Kirchen aus unterschiedlichen Bauphasen, ein Renaissancehaus und ein Wanderweg zwischen Felslandschaft und Maastal geben Bourmont ein klares Profil für eine kultur- und landschaftsbezogene Reise. Der Parc des Roches liegt am Fuß einer Kalksteinfelsenklippe und bildet einen Aussichtspunkt über das Maastal; der Rundweg La Bove et le Côna ist ein dreistündiger Wanderweg. So können Sie Ihren Aufenthalt nach historischen Bauwerken, Zeit im Freien oder einer Verbindung beider Interessen ausrichten.
Kirchen und Baugeschichte
Die Stiftskirche Notre-Dame wurde 1754 am Standort der Burgkapelle Saint-Florentin errichtet. Ihr dreijochiges Langhaus, der halbrunde Chor, eine Krypta und Kreuzrippengewölbe prägen ihre architektonische Gestalt. Baugeschichte und Form lassen sich hier gemeinsam betrachten: Zur Entstehung gehört der Bezug zum Standort der Burgkapelle, während Langhaus, Chor und Gewölbe die Gliederung des Kirchenbaus benennen.
Auch Saint-Joseph lässt sich zeitlich einordnen: Die Kirche wurde 1855–1856 errichtet und 1859 geweiht. Sie besitzt ein Langhaus, zwei Seitenschiffe, zwei nach Osten ausgerichtete Kapellen, eine Krypta und einen Glockenturm. Im Vergleich setzen die Beschreibungen unterschiedliche Akzente: Bei Notre-Dame werden Chorform und Kreuzrippengewölbe genannt, bei Saint-Joseph Seitenschiffe, die Ausrichtung der Kapellen und der Glockenturm.
Häuser und Erinnerungsorte
Die Maison Renaissance, auch Maison du Bailli genannt, stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das zweigeschossige Gebäude besteht aus behauenen Steinquadern und weist Gesimse auf. Neben den Kirchen steht damit ein anderes Beispiel lokaler Architektur aus einer früheren Bauphase.
Eine Gedenktafel kennzeichnet in Bourmont das Geburtshaus des Schriftstellers Edmond Haraucourt. Zur historischen Bausubstanz gehören außerdem das ehemalige Kloster der Annonciades, das 1663 gegründet wurde, und das ehemalige Kolleg der Trinitarier mit seiner Gründung im Jahr 1707. Am Eingangsportal der Kapelle des ehemaligen Kollegs ist die toskanische Ordnung ausgeführt. Die verschiedenen Orte bieten Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit Bourmonts Bau- und Literaturgeschichte.
In der Maison Biganzoli werden Ausstellungen zur Geschichte und kulturellen Identität Bourmonts gezeigt. Das Ausstellungsprogramm kann wechseln; prüfen Sie vorab, welche Präsentationen während Ihres Besuchs zu sehen sind.
Felslandschaft und Wanderung
Der Parc des Roches erstreckt sich am Fuß einer Kalksteinfelsenklippe und bildet einen Aussichtspunkt über das Maastal. Auf dem Plateau der Promenade du Côna stehen Alleen aus Lindenbäumen. So stehen ein Fels- und Talblick einer von Linden geprägten Plateaupromenade gegenüber.
Der Rundweg La Bove et le Côna verlässt Bourmont durch den Parc des Roches und führt zur Promenade du Côna. Er führt außerdem zur Höhle La Bove, die in eine Felswand gehauen ist. Vermutlich bot die Höhle Menschen in vorgeschichtlicher Zeit Schutz. Für diese Wanderung sollten Sie drei Stunden einplanen und vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen prüfen.
Den Aufenthalt planen
Bei der Reiseplanung können Sie zwischen einem Schwerpunkt auf Baugeschichte und einem Aufenthalt mit dem dreistündigen Rundweg als festem Programmpunkt abwägen. Wenn Sie ein Hotel in Bourmont suchen, klären Sie zuerst, welcher Schwerpunkt Ihren Aufenthalt prägen soll. Für Radreisende ist außerdem die Nähe Bourmonts zur EuroVelo 19 – La Meuse à Vélo ein zusätzlicher Gesichtspunkt bei der Wahl des Reiseziels.
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