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In Aujeurres verbinden sich konkrete Themen aus Bau- und Kunstgeschichte mit Wanderbezügen zur Quelle der Aube. Die Kirche Saint-Didier vereint eine architektonische Form mit einer Reliquienbüste; Brunnen, Waschhaus und Chapelle Saint-Georges ergänzen weitere Details. Daneben stehen ein Weg mit Informationstafeln und eine Raststelle auf einem Rundweg. So können Sie für Ihren Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Ortsgeschichte und Gestaltung oder eine Wanderung.

Kirche Saint-Didier: Grundriss und Reliquienbüste

Die Kirche Saint-Didier hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und scheint vollständig im 13. Jahrhundert errichtet worden zu sein. Der Grundriss beschreibt die Anlage des Gebäudes; die Datierung bleibt eine vorsichtige Einordnung der Bauzeit. In der Kirche befindet sich die Reliquienbüste „Saint Didier évêque“. Die bemalte, versilberte und vergoldete Holzskulptur stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Büste wurde am 5. Juni 1967 als geschütztes Objekt klassifiziert. Bei diesem Kunstwerk kommen also Material und mehrere Gestaltungstechniken zusammen: Holz als Träger, dazu Bemalung, Versilberung und Vergoldung.

Brunnen, Wasserspeier und Waschhaus

Bei der Fontaine de la « Peûte Bête » lassen sich Projekt und Ausführung anhand zweier Daten unterscheiden: Das Bauprojekt datiert von 1832 und beruht auf Entwürfen des aus Langres stammenden Architekten Onésime Luquet; errichtet wurde der Brunnen 1836. Vier Wasserspeier bereichern den Dorfrundgang entlang der Straße zur Fontaine. Das Waschhaus von Aujeurres liegt an der Départementale 141d. Es wurde 2003 und 2004 vollständig renoviert und ist heute mit fünf Fresken von Malern der Gruppe „Pigment“ geschmückt. Während beim Brunnen die Abfolge von Entwurf und Bauzeit im Mittelpunkt steht, verbinden sich beim Waschhaus die Renovierungsgeschichte und die künstlerische Gestaltung durch die Fresken.

Chapelle Saint-Georges und ihre Geschichte

Die Chapelle Saint-Georges steht am Rand der ehemaligen Römerstraße von Langres nach Autun und ist bereits um das Jahr 1000 belegt. Diese frühe Bezeugung lässt sich von den späteren Wiederaufbauten unterscheiden: Die Kapelle wurde 1832 wiederaufgebaut, nach einer erneuten Beschädigung im Jahr 1866 nochmals errichtet und 1868 geweiht. Die Abfolge hält mehrere Stationen ihrer Baugeschichte fest.

Gestaltet ist die Kapelle im neugotischen Stil; sie besitzt einen kleinen Dachreiter. Auf dem Tympanon über dem Eingang zeigt eine Darstellung den heiligen Georg, der zu Pferd einen Drachen bezwingt. Damit stehen neben der historischen Entwicklung auch konkrete Merkmale der Architektur und des Bildschmucks im Blick.

Wandern an der Quelle der Aube

Für eine Wanderperspektive sind zwei Hinweise besonders konkret. Der Sentier de découverte de la source de l'Aube verfügt entlang der Strecke über acht Informationstafeln. Die Fontaine du Val des Frais ist eine erfrischende Raststelle für Wanderer auf dem Rundweg zur Quelle der Aube. Die beiden Angaben erfüllen unterschiedliche Zwecke: Die Tafeln begleiten den Weg mit Informationen, während der Brunnen als Raststelle dient. Bei der Planung können Sie sich daran orientieren, ob Ihnen Informationen entlang einer Strecke oder eine Rastmöglichkeit auf dem Rundweg wichtiger sind.

So bietet Aujeurres verschiedene Ansatzpunkte für einen Aufenthalt mit kulturellem oder wanderbezogenem Schwerpunkt. Wer sich für sakrale Kunst und Baugeschichte interessiert, findet Details an Kirche und Kapelle sowie an Brunnen und Waschhaus. Wer die Umgebung lieber über eine Wanderung erschließt, kann sich an den acht Tafeln und der Raststelle am Rundweg orientieren.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Marne.

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