Zum Inhalt

Der Zusatz „aux-Mines“ im Ortsnamen Sainte-Croix-aux-Mines verweist auf den früheren Abbau von Silber und anderen Metallen in Grandmont, La Herrschaft und La Stimbach. Auch das Carreau minier du Samson gehört zum Bergbauerbe; es ist seit dem 18. Oktober 1989 als historisches Denkmal geschützt. Ein weiterer Bergbauzusammenhang führt zum Hury-Massiv: Die Entdeckung von Steinkohlebergwerken dort machte den Bau der Pont de la Timbach erforderlich. Die schlichte Brücke besitzt drei Korbbögen aus rosafarbenem Sandstein.

Bergbau und frühere Gewerbe

Wasser begünstigte früher die Wirtschaft in Sainte-Croix-aux-Mines. Zu den Tätigkeiten gehörten zahlreiche Mühlen, Papierherstellung, Spinnerei und das Färben von Stoffen. Die Scierie Vincent bewahrt ihre Maschinen, um Besuchern die frühere Produktionskette zu zeigen. Auch die originalen Werkzeuge sind erhalten und als historische Denkmäler geschützt. Wenn Sie die Sägemühle besuchen möchten, prüfen Sie die Besuchsmöglichkeiten gesondert.

Kirchen, Burg und Kapelle

Die Église Saint-Nicolas geht auf eine 1762 errichtete Kirche zurück. Ihr zwiebelförmiger Glockenturm steht für die lothringische Seite des Tals. Ab 1824 wurden nach Plänen des Colmarer Architekten Jean Benjamin Kuhlmann ein größeres Langhaus und ein größerer Chor errichtet. Zur Ausstattung gehört die erste im Val d’Argent installierte Orgel: Joseph Callinet baute sie 1834 ein. Architekturgeschichte und Orgelgeschichte geben der Kirche damit unterschiedliche historische Schwerpunkte.

Das Château fort de Haut-Echery liegt nordwestlich der Ortschaft auf einem Felssporn. Der Herzog von Lothringen gründete die Burg und gab sie den Adligen von Echery zu Lehen; erstmals erwähnt wurde sie 1250. Heute ist sie eine nicht zugängliche Ruine. Sichtbar ist nur die Stützmauer der Kapelle mit ihren kräftigen Strebepfeilern. Wenn Sie eine Annäherung einplanen, prüfen Sie zuvor die örtliche Situation.

Auch die Chapelle Saint-Blaise erzählt von Erhaltungsarbeit: Sie wurde restauriert und erhielt ihren Dach-Campanile zurück. Einen großen Teil der Restaurierungsarbeiten führten Freiwillige aus.

Villa Burrus und Besuchsplanung

Die Villa Burrus wurde Anfang der 1930er-Jahre von André Burrus errichtet, einem Tabakindustriellen in Sainte-Croix-aux-Mines und Cousin von Maurice Burrus. Die Villa ist frei zugänglich; nach Vereinbarung wird außerdem die Führung „Laissez-vous conter le patrimoine des Burrus“ im Rahmen der Besichtigungen des Pays d’Art et d’Histoire du Val d’Argent angeboten. Zur Anlage gehört ein 3,2 Hektar großer Park mit mehreren Dutzend Baumarten und thematischen Gärten. Dazu zählen Gärten mit aromatischen und Heilpflanzen, ein Gemüsegarten und ein Rosengarten. Die Gartengestaltung kann sich im Laufe der Zeit verändern.

Am Etang de pêche de Sainte-Croix-aux-Mines war der Platz 2023 für die Öffentlichkeit ausschließlich mittwochs geöffnet; Angeln war nur in Anwesenheit eines Mitarbeiters möglich. Angelgerät wurde vor Ort bereitgestellt, außerdem stand eine Erfrischungsbar zur Verfügung. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungstage und Zugangsbedingungen.

Für die Planung unterscheiden sich die Besuchsbedingungen deutlich: Beim Château fort ist kein Zugang möglich, bei der Villa Burrus gibt es freien Zugang und eine Führung nach Vereinbarung. Für die Scierie sollten Sie Besuchsmöglichkeiten gesondert prüfen; die Angaben zum Angelteich beziehen sich auf 2023. So können Sie die Auswahl der Besuche an ihren jeweiligen Bedingungen ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Illfurth, Rixheim, Orbey, Wettolsheim, Eschbach-Au-Val, Oderen, Bréchaumont, Jungholtz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.