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In Bourguignon-Lès-Morey lässt sich die Ortsgeschichte über mehrere Zeitschichten erschließen: von den unterbrochenen Besiedlungsphasen am neolithischen Camp über die Kirche Saint-Martin bis zur früheren Parzellenordnung der Weinberge. Die Maison du Patrimoine widmet sich den Ausgrabungen; zugleich gehört die Gemeinde zu einem benannten ZNIEFF-Gebiet. So stehen konkrete Kulturzeugnisse und ein landschaftlicher Naturbezug nebeneinander.

Archäologie in langen Zeiträumen

Das Camp néolithique de la Montagne de la Roche ist eine archäologische Stätte mit Ruinen und Überresten. Ein 480 Meter langer Wall ist mit einer befestigten Siedlung aus der Jungsteinzeit verbunden. Besiedelt war das Camp zwischen 4200 und 200 v. Chr.; dazwischen gab es längere Phasen des Verlassens. Die Zeitspanne steht deshalb nicht für eine durchgehende Nutzung, sondern schließt deutliche Unterbrechungen ein. Wall und Siedlungsbezug geben dem archäologischen Thema eine bauliche Dimension, während die Besiedlungsphasen einen weit längeren Zeitbogen eröffnen.

Ausgrabungen in der Maison du Patrimoine

In der Maison du Patrimoine werden Modelle, erläuternde Tafeln und Funde aus den Ausgrabungen präsentiert. Eine Ausstellung behandelt die gegen Ende des 20. Jahrhunderts durchgeführten Ausgrabungen. Ergänzend bemüht sich das Haus regelmäßig, eine thematische Ausstellung zu organisieren; Themen und Termine variieren. Das Ausstellungsprogramm kann sich ändern. Wenn eine zusätzliche Themenausstellung für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine. Die Ausgrabungsausstellung und mögliche weitere Themen sind dabei inhaltlich unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Saint-Martin: Wiederaufbau und neugotische Gestaltung

Die Kirche Saint-Martin bringt eine spätere Baugeschichte hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde sie auf den Ruinen der älteren Kirche wiederaufgebaut, die während Aufständen zerstört worden war. Der Bau ist neugotisch gestaltet und besitzt bemerkenswerte Buntglasfenster. So stehen Zerstörung und Wiederaufbau neben der Formensprache des 19. Jahrhunderts: Die Ruinen verweisen auf den Vorgängerbau, während Neugotik und Fenster die spätere Kirche kennzeichnen. Wenn Sie sich für Architektur interessieren, bietet Saint-Martin einen anderen zeitlichen Zugriff als das neolithische Camp.

Spuren der früheren Weinberge

Eine andere Art von Geschichte bewahren die zahlreichen „mûrgers“ in Bourguignon-Lès-Morey. Sie bilden die frühere Parzellenstruktur der Weinberge ab und geben damit einen Hinweis auf die Gliederung der damaligen Rebflächen. Im Vergleich zur Kirche, deren Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt ist, und zum Camp mit seiner Besiedlungschronologie stehen die mûrgers für ein Muster der früheren Landaufteilung. Die drei Themen unterscheiden sich also nicht nur durch ihr Alter, sondern auch durch das, was sie über den Ort erzählen: Siedlung, Baugeschichte und Weinbergparzellen.

Ein benannter Naturbezug

Das ZNIEFF-Gebiet „Forêts et pelouses de la Montagne de la Roche-Morey“ umfasst auch Bourguignon-Lès-Morey. Die offizielle ZNIEFF-Erfassung wurde 2013–2014 aktualisiert. Der Gebietstitel nennt Wälder und pelouses der Montagne de la Roche-Morey und ergänzt die historischen Themen um eine landschaftliche Perspektive.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Saône.

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