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Das Château de Maintenon bringt zwei sehr unterschiedliche Geschichten der Gestaltung in den Blick: ein unvollendetes Aquädukt, das Vaubans einziges ziviles Werk war, und einen rekonstruierten französischen Formalgarten im Geist Le Nôtres. Der Gegensatz zwischen dem nicht vollendeten Großprojekt und der bewusst angelegten Gartenform eröffnet einen besonderen Zugang zur Bau- und Kulturlandschaft von Eure-et-Loir. Das Château trägt außerdem das Label Accueil Vélo als Besucher- und Freizeitstätte; prüfen Sie die aktuellen Besucherservices vor Ihrem Besuch.

Wälder, Täler und Wege

Im Département wechseln Wälder, Weizenfelder, Täler und ländliche Landschaften einander ab. Zu den Angeboten gehören Wanderwege und Radschleifen durch die Wälder des Perche, die Felder der Beauce sowie die Täler von Eure und Loir. Wer sich für größere Landschaftsräume interessiert, findet im Parc naturel régional du Perche eine vielfältige Kulisse: Er umfasst mehr als 180.000 Hektar mit Eichen- und Buchenwäldern, Bocage-Landschaften, Feuchtwiesen, Hügeln und Tälern.

Die Forêt de Senonches bietet Wanderwege, Seen und Bäche; ihre vielfältige Tier- und Pflanzenwelt gehört ebenfalls zum Naturerlebnis. Das Gebiet eignet sich zum Wandern und Radfahren. Der Chemin des louvetiers verläuft in oder am Forêt domaniale de Senonches. Die Route ist flach, wenig schwierig und für alle Zielgruppen geeignet.

Eine andere Naturperspektive bietet die Promenade des eaux secrètes. Sie verläuft auf relativ flachen Straßen durch eine abwechslungsreiche Landschaft entlang der Eure und der Forêt domaniale de Senonches. Die Tourbière des Froux wird dabei interpretierend erschlossen; Torfmoose, Königsfarn und Libellen gehören zu den Themen. So stehen sowohl die Landschaft unterwegs als auch besondere Pflanzen und Tiere im Blick.

Radstrecken und Landschaftsbilder

Die La Véloscénie ist eine nationale Radroute, die durch Chartres und Alençon führt und historisches, religiöses und landschaftliches Erbe verbindet. Die Vallée du Loir à vélo ist 320 Kilometer lang und reicht von den Quellen des Loir nahe Illiers-Combray bis nach Angers. Während die eine Route Chartres und Alençon als Stationen nennt, lässt sich die andere über ihre Länge und den Verlauf zwischen Illiers-Combray und Angers einordnen.

Das Tal des Loir zeigt ein eigenes Landschaftsbild: Malerische Dörfer, Weinberge, Obstgärten und Höhlenhäuser prägen die Gegend. Zusammen mit den Wäldern, Feldern und Flusstälern ergibt sich eine abwechslungsreiche Auswahl für Reisende, die ihre Zeit lieber draußen verbringen oder unterschiedliche Landschaften kennenlernen möchten.

Schlösser, Kirchen und Klostergeschichte

Das Château de Châteaudun verbindet mittelalterliche, gotische und Renaissance-Architektur und beherbergt eine bedeutende Tapisseriensammlung. Zur Anlage gehören auch eine gotische Sainte-Chapelle und ein mittelalterlicher Garten, dessen Themen die Küche und Medizin des Mittelalters sind. An der Kathedrale von Chartres begegnet Ihnen ein anderes Kapitel der Baugeschichte: Sie gehört zum Welterbe und ist ein wichtiges Beispiel gotischer Architektur in Frankreich und Europa.

Thiron-Gardais bietet Einblicke in die Geschichte des mittelalterlichen Tiron-Ordens: Seine Abtei war dessen Mutterabtei. Thematische Gärten und eine Zehntscheune gehören zu den Möglichkeiten, die Abtei zu erleben. In der Kirche von Thiron-Gardais gibt es Erläuterungstafeln und Führungen auf Reservierung. Da sich Reservierungsbedingungen ändern können, informieren Sie sich vorab.

Auch das Musée de l'histoire du Perche verbindet Geschichte mit unterschiedlichen Vermittlungsformen. Es bietet Besuche mit Augmented oder Virtual Reality, temporäre Ausstellungen, Familienworkshops und Kinderpfade. Damit stehen neben Architektur und historischen Anlagen auch Ausstellungs- und Workshopangebote zur Auswahl.

Regionale Spezialitäten

Zu den regionalen Spezialitäten zählen pâté de Chartres, sablés de Beauce, Ziegenkäse aus den Tälern von Eure und Perche, handwerklich gebrautes Bier und Perche-Cidre. Auch saisonales Obst und Gemüse, lokale Fleischwaren und Belsia-Chips gehören zum lokalen Lebensmittelangebot. Die Namen verweisen auf unterschiedliche kulinarische Traditionen und Landschaftsräume, von der Beauce bis zum Perche.

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