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Schiltigheim verbindet Brauereigeschichte mit einem Rundgang durch verschiedene Epochen der Stadtarchitektur. Der Chemin du Patrimoine ist ein etwa 3 km langer Kulturerbe-Rundgang mit 14 Stationen. Hinzu kommen die Ferme Linck mit ihren Ausstellungen und die Roseraie mit Rosen, Wasserbecken und Sitzplätzen. So stehen unterschiedliche Interessen im Mittelpunkt: ein selbstständiger Rundgang, einzelne Zeugnisse der Industriegeschichte oder ein Gartenbesuch. Wenn Sie ein Hotel in Schiltigheim suchen, bietet diese Themenvielfalt einen Anhaltspunkt dafür, worauf Sie Ihren Aufenthalt ausrichten möchten.

Schiltigheim zu Fuß über seine Baugeschichte entdecken

Der Chemin du Patrimoine führt durch den Vieux Schilick und zeigt Fachwerkhäuser des 17. Jahrhunderts, Gebäude des Jugendstils oder der Moderne sowie ehemalige Gasthäuser. Statt nur eine Epoche in den Blick zu nehmen, vermittelt der Rundgang damit verschiedene Kapitel der Baugeschichte Schiltigheims. Er kann selbstständig begangen werden. An jeder Station stehen Informationstafeln bereit; Materialien gibt es auf Französisch, Englisch und Deutsch. Die Audioversionen sind zusätzlich auf Elsässisch verfügbar.

Die ungefähre Länge von 3 km und die 14 Stationen geben dem Rundgang einen klaren Umfang. Wer sich für die Stadtgeschichte interessiert, kann den Weg als eigenständigen Schwerpunkt der Entdeckung wählen und dabei den Wechsel zwischen Fachwerk, Jugendstil und moderner Architektur beachten. Die ehemaligen Gasthäuser ergänzen diesen Blick um weitere Zeugnisse der örtlichen Baugeschichte.

Ferme Linck: vom Wohnhaus zur Wagnerwerkstatt

Die Geschichte der Ferme Linck reicht bis 1675 zurück. Damals gab Georg Freyss den Bau eines Wohnhauses in Auftrag. Um 1897 wurde die Ferme in eine Wagnerwerkstatt umgewandelt, die bis etwa 1963 betrieben wurde. Heute finden dort mehrere Ausstellungen zum historischen Erbe der Industriestadt Schiltigheim statt. Wohnhaus, Handwerksbetrieb und Ausstellungen stehen so für unterschiedliche Phasen der Nutzung des Ortes. Wenn Sie die Ausstellungen gezielt einplanen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Brauereierbe zwischen Denkmal und Produktionsgeschichte

Die Ancienne Brasserie de L’Espérance, auch Brasserie Heineken genannt, liegt in der 10 rue Saint-Charles. Teile der Anlage sind als historisches Denkmal eingetragen, andere Teile als historisches Denkmal klassifiziert. Zum geschützten Komplex gehören die Brauereihalle, der Eingang des Wasserturms, das Mosaik im ehemaligen Eingang des Arbeiterheims, der Eingang des früheren Verwaltungsgebäudes mit Glasfenster, Keller sowie das Restaurant „La taverne des brasseurs“. Die Brauereihalle wurde durch Erlass vom 13. April 2026 als historisches Denkmal klassifiziert. Die genannten Bestandteile reichen von Elementen der Brauerei bis zu Bereichen des früheren Arbeiter- und Verwaltungsumfelds.

Auch die ehemalige Ancienne grande brasserie de la Patrie Schutzenberger gehört zur Industriegeschichte des Orts. Sie wurde 1740 gegründet und befindet sich in der 8 rue de la Patrie. Auf dem Gelände sind Gebäude aus der Bierproduktionskette erhalten, darunter Mälzerei, Kesselhaus, Maschinenhaus und das erste Herrenhaus. Die erhaltene Brauerei gilt als bemerkenswertes Zeugnis des regionalen industriellen und technischen Erbes sowie als eines der letzten repräsentativen Beispiele für die Industrialisierungsphase der elsässischen Brauereien.

Regionalistische Architektur und Rosengarten

Mit der Villa Scheyder kommt ein anderer architektonischer Schwerpunkt hinzu. Sie wurde 1906 für ihren ersten Eigentümer und Architekten Franz Scheyder im Rahmen der Heimatschutzbewegung und ihres regionalistischen Architekturansatzes errichtet. Die Villa in der 55 route du Général de Gaulle wurde durch Erlass vom 7. Juli 2022 vollständig als historisches Denkmal eingetragen. Im Unterschied zu den Brauereibauten steht hier die regionalistische Architektur im Mittelpunkt.

Die Roseraie ergänzt die Bau- und Industriegeschichte um Gartenbau. Zwischen 1926 und 1929 legte eine Gruppe von Eisenbahnern, die Rosen liebten, den Garten an. Er umfasst mehr als 4.000 Rosenstöcke in 390 verschiedenen Sorten. Springbrunnen und Becken mit Wasserpflanzen und Fischen gehören ebenso dazu wie Bänke und Lauben, auf denen Sie im Schatten ausruhen können. Damit bietet die Roseraie einen weiteren Schwerpunkt für die Auswahl dessen, was Sie in Schiltigheim entdecken möchten.

Fête de la Bière im August

Die traditionelle Fête de la Bière findet jedes Jahr am ersten Augustwochenende auf dem Place Alfred Muller vor dem Hôtel de Ville statt. Zum Fest gehören zahlreiche Aktivitäten rund um Bier und Brauereierbe, traditionelle Speisen und Snacks sowie eine Auswahl an Bieren lokaler Brauereipartner. Die beteiligten Brauereien können wechseln. Wenn Sie Ihren Aufenthalt mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die Termine für das betreffende Jahr.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.

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