Das Musée des métiers du bois in Labaroche widmet sich dem Baum im Wald und der Holzbearbeitung vom späten 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Das Thema verbindet den natürlichen Ausgangspunkt Holz mit seiner Verarbeitung in einer klar umrissenen historischen Epoche.
Holzhandwerk und Baugeschichte
Auch die Chapelle Saint-Wandrille bietet einen geschichtlichen Schwerpunkt. Sie wurde 1888 und 1889 wiederaufgebaut, während der beiden Weltkriege schwer beschädigt, von Gemeindemitgliedern restauriert und 1978 wieder für den Gottesdienst geöffnet. Zugleich ist sie das einzige dem heiligen Wandrille geweihte Heiligtum im Elsass.
Zu ihrer Architektur gehören eine Vordergiebelwand aus behauenen Steinen mit Vorhalle, drei dreiblättrige Spitzbogenfenster, ein hölzerner Dachreiter mit Glocke und ein Schieferdach. Die unterschiedlichen Elemente geben der Kapelle einen klaren architektonischen Charakter: Fassade, Fenster, Glockenträger und Dach lassen sich jeweils für sich betrachten.
Angoraziegen und Mohair
Die Ferme à La Bassette ist ein pädagogischer Bauernhof in Labaroche. Dort werden etwa 80 Angoraziegen zur Mohairproduktion gehalten; die Herdengröße kann sich verändern. Der Hof empfängt regelmäßig Gruppen und Familien und stellt ihnen die Tiere, die Zucht und die Mohairprodukte vor. Im Unterschied zum Museum, das Holzbearbeitung als historisches Thema behandelt, vermittelt der Hof Zucht und Mohair anhand der Tiere und der Produkte.
Aussicht und Wanderwege
Der kleine Gipfel des Gestion liegt auf 876 Metern und bietet Ausblicke auf das Pays Welsche und die Hautes Vosges. Damit ist er ein klar benannter Aussichtspunkt für alle, die sich für diese beiden Blickziele interessieren.
Das kommunale Wanderwegenetz verfügt über fünf Ausgangspunkte in der Nähe verschiedener Parkplätze der Gemeinde. Ein kommunales Bulletin von 2015 beschrieb die markierten Rundwanderwege als öffentlich zugänglich und als Möglichkeit, die abwechslungsreichen Landschaften der Gemeinde zu entdecken. Wenn Sie heute eine Tour planen, prüfen Sie aktuelle Hinweise zur Zugänglichkeit und die Parkplatzsituation.
Eine besondere Wanderoption ist die spielerische Tour „balade ludique - le château du Hohnack“: Familien können dabei altersgerechte Rätsel lösen. Sie verbindet das Wandern mit einer Rätselaufgabe und unterscheidet sich damit von einem Ausflug, bei dem vor allem der Landschaftsblick im Mittelpunkt steht.
Rundkurs und Château du Hohnack
Der Mountainbike-Rundkurs „Circuit VTT 8 – le tour de Labaroche“ beginnt in La Place, führt über Giragoutte und an der Croix de Wihr vorbei, verläuft nahe dem Château du Hohnack und führt anschließend nach Moreyfontaine hinab.
Das Gelände des Château du Hohnack ist jederzeit sichtbar, der Zugang in die Burganlage ist jedoch verboten. Da sich physische Einschränkungen bei Wartungsarbeiten ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Zugangsregelung.
Für die Aufenthaltsplanung unterscheiden sich die Möglichkeiten deutlich: Museum und Kapelle setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei Handwerk, Architektur und Geschichte; Hofbesuch, Aussicht, Rätselwanderung und Mountainbike-Runde bieten verschiedene Formen der Beschäftigung. So können Sie entscheiden, ob Kultur, Tiere, Landschaftsblick oder Bewegung Ihren Aufenthalt in Labaroche prägen soll.
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