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In Gunstett stehen Wanderungen am Mont und Ortsgeschichte mit dem Lavoir und der Erdölvergangenheit nebeneinander. Für die Wegwahl lassen sich zwei verschiedene Verläufe unterscheiden: Die „Promenade autour de Gunstett“ führt von der Kirche Saint-Michel hinauf zum Mont, während der „Circuit de randonnée de part et d’autre de la Sauer“ über die Höhen von Gunstett verläuft.

Wandern am Mont de Gunstett

Die „Promenade autour de Gunstett“ erreicht einen Gipfel mit Panoramablick auf die umliegenden Dörfer und Landschaften. Kommunale Wanderwege durch den Nierderwald und das Sauertal enden dagegen unterhalb des Mont de Gunstett. Damit unterscheiden sich die beschriebenen Wege schon durch ihren Verlauf: Die Promenade führt hinauf zum Gipfel, während die Wege durch Wald und Tal unterhalb des Hügels enden.

Der obere Bereich des Mont ist durch einen Kalvarienberg gekennzeichnet. Auf dem Mont stehen außerdem zwei großblättrige Linden, die auf Departementsebene als bemerkenswerte Bäume eingestuft sind. Diese Natur- und Kulturlandmarken ergänzen die Aussicht am Gipfel um konkrete Anhaltspunkte für die Eigenart des Hügels.

Der „Circuit de randonnée de part et d’autre de la Sauer“ ist mit 17,6 Kilometern und 226 Metern positivem Höhenunterschied angegeben. Für Ihre Zeitplanung können Sie beide Werte berücksichtigen. Da sich die Routenangaben ändern können, prüfen Sie vor dem Start den aktuellen Verlauf.

Lavoir und Geschichte des Ortes

Das Lavoir de Morsbronn-les-Bains wurde nach 1871 am Ufer der Sauer auf dem Gemeindebann von Gunstett errichtet. Sandsteinplatten führen treppenförmig zur Sauer hinunter. Eichenpfosten tragen das Dach; das Holztragwerk besteht aus verschraubtem Tannenholz und Holzverbindungen mit Holzstiften. Die Umgebung des Waschhauses diente früher als Treffpunkt zum Baden und war als „Gunstett – Plage“ bekannt.

Auch die Geschichte der Kirche Saint-Michel umfasst unterschiedliche Bauphasen. Die frühere Kirche bestand wahrscheinlich aus einem Chorturm und einem Kirchenschiff, die vermutlich am Ende des Mittelalters errichtet wurden. Der ursprüngliche Chorturm bewahrt ein kreuzrippengewölbtes Erdgeschoss und Geschosse mit Schießscharten. Der Neubau der Pfarrkirche Saint-Michel begann 1780 und wurde 1781 fertiggestellt.

Zur Ortsgeschichte gehört auch das Erdöl: Gunstett lebte etwa 40 Jahre lang davon und wurde dadurch wohlhabend. Der Erdölbrunnen III verfügte über zwei Galerieebenen in 195 und 401 Metern Tiefe. Diese Angaben geben der industriellen Vergangenheit einen eigenen Platz neben den kirchlichen Bauphasen und der Geschichte des Waschhauses.

Birnensammlung im Ortszentrum

Das Gunstett Pear Conservatory liegt im Ortszentrum auf einem 25 Ar großen Gelände nahe der Kirche. Die Sammlung umfasst etwa 400 Bäume und mehr als 150 verschiedene Birnensorten. Damit steht in Gunstett neben Wanderwegen und Baugeschichte auch die Vielfalt der Birne als lokales Thema im Blickpunkt.

Für Gruppen werden geführte Besichtigungen nach Vereinbarung angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen, stimmen Sie den Termin vor der Anreise ab.

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