Zum Inhalt

Issenheim verbindet das Erbe der Antoniner mit Kirchen- und Industriearchitektur. Auch die Landschaft prägt die Ortswahl: Issenheim liegt am Ausgang des Lauchtals, am Fuß der untervogesischen Hügel und etwa 2 km von Weinbergen und der Elsässischen Weinstraße entfernt. Für Ihre Reiseplanung bieten sich damit verschiedene Schwerpunkte – von der Geschichte des Retable d’Issenheim bis zu den Möglichkeiten im regionalen Umfeld.

Das Erbe der Antoniner in Issenheim

Das Retable d’Issenheim wurde zwischen 1512 und 1516 für die Antoninerkommende in Issenheim geschaffen. Heute ist es weiterhin in der Kapelle des Musée Unterlinden ausgestellt. Auf dem Vorplatz der Antoninerkirche erinnert ein vergoldetes Tau an den früheren Standort des Retable d’Issenheim. So lässt sich das Werk sowohl mit seiner Entstehungsgeschichte als auch mit einem konkreten Ort in Issenheim verbinden. Prüfen Sie vor Ihrer Planung die aktuellen Besuchsinformationen des Museums.

Das Espace muséographique du couvent des Antonins zeigt die Geschichte des Antoninerordens und eine verkleinerte Reproduktion des Retable. Deren Tafeln lassen sich öffnen und handhaben; dadurch ist auch die Veränderung zwischen den geöffneten und geschlossenen Ansichten nachvollziehbar. Die Besuchsarrangements können sich ändern, informieren Sie sich deshalb vor einem Besuch über die aktuellen Möglichkeiten.

Zur Geschichte des Ordens gehört auch die Maison Saint-Michel. Sie bewahrt das Portal des ehemaligen Antoninerklosters; ihre Gewölbeschlusssteine stellen den heiligen Antonius und die heilige Veronika dar. Die Geschichte der Maison Saint-Michel steht außerdem mit einer Präzeptorei des Ordens vom heiligen Antonius in Verbindung, die 1277 in Issenheim gegründet wurde. Diese Verbindung ergänzt die Kunstgeschichte um einen Blick auf das religiöse Erbe des Ortes, ohne beide Orte gleichzusetzen.

Kirchen und Industriebauten

Die heutige Pfarrkirche Saint-André wurde 1826 errichtet, nachdem die frühere Pfarrkirche 1823 wegen Baufälligkeit abgerissen worden war. In Saint-André können Besucher eine Callinet-Orgel aus dem 19. Jahrhundert bewundern. Baugeschichte und Orgel setzen dabei unterschiedliche Akzente: Die Daten erzählen vom Neubau der Kirche, während die Orgel als historische Ausstattung ins Auge fällt.

Ein weiteres architektonisches Thema ist die Ancienne filature Gast. Eine Fassadenpartie mit Büros ist im neotudorischen Stil gestaltet. Die rechteckig angelegte Werkhalle besitzt eine Struktur aus gusseisernen Säulen, die Kreuzgratgewölbe mit Oberlichtern trägt. Zur Villa Gast gehört eine andere Seite der Industriegeschichte: Sie zählt zu den Villen wohlhabender Industrieller in Issenheim, die mit großen Gärten angelegt wurden. Zusammen betrachtet stehen hier unterschiedliche Bauformen nebeneinander – vom Kirchenbau über die Fabrikhalle bis zur Villa.

Landschaft und regionale Aktivitäten

Die Naturlandschaft am Ausgang des Lauchtals wird von der Elsässischen Ebene, dem Vogesenmassiv und dessen Vorland geprägt. Zugleich liegt Issenheim am Fuß der untervogesischen Hügel, etwa 2 km von Weinbergen und der Elsässischen Weinstraße entfernt. Diese Angaben beschreiben zwei Seiten der Lage: den Übergang zwischen Ebene und Vogesen sowie die Nähe zu Weinbergen und Weinstraße.

Im regionalen Umfeld von Issenheim bietet der Grand Ballon je nach Jahreszeit Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren, Reiten und Schneeschuhwandern. Das Spektrum reicht damit von Aktivitäten ohne Schnee bis zum Schneeschuhwandern; konkrete Bedingungen und Routenverfügbarkeit können sich ändern. Prüfen Sie diese, wenn Sie eine bestimmte Unternehmung planen.

Für die Wahl Ihres Reiseschwerpunkts sind die Themen klar zu unterscheiden: In Issenheim stehen Antoniner-Geschichte, Kirchen und bauliches Erbe im Mittelpunkt; der Grand Ballon ergänzt die regionale Perspektive um Freizeitmöglichkeiten im Freien. So können Sie vor der Suche nach einer Unterkunft überlegen, ob Sie vor allem die Kulturgeschichte des Ortes oder auch Aktivitäten in der umgebenden Region einbeziehen möchten.

Anreise und Orientierung

Issenheim ist über die überregionalen Straßen RD83 und RD430 angebunden. Die RD83 verbindet Belfort mit Colmar, die RD430 Guebwiller mit Mulhouse. Die nächstgelegenen Bahnhöfe liegen in Bollwiller und Rouffach; beide sind etwa 6 km von Issenheim entfernt. Damit stehen für die Anreise unterschiedliche Orientierungspunkte zur Verfügung: benannte Straßenverbindungen und zwei Bahnhöfe in ungefähr gleicher Entfernung. Prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Verbindung und Bahnhofsverfügbarkeit sowie die jeweiligen Routenbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bitschwiller-Lès-Thann, Westhalten, Ranspach-Le-Bas, Hunawihr, Colmar, Durrenentzen, Wahlbach, Ostheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.