sie sich deshalb vorab, wenn die Führung für Ihre Planung wichtig ist.

Für einen Wechsel von Ausstellungsräumen und religiöser Architektur bieten sich die Jardins de l’Évêché als eigener landschaftlicher Akzent an. Von dort eröffnen sich Ausblicke auf die Dächer der Unterstadt von Chartres und das Eure-Tal. In den Gärten sind außerdem die Überreste der Collégiale Saint-Étienne erhalten. So stehen Gartenblick und sichtbares historisches Erbe an diesem Ort nebeneinander. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Eigenwillige Kunst und lokale Angebote

Die Maison Picassiette setzt einen anderen Akzent als die großen kirchlichen und musealen Sammlungen. Böden, Wände, Decken und Möbel sind dort vollständig mit Farbe oder Mosaiken bedeckt. Bei einem Besuch können Sie überall Gebäude, Gesichter, Blumen, Tiere und weitere überraschende Formen entdecken. Wer sich für Muster und Motive interessiert, begegnet hier einem sehr persönlichen Zugang zur Kunst, der sich deutlich von der Architekturgeschichte der Kathedrale unterscheidet.

Chartres en lumières ist eine von der Stadt organisierte Veranstaltung, bei der das Kulturerbe von Chartres beleuchtet wird. Ergänzend dazu bietet der Samstagvormittagsmarkt in Chartres handwerklich hergestelltes Brot, Milchprodukte, Terrinen und lokale Süßwaren. Auf der Place Billard umfasst der Samstagvormittagsmarkt Stände mit Gewürzen, frischen Blumen und Käse. Prüfen Sie vorab die Marktzeiten und das aktuelle Angebot.

Die Sehenswürdigkeiten bieten unterschiedliche Themen, nicht ein einziges festes Besuchsprogramm. Wählen Sie Ihre Besuche nach Ihren Interessen und berücksichtigen Sie bei saisonal verfügbaren Führungen sowie bei Märkten und Ausstellungen die jeweils aktuellen Angaben.

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