Rixheim verbindet die Geschichte der Commanderie mit einer großen Sammlung zur Tapetengestaltung und markierten Fußwegen. Dazu kommen historische Rundgänge und Grünanlagen mit eigenen Details. Für die Planung lohnt es sich, die unterschiedlichen Schwerpunkte zu berücksichtigen – und beim Parc de la Commanderie auch die saisonalen Zugangszeiten.
Commanderie und Tapetengeschichte
Das Musée du Papier Peint befindet sich im rechten Flügel der Commanderie de Rixheim und ist als Musée de France anerkannt. Die Commanderie wurde zwischen 1733 und 1745 auf Initiative des Komturs Philippe de Montjoie errichtet. Sie zeugt von der früheren Präsenz des Deutschen Ordens im Elsass und wurde 2011 als Monument historique eingestuft. 1797 wurde in der Commanderie eine Tapetenfabrik eingerichtet; das Museum öffnete 1983.
Die Sammlung umfasst mehr als 100.000 Objekte: von bedruckten Papieren des 18. Jahrhunderts bis zu jüngeren Gestaltungen. Damit reicht ihr zeitlicher Bogen über frühe Tapeten hinaus. Auch Sammlungen der Manufacture Zuber et Cie werden im Museum bewahrt. Wer sich für Gestaltung interessiert, findet hier also nicht nur ein einzelnes historisches Kapitel, sondern eine Sammlung mit einer breiten zeitlichen Spanne.
Ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte ist der historische Rundgang durch Rixheim. Seine Materialien sind auf Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar; der Rundgang umfasst 24 pädagogische Tafeln. Sie stellen unter anderem die Commanderie, den Friedhof, die ehemalige Schmiede und die Kirche vor. Gegenüber dem Museum steht hier nicht eine Sammlung im Mittelpunkt, sondern die Geschichte verschiedener Orte und Themen in Rixheim.
Gärten und saisonaler Zugang
Der Parc de la Commanderie ist vom 1. Mai bis zum 30. September sonntags und an Feiertagen jeweils von 14 bis 18 Uhr öffentlich zugänglich. Der Zugang erfolgt über den Parkplatz de la Jumenterie in der Rue du Temple. Prüfen Sie diese Zeiten vor Ihrem Besuch. Zum Park gehören ein Landschaftsgarten, ein Nutzgarten mit Rosengarten und Gewächshäusern sowie ein Obstgarten. Das Gewächshaus im Parc wurde 2015 originalgetreu restauriert.
Eine andere Gestaltung zeigt der Jardin de la Fraternité. Zu seinen Elementen gehören ein gepflasterter Weg, eine schattige Agora und ein Olivenbaum. Hinzu kommt eine Skulptur einer offenen Hand, die die Erde trägt. Damit bietet der Garten ein anderes Motiv als die Tapetensammlung oder die historischen Tafeln: Hier prägen Weg, Aufenthaltsort und Skulptur die Gestaltung.
Fußwege und Orientierung
In Rixheim gibt es markierte Fußwege für Familienausflüge und sportliche Wanderungen; sie sind ganzjährig zugänglich. Die Bedingungen einzelner Wege können sich ändern. Die fünf Fußwege der Pierre-LAVE-Routen haben jeweils am Start des Rundwegs eine Tafel mit praktischen Informationen und historischen Hinweisen zu Rixheim. Das unterscheidet sie vom historischen Rundgang mit seinen 24 pädagogischen Tafeln: Bei Pierre-LAVE stehen Informationen direkt am jeweiligen Start bereit, während der historische Rundgang mehrere Orte und Themen aufgreift. So können Sie danach wählen, ob Ihnen die Einstiegshinweise eines Rundwegs oder die breitere Ortsgeschichte wichtiger sind.
Das Musée du Papier Peint ist mit der Buslinie 11 bis zur Haltestelle Commanderie erreichbar. Da sich Angaben zum öffentlichen Verkehr ändern können, prüfen Sie den aktuellen Busservice vor der Reise.
Weitere Reiseziele entdecken: Soppe-le-Bas, Riquewihr, Goldbach-Altenbach, Ferrette, Soultz-Haut-Rhin, Beblenheim, Oberlarg, Orschwihr.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.