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Ittenheim zeigt seine Baugeschichte an konkreten Details: In der Kirche Saint-Gall stehen ein gotischer Turm, eine Silbermann-Orgel und ein Kreuzrippengewölbe mit geschnitztem Osterlamm für unterschiedliche Facetten des Ortes. Historische Hofanlagen und ein ehemaliges Gasthaus ergänzen diesen Schwerpunkt; ein Garten und ein Flammkuchenfest setzen andere Akzente. Wenn Sie Ittenheim als Reiseziel erwägen, können Sie Ihre Auswahl daran ausrichten, ob Baugeschichte, Garten oder Kulinarik Ihren Aufenthalt prägen soll.

Kirche Saint-Gall und ihre Ausstattung

Die heutige Kirche bewahrt zwei Ebenen ihres gotischen Turms aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Im Chor besitzt das Kreuzrippengewölbe einen Schlussstein mit geschnitztem Osterlamm. Turm und Chorgewölbe geben zwei konkrete Ansatzpunkte für den Blick auf die Architektur: Der Turm verweist auf die gotische Baugeschichte, das Gewölbe auf die Gestaltung des Chors.

Auch die Orgel hat eine eigene Zeitfolge. André und Gottfried Silbermann fertigten sie 1703 an; 1793 wurde sie nach Ittenheim übertragen, wahrscheinlich durch Nicolas Toussaint. Herstellungsjahr und Übertragung bezeichnen zwei verschiedene Stationen. Das reich verzierte Orgelgehäuse wurde 1977 als historisches Denkmal klassifiziert. So lassen sich die Anfertigung der Orgel, ihr späterer Ortswechsel und der Schutzstatus ihres Gehäuses klar voneinander unterscheiden.

Höfe, Ölmühle und Fachwerk

In der 3 rue de la Mairie wurde der Bauernhof 1693 für Hans Brumbter errichtet. Sein U-förmig angelegter Hof wird von einem monumentalen Tor abgeschlossen. In der 16 rue de la Mairie umfasst ein weiterer Bauernhof eine 1840 eingerichtete Ölmühle. Die Gebäude setzen unterschiedliche Akzente: Beim ersten prägen Hofgrundriss und Tor die Beschreibung, beim zweiten die Ölmühle als historische Einrichtung.

Das ehemalige Gasthaus Auberge Au Cheval Noir, später Auberge A la Couronne, wurde 1687 errichtet und 1765 um einen winkelförmigen Flügel erweitert. Das dekorative Fachwerkhaus hat einen T-förmigen Grundriss und Motive des 17. Jahrhunderts: Wildermann, Raute und Oeil-de-coq. Im Vergleich zur U-förmigen Hofanlage steht hier die Form des Fachwerkbaus im Vordergrund; die benannten Motive ergänzen die baulichen Details um eine eigene dekorative Ebene.

Gartenbesichtigungen und Flammkuchen

Le Jardin de Sylvie et Roland bietet eine andere Perspektive als die historischen Gebäude. Blumen gibt es dort zu jeder Jahreszeit; zum Bestand zählen rund 600 Stauden-, rund 60 Rosen- und rund 130 seltene Baum- und Strauchsorten. Die Sortenzahlen können sich im Lauf der Zeit verändern. Das Angebot umfasst freie Besichtigungen sowie geführte Besichtigungen für Einzelpersonen oder Gruppen nach vorheriger Anmeldung. Wenn Sie eine Führung einplanen, melden Sie sich vorher an und bestätigen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Auch die Fête de la Tarte Flambée – Flammekueche Fecht setzt einen kulinarischen Schwerpunkt. Vor Ort wird handwerklich hergestellter Flammkuchen mit lokalen Zutaten angeboten. Die konkreten Programmdetails können je nach Ausgabe variieren. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie den jeweiligen Veranstaltungstermin und das Programm dieser Ausgabe.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.

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