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Chargey-lès-Port lässt sich über seine Dorfgeschichte entdecken: Der historische Rundgang umfasst 17 Tafeln, die Geschichte und Entwicklung des Ortes durch die Jahrhunderte nachzeichnen. Kirchen, Kapelle, traditionelle Häuser und Erinnerungen an frühere Nutzungen ergänzen diesen chronologischen Blick. So gehören in Chargey-lès-Port unterschiedliche Formen des Kulturerbes zusammen: Bauwerke, historische Spuren und überlieferte Bräuche.

Ein Rundgang durch die Dorfgeschichte

Die 17 Tafeln geben dem Rundgang ein klares Thema: Sie zeichnen die Entwicklung des Dorfes über mehrere Jahrhunderte nach. Wenn Sie sich für den Wandel eines Ortes interessieren, finden Sie darin einen roten Faden, der über ein einzelnes Bauwerk hinausreicht. Die übrigen Zeugnisse ergänzen diesen Blick mit verschiedenen Bauformen, früheren Nutzungen und religiösen Erinnerungen.

Kapelle und Kirche: unterschiedliche Bauzeiten

Die Chapelle de la Roche war einst ein Oratorium der örtlichen Herrschaften. Sie liegt nahe dem Friedhof am Chemin de la Roche, einem Weg in Richtung Purgerot. Die heutige Kapelle wurde um 1860 neben dem älteren, vom Einsturz bedrohten Bau errichtet. Damit sind ein älterer, vom Einsturz bedrohter Bau und die heutige Kapelle als zwei Bauphasen voneinander zu unterscheiden. Die heutige Église Saint-Didier entstand zwischen 1780 und 1782. Im Vergleich zur später errichteten Kapelle liegt ihre Bauzeit mehrere Jahrzehnte früher; die beiden religiösen Bauwerke stehen damit für unterschiedliche Zeitpunkte der Dorfgeschichte.

Häuser, Dächer und Trockensteinunterstände

Zum ländlichen Kulturerbe gehört ein Renaissance-Haus mit Turm in der Impasse du Cornot. Es ergänzt die Sakralbauten um ein Beispiel ländlicher Architektur. Auch der traditionelle Baubestand erzählt von Bauweisen: Zahlreiche Häuser über steinernen Kellern waren früher mit Steinplatten, den sogenannten Laves, gedeckt. Laves bezeichnet hier die Steinplatten der früheren Dachdeckung. Wenn Sie die Bauformen vergleichen, steht das Renaissance-Haus als einzelnes benanntes Zeugnis den Häusern mit Laves-Dächern gegenüber, die eine wiederkehrende Bauform zeigen. Die cabanes de coucous sind Trockensteinunterstände, die traditionell Winzern dienten; in anderen Teilen der Franche-Comté werden sie cabordes genannt.

Historische Spuren und Obstkultur

Die 1385 erwähnte Windmühle von Chargey gilt als die älteste bislang bekannte Windmühle im Département Haute-Saône. Heute weist nur noch ein Flurname auf ihre Existenz hin. Sie gehört damit zu den historischen Spuren, die nicht mehr als Bauwerk sichtbar sind. Eine Darstellung aus dem Jahr 1789 beschreibt den gesegneten Kirschbaum als regelmäßige Station der Rogationsprozessionen, bei denen die Früchte der Erde gesegnet wurden. Während die Mühle über einen Flurnamen erinnert wird, macht die Kirschbaumüberlieferung einen früheren religiösen Brauch greifbar.

Wenn Sie neben Baugeschichte auch Obstkultur in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, ist der Verger de Sauvegarde ein anderer thematischer Akzent. Der Obstgarten ist für alle geöffnet; Einwohner können dort Äpfel, Pflaumen und Birnen pflücken.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Saône.

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