Die steinerne Sainte-Brigide-Kirche von 1766, ein Gemeindewaschhaus mit fließendem Quellwasser und ein sieben Kilometer langer Rundweg geben Berrwiller zwei unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Baugeschichte und eine Wanderung durch die Landschaft. Sie können den Ort über seine historischen Bauwerke kennenlernen oder Zeit für die Runde durch Wald und Weinberge einplanen.
Baugeschichte vom Waschhaus bis zum Schloss
Die heutige steinerne Sainte-Brigide-Kirche wurde 1766 anstelle einer älteren Holzkirche errichtet. Der Vorgänger war baufällig geworden und zu klein; beides erklärt den Neubau. Das Gemeindewaschhaus entstand 1885. Seine Becken sind erhalten, und noch heute fließt Wasser aus einer gefassten Quelle hinein. Kirche und Waschhaus erzählen so auf unterschiedliche Weise von Veränderung und Erhalt: Die eine ersetzte einen zu klein gewordenen Vorgänger, beim anderen blieben die Becken erhalten.
Auch das Pfarrhaus verbindet Berrwillers Baugeschichte mit dem Château de Weckenthal. Das für das 18. Jahrhundert typische Pfarrhaus wurde 1730 teilweise aus Steinen des Château errichtet. Dieser Materialbezug macht die Wiederverwendung von Schlosssteinen in einem anderen historischen Gebäude nachvollziehbar.
Die Geschichte des Château de Weckenthal reicht über mehrere Ausbaustufen. Es wurde mit zwei Türmen wiederaufgebaut und 1522 von Anastase de Waldner restauriert und erweitert. Danach besaß es vier Türme und war von einem dreifachen Graben umgeben. Die erhaltenen Reste bilden ein unvollständiges Quadrat aus Sandsteinmauern, die nicht über das Bodenniveau hinausragen; ein Graben umgibt sie. Die frühere Anlage und die heutige Form der Reste sind damit zwei verschiedene Perspektiven auf die Burg.
Wandern durch Wald, Weinberge und Geschichte
Der sieben Kilometer lange Rundweg „Sur les hauteurs de Berrwiller“ gilt als familiengeeignet und ohne besondere Schwierigkeiten. Er führt durch Wald und Weinberge und bietet Ausblicke auf die Vogesen, Berrwiller und die elsässische Ebene. Zum Rundgang gehören auch Möglichkeiten, Überreste des Ersten Weltkriegs und schöne Oratorien zu entdecken. Damit verbindet die Route Landschaft und historische Zeugnisse, ohne dass dafür ein längerer Weg angesetzt werden muss.
Start und Ziel liegen an der Route de la Forêt am Ortseingang von Hartmannswiller. 500 Meter weiter am Waldrand stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung; prüfen Sie die Parksituation vor Ihrer Tour. Diese Orientierung hilft, den Rundweg als eigenen Programmpunkt zu planen und den genannten Ausgangspunkt von der Lage der Parkmöglichkeiten zu unterscheiden.
Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Eine 2025 veröffentlichte Beschreibung zur 47. „Marche Populaire Internationale“ nennt Strecken von 5, 11 und 21 Kilometern. Sie führen durch die Weinberge und am Osthang des Vieil Armand entlang. Die unterschiedlichen Streckenlängen bieten eine konkrete Wahl zwischen kürzeren und längeren Distanzen; genaue Veranstaltungstermine variieren.
Für 2025 war die Humpafascht als 47. Ausgabe vorgesehen. Das damals angekündigte Programm umfasste ein Johannisfeuer mit Feuerwerk und eine „Marche gourmande“, also eine kulinarische Wanderung. Der jährlich stattfindende Berr’Noël setzt einen anderen Akzent: Dazu gehört ein Weihnachtsmarkt mit örtlichen Erzeugern, Handwerkern und Vereinen. Wenn Sie Ihre Reise an einer Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine und das jeweilige Programm, bevor Sie danach planen.
Weitere Reiseziele entdecken: Steinbach, Dannemarie, Heidwiller, Ottmarsheim, Sewen, Thannenkirch, Morschwiller-Le-Bas, Wattwiller
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.