Für einen Aufenthalt in Haguenau bieten Kultur und Wald unterschiedliche Entdeckungsfelder: Das Musée Alsacien und das Musée Historique führen in die Geschichte und Traditionen des Elsass; rund um den Gros-Chêne stehen Wege, Naturbeobachtung und Kunst im Wald im Mittelpunkt. Bei Ihrer Reiseplanung können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem Sammlungen und Baugeschichte interessieren oder lieber verschiedene Waldthemen kennenlernen möchten.
Elsässischer Alltag und Stadtgeschichte
Das Musée Alsacien befindet sich in der ehemaligen mittelalterlichen Kanzlei von Haguenau. Seine umfangreiche Sammlung umfasst Gebrauchs- und Dekorationsgegenstände, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts vom elsässischen Alltagsleben zeugen. Der Blick richtet sich damit auf Dinge des täglichen Lebens ebenso wie auf dekorative Objekte. Das Musée Historique setzt einen anderen Akzent: Zu seinen Beständen gehören Objekte aus mehr als 750 Gräbern der Bronze- und Eisenzeit, die in den Nekropolen des Waldes von Haguenau entdeckt wurden.
Auch die Sammlungsbereiche des Musée Historique sind breit gefächert. Sie umfassen numismatische und archäologische Objekte sowie Gegenstände aus dem Kunsthandwerk und den volkstümlichen Traditionen. Zusammen ergeben die beiden Museen zwei unterschiedliche Perspektiven: Das Musée Alsacien richtet den Blick auf elsässische Lebenswelten seit dem frühen 19. Jahrhundert, während das Musée Historique unter anderem archäologische Funde aus weit früheren Epochen aufgreift.
Ein markantes Zeugnis der Stadtgeschichte ist die Porte de Wissembourg, ein Überrest der ehemaligen Stadtmauer von Haguenau. Ihr unterer Torbereich stammt aus dem 14. Jahrhundert; die heutige Gestalt geht auf eine Modernisierung im 16. Jahrhundert zurück. So lassen sich bei einem Interesse an Baugeschichte verschiedene historische Schichten in den Blick nehmen, vom mittelalterlichen Torbereich bis zu den Museumsbeständen.
Waldwege, Natur und Kunst am Gros-Chêne
Der Standort Gros-Chêne ist Ausgangspunkt zahlreicher markierter Wanderwege, Radtouren und Mountainbike-Strecken. Hinzu kommen ein Fitnessparcours und ein Weg, der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Kinderwagen zugänglich ist. Der Standort selbst ist ganzjährig zugänglich. Der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Kinderwagen zugängliche Weg ist eine eigene Option neben den markierten Wanderwegen, Radtouren und Mountainbike-Strecken.
Eine weitere Orientierung bietet der Zugangsweg zum GR®532: Er führt vom Zentrum von Haguenau nach Walbourg, erschließt das Kulturerbe der Forêt d’Exception® de Haguenau und gehört zu den Jakobswegen. Die Route Grand tour Haguenau-Eschbach setzt einen anderen Schwerpunkt. Sie verbindet historisches und natürliches Erbe und führt nordwestlich durch die Forêt d’Exception® de Haguenau, durch Kiefernwälder und Laubwaldbestände, über Felder sowie am Waldrand entlang des charmanten Dorfes Eschbach. Die beschriebenen Wege unterscheiden sich damit durch ihre Zielrichtung und den Charakter der Landschaften, die sie durchqueren.
Für Naturbeobachtung eignet sich das ornithologische Observatorium. Dort kommen unter anderem Reiher, Teichhühner, Enten, Eisvögel und Haubentaucher vor. Das Observatorium liegt an einem renaturierten ehemaligen Tonabbaugelände. Ein durch Unterwasserabbau entstandener Teil blieb dort als Teich erhalten; die Naturbeobachtung steht also neben einer Landschaft, deren heutige Form auch mit der früheren Tongewinnung verbunden ist.
Auch Kunst und Natur lassen sich am Gros-Chêne als eigene Themen betrachten. Das Monument du Chêne, ein Werk der weltweit renommierten deutschen zeitgenössischen Künstlerin Gloria Friedmann, steht im Wald wenige hundert Meter vom Standort entfernt. Sein Zugang führt über einen Weg mit sieben Stelen. Die kurzen Texte laden dazu ein, sich mit dem Verhältnis zu Bäumen und zur Natur auseinanderzusetzen. Am Gros-Chêne steht außerdem eine kleine Kapelle, die 1955 erbaut wurde; dort wird jedes Jahr Ende Juli das Patronatsfest Saint-Arbogast gefeiert.
Ausflüge und saisonale Orientierung
Das jährlich stattfindende Programm „Trésors cachés de la forêt indivise de Haguenau“ bietet fachlich geleitete Ausflüge zu Themen wie Biodiversität, Geschichte und Forstwirtschaft. Die Ausflüge finden das ganze Jahr über statt, richten sich an alle Zielgruppen und sind ab März verfügbar. Damit ergänzt das Programm die Wege und festen Natur- und Kulturthemen um geführte Angebote mit wechselnden inhaltlichen Schwerpunkten.
Wenn Sie eine Reise nach Haguenau planen, können Sie die Museumsbestände, die Stadtgeschichte und die Waldangebote nach Ihren Interessen gewichten. Bei der Suche nach Hotels in Haguenau helfen diese Schwerpunkte, Ihre eigenen Pläne für Kultur, Wanderungen, Naturbeobachtung oder Kunst im Wald zu ordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Stotzheim, Rottelsheim, Mittelhausen, Reinhardsmunster, Hunspach, Stundwiller, Soultz-sous-Forêts, Betschdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.