Saint-Nabord lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: die Landschaft des Aube-Tals und die Bau- und Kunstgeschichte der Eglise Saint-Nabord. Für Ihre Zielwahl bieten sie verschiedene Schwerpunkte: Natur und offene Landschaft auf der einen, Architektur und sakrale Kunst auf der anderen Seite.
Auenlandschaft und Wiesen
Die am 11. Juni 2024 bearbeitete ZNIEFF Typ I „Prairies, bois et gravières de la vallée de l'Aube à Torcy-le-Petit“ umfasst Saint-Nabord-sur-Aube. Zu den dort erfassten Elementen gehören Auwälder und Pappelbestände mit hohen Kräutern. Hinzu kommen überschwemmte, gemähte oder beweidete Wiesen sowie einige bewirtschaftete Felder. Das Landschaftsthema umfasst damit Gehölze, unterschiedliche Wiesenformen und genutzte Flächen. Wenn Natur und Landschaft bei Ihrer Zielwahl eine Rolle spielen, sind dies konkrete Anknüpfungspunkte für Saint-Nabord-sur-Aube.
Kirchenbau und Ausstattung
Der Bau der Eglise Saint-Nabord begann 1841 an der Stelle einer früheren Kirche. Ein Teil des Kirchenschiffs aus dem 16. Jahrhundert ist erhalten. Die Baugeschichte verweist damit sowohl auf den früheren Kirchenstandort als auch auf einen älteren Teil des heutigen Gebäudes. Für kulturhistorisch Interessierte bieten die Jahreszahlen einen klaren zeitlichen Rahmen, bevor der Blick auf den Grundriss und die Ausstattung fällt.
Der Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Die Kirche besitzt ein einziges Kirchenschiff, ein symmetrisches Querschiff und eine fünfseitige Apsis. Diese Bauteile geben der Kreuzform ihre konkrete Gestalt: Das Langhaus bildet den Hauptteil, während das Querschiff und die Apsis den Grundriss ergänzen. So lässt sich die Architektur nicht nur über das Baujahr, sondern auch über ihre räumliche Anlage beschreiben.
Zur Ausstattung gehört ein Ensemble figürlicher Glasfenster aus dem späten 19. Jahrhundert. Darunter ist ein auf 1892 datiertes Fenster des Glasmalers Georges Claudius Lavergne. Die Fenster im Chor stellen das Leben Jesu von der Geburt bis zur Auferstehung dar. Im rechten Seitenschiff zeigen Glasfenster die Verkündigung an Maria und die Heimsuchung. Die unterschiedlichen Motive und ihre Verteilung im Kirchenraum bilden einen eigenen Zugang zur Ausstattung.
Weitere Kunstwerke setzen andere Akzente. Jules Cathelin, ein Bildhauer aus Troyes, schuf den Hochaltar im Jahr 1900. Eine polychrome Holzstatue zeigt den heiligen Nabord als Soldaten. Dazu kommen eine gekrönte Statue der Jungfrau mit dem Kind aus Kalkstein vom Beginn des 17. Jahrhunderts und eine Bronzestatuette, die als Prager Jesuskind bezeichnet wird. Zusammen reichen die beschriebenen Werke von Bildhauerei und Holzskulptur bis zu Glasmalerei und Steinplastik.
Die Route de la Craie 3
Auch die Route de la Craie 3 bietet einen Zugang zur Landschaft und zum baulichen Erbe der Region. Saint-Nabord-sur-Aube gehört zu den Gemeinden dieser touristischen Route, die durch mehrere Gemeinden des Départements Aube führt. Sie hebt das bauliche Erbe aus Kreide und die typischen Landschaften des Aube-Tals hervor. Die am 8. Mai 2025 aktualisierte Routenbeschreibung weist sie als Wanderstrecke aus und nennt 39 Rue Principale, 10700 Saint-Nabord-sur-Aube, als Ausgangspunkt.
Kirche und Route setzen unterschiedliche Maßstäbe: Die Eglise Saint-Nabord bündelt eine konkrete Baugeschichte und eine detailreiche Ausstattung; die Route de la Craie 3 stellt Saint-Nabord-sur-Aube in einen über mehrere Gemeinden reichenden Landschafts- und Kulturerbe-Kontext. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Saint-Nabord suchen, können Sie Ihre Zielwahl an diesen Interessen ausrichten: an der Geschichte und Kunst der Kirche oder am regionalen Wander- und Landschaftsthema.
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