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Der Schlossberg oberhalb von Neubois dominiert den Eingang zu den Tälern von Villé und Sainte-Marie-aux-Mines. Wer sich für den Ort interessiert, begegnet unterschiedlichen Themen: einer Burg mit protohistorischer Umfriedung, der Église Saint Materne, einem Rätselrundgang und einer lebendigen Marienverehrung. Für die Planung lohnt es sich, die kulturellen Entdeckungen von den konkreten Angaben zu Dauer und Zugang zu unterscheiden.

Château du Frankenbourg und frühe Befestigungsspuren

Das Château du Frankenbourg stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Ruinen umfassen Mauern, die 6 bis 10 Meter hoch sind, sowie einen 11 Meter hohen Bergfried mit einem sichtbaren Ziegelgewölbe. Die protohistorische Umfriedung umgibt die Burg an drei Seiten und ist 1,80 Meter dick. Damit stehen die erhaltenen Mauern und der Bergfried neben einem deutlich älteren Befestigungszeugnis.

Das Château wurde am 6. Dezember 1896 in seiner Gesamtheit als historisches Denkmal eingestuft. Für die protohistorische Umfriedung erfolgte die Einstufung am 10. September 1990. Eine protohistorische Mauer verläuft außerdem am Kegel des Schlossbergmassivs oberhalb von Neubois. Die verschiedenen Bauteile und Zeitstellungen machen den Reiz des Themas aus: Neben der Burg aus dem 12. Jahrhundert lässt sich auch die ältere Befestigungsgeschichte in den Blick nehmen.

Orgel und Glasfenster in der Église Saint Materne

Die Église Saint Materne bietet weitere konkrete Anknüpfungspunkte für Kulturinteressierte. Sie besitzt die einzige Callinet-Orgel des Tals und eine der wenigen Callinet-Orgeln im Bas-Rhin. Ihr Instrumentalteil wurde 1978 in das Verzeichnis der historischen Denkmäler aufgenommen. Auch die acht Buntglasfenster erzählen eine eigene Entstehungsgeschichte: Die Werkstatt Ott aus Straßburg fertigte sie 1906 an. Orgel und Fenster setzen unterschiedliche Akzente – hier die regionale Seltenheit des Instruments, dort die Arbeit einer Straßburger Werkstatt aus einem bestimmten Jahr.

Rätselrunde durch Neubois

Die Balade ludique à Neubois führt als Dorfrundgang mit Rätseln und dem Sammeln von Hinweisen durch den Ort. Sie beginnt am Rathaus, ist 2,4 Kilometer lang und dauert 2,5 Stunden. Für die Zeitplanung zählt daher nicht allein die Streckenlänge: Der Rundgang ist als eigener Zeitblock zu berücksichtigen. Drei Versionen richten sich an Kinder von 4 bis 12 Jahren und an Familien; zugleich richtet sich das Angebot an alle Zielgruppen. Da sich Routendetails ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Reise. Auch die Verfügbarkeit des Faltblatts sollten Sie vorab bestätigen.

Marienverehrung und Erscheinungstradition

Die Marienverehrung in Neubois zieht weiterhin Pilger aus der näheren Umgebung und von weiter her an. Der Erscheinungsort liegt in der näheren Umgebung von Neubois. Auf der Lichtung des Erscheinungsortes in der näheren Umgebung befinden sich eine Kapelle, ein großes Kreuz und ein Kreuzweg mit zwölf Stationen. Etwa zwei Kilometer von Neubois entfernt erinnert eine renovierte Waldkapelle nahe der Quelle „Mudergottes Brennela“ Spaziergänger und Pilger an die örtliche Erscheinungstradition. Diese Orte geben dem Besuch neben den Bau- und Kunstwerken einen religiösen und traditionsgeschichtlichen Schwerpunkt.

Ausblicke und Zugang zum Château

Der Rundweg zum Château du Frankenbourg bietet Ausblicke auf das Tal von Villé, das Val d’Argent, Sélestat und die elsässische Ebene. Für die Besuchsplanung ist zugleich eine konkrete Zugangsbeschränkung wichtig: Seit einer kommunalen Anordnung vom 30. April 2025 ist der Zugang zum Weg zum Eingang des Château du Frankenbourg und zur Plattform des Bergfrieds bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit verboten. Prüfen Sie die örtliche Regelung vor einem Besuch nochmals.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.

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