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Wer sich für die Geschichte von Thermalorten und für sakrale Baukunst interessiert, findet in Soultzbach-Les-Bains beides. Die Badegeschichte reicht vermutlich bis zu einer Badeanstalt namens Badehus im 15. Jahrhundert zurück. Spätere Bauphasen und Kunstwerke lassen sich an konkreten Jahreszahlen einordnen. So eröffnet der Ort mehrere historische Perspektiven, ohne dass sich seine Geschichte auf eine einzige Sehenswürdigkeit beschränkt.

Von der Badeanstalt zum Thermalhotel

In Soultzbach-les-Bains bestand vermutlich bereits ab dem 15. Jahrhundert eine Badeanstalt namens Badehus. Das Thermalgebäude wurde 1847 in ein Thermalhotel umgewandelt. 1854 empfingen die Bäder 180 bis 200 Patienten. Zusammen zeigen diese Stationen die Entwicklung vom möglichen frühen Badebetrieb zum Thermalhotel des 19. Jahrhunderts; die frühe Datierung bleibt dabei ausdrücklich unsicher.

Das ehemalige Thermalbad und die Abfüllanlage der Source Gonzenbach werden heute als Wohnhaus genutzt. Diese heutige Nutzung unterscheidet die Gebäude von einem ohne Weiteres zugänglichen Ausflugsziel. Klären Sie den Zugang vor einem Besuch. Wer die Badegeschichte erkundet, kann so zwischen der früheren Funktion der Gebäude und ihrer heutigen Nutzung unterscheiden.

Kapelle, Pfarrkirche und Bauphasen

Die Kapelle Sainte-Catherine hat einen rechteckigen Grundriss und eine dreiseitige Apsis; sie könnte aus dem 15. Jahrhundert stammen. Grundriss und Apsis beschreiben die Form des Bauwerks, während die Datierung als Möglichkeit bestehen bleibt. Das macht die Kapelle zu einem eigenen Anhaltspunkt neben der Thermalgeschichte. Als Apsis bezeichnet man den meist halbrunden oder polygonalen Abschluss eines Bauwerks; bei Sainte-Catherine ist dieser Abschluss dreiseitig.

Die Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste steht außerhalb der ehemaligen befestigten Stadt. Ihr Chor ist auf 1514 datiert. In der Kirche befindet sich außerdem ein Wandtabernakel aus dem späten 15. Jahrhundert: Es wird vom heiligen Christophorus getragen und ist von Engeln umgeben. Das Langhaus wurde 1738 wiederaufgebaut und erweitert; 1832 wurde die Kirche renoviert. Kunstwerk, Chor und Langhaus verweisen damit auf unterschiedliche Zeitabschnitte, statt eine einzige Bauphase zu beschreiben. Der Tabernakel ist älter als der Chor von 1514; Wiederaufbau und Erweiterung des Langhauses folgten im 18. Jahrhundert.

Auch die Stätte des Stadtschlosses gehört zur örtlichen Denkmalgeschichte: Sie wurde 2010 in das Zusatzinventar der historischen Monumente aufgenommen.

Geschichte entlang eines Rundgangs

Ein historischer Rundgang mit 16 Tafeln beginnt an der Kirche Saint-Jean-Baptiste und führt am Ufer des Krebsbachs entlang. Das verbindet einen möglichen Startpunkt an der Kirche mit einem Abschnitt am Fluss. Erkundigen Sie sich vor dem Aufbruch, ob der Rundgang aktuell zugänglich ist. So können Sie die historische Route in Ihre Planung einbeziehen, ohne ihre gegenwärtige Zugänglichkeit vorauszusetzen.

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