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Turckheim lässt sich über seine mittelalterlichen Stadttore, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und die Weinlandschaft entdecken. Die Stadt hat drei Tore und bedeutende Reste ihrer Stadtmauer bewahrt. Hinzu kommen ein Memorialmuseum, Angebote rund um den Wein und Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wenn Sie für einen Aufenthalt Kultur und Wein verbinden möchten, finden Sie hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte – von historischen Bauwerken bis zu Spaziergängen durch die Weinberge.

Stadttore mit unterschiedlichen Aufgaben

Die drei Tore erzählen nicht dieselbe Geschichte. Die Porte de Munster wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Ihre mit Jakobsmuscheln verzierten Fenster lassen eine Station auf dem Weg nach Santiago de Compostela vermuten. Das ist eine mögliche Deutung der Gestaltung, keine bestätigte Ausweisung als Pilgerroute.

Die Porte du Brand hatte unter den drei Toren die ausgeprägteste Verteidigungsfunktion. Zu ihrer damaligen Ausstattung gehörten eine Zugbrücke über einen Graben und ein Fallgatter. Die Porte de France steht für einen anderen Schwerpunkt: Ihr unterer Teil stammt aus dem Jahr 1330, und ursprünglich diente das Tor vor allem dem wirtschaftlichen Austausch Turckheims mit der Schweiz. Im Vergleich werden so drei Aspekte greifbar: Baugeschichte, Verteidigung und Handel.

Auch in der Kirche von Turckheim gibt es ein historisches Detail: Dort befindet sich eine 1755 erbaute Silbermann-Orgel. Wer sich für Architektur und historische Ausstattung interessiert, kann diese Station neben den Toren in den Blick nehmen.

Ein Museum zur Geschichte der Colmarer Kämpfe

Das Musée Mémorial des Combats de la Poche de Colmar ist in einem Kellergewölbe aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet. Während des Zweiten Weltkriegs diente dieses Gewölbe den Einwohnern Turckheims als Schutzraum. Die Sammlung von Objekten erzählt die Geschichte der Schlacht um den Colmarer Brückenkopf. Damit verschiebt sich der historische Schwerpunkt von der mittelalterlichen Stadtbefestigung zu den Kämpfen des 20. Jahrhunderts.

Eine weitere historische Erfahrung bietet der Nachtwächter von Turckheim: Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober führt er jeden Abend um 22 Uhr seine Runde. Prüfen Sie vor einem Besuch den Zeitplan für 2026, wenn Sie diesen Termin einplanen möchten.

Weinproben und saisonale Angebote

Das Gebiet von Turckheim weist eine große Vielfalt an Terroirs auf, in denen elsässische Rebsorten gedeihen. Bei Weinproben in der Cave de Turckheim erläutern fachkundige Berater die Weine. Zum saisonalen Programm gehören außerdem thematische Weinproben und Ausstellungen; im Sommer werden Spaziergänge durch die Weinberge angeboten. So lässt sich das Weinthema entweder bei einer Probe oder draußen auf einem Spaziergang aufgreifen. Informieren Sie sich vor der Reise über die aktuellen Modalitäten und Termine der Angebote.

Zwei Wege, zwei Schwerpunkte

Der Sentier du Dragon ist ein Weinbergsweg in Turckheim; seine Begehung dauert zwei Stunden. Für den Weg stehen kostenlose Parkplätze für Autos zur Verfügung. Da sich dieses Angebot ändern kann, prüfen Sie die Situation am besten vor Ort.

Der Sentier des Toits setzt einen anderen Akzent: Er führt an den Stadtmauern von Turckheim entlang und bergauf zu einem Aussichtspunkt. Für die Wahl zwischen den Wegen bietet sich damit ein klarer Vergleich: Der Sentier du Dragon verbindet Weinbergslandschaft mit einer angegebenen zweistündigen Begehung; beim Sentier des Toits stehen die Stadtmauer und der Anstieg zum Aussichtspunkt im Mittelpunkt. Beide ergänzen die historischen Stationen um einen Weg, dessen Thema sich schon an seiner Beschreibung erkennen lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: Brunstatt, Orschwihr, Wegscheid, Morschwiller-Le-Bas, Niederhergheim, Village-Neuf, Stosswihr, Riedwihr

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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