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Die Ortsgeschichte von Choisey lässt sich über verschiedene Zeitebenen erschließen: von einem archäologischen Fund nahe Les Champins über die Schlösser Château de Parthey und Château de Menthon bis zur Architektur und Ausstattung der Église Saint-Antoine. Hinzu kommt ein Rundgang zur Geschichte von Choisey mit erklärenden Tafeln. Für die Planung Ihres Aufenthalts ergibt sich eine klare Auswahl nach Interesse: frühe Geschichte, mittelalterliche Ereignisse, Schlossbau oder Kirchenkunst. Die Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte und lassen sich nach dem persönlichen Interesse gewichten.

Frühe Spuren und die Geschichte von Parthey

Die Hoguette de Choisey ist auf 5400–5300 v. Chr. datiert. Archäologen fanden sie 2009 nahe dem Kanal bei Les Champins. Damit beginnt der zeitliche Bogen der hier genannten Ortsgeschichte lange vor den Schlossbauten. Beim Château de Parthey führt die Datierung in eine spätere Epoche: Das Schloss soll um 1285 errichtet worden sein. Für seine Geschichte ist außerdem das Jahr 1479 wichtig. Während des Kriegs um die Annexion der Grafschaft unter Ludwig XI. wurde es teilweise niedergebrannt. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Hinweise: eine vermutete Bauzeit und ein konkret benanntes historisches Ereignis.

Auch der Schutzstatus gehört zu den Zeitangaben: Durch Erlass vom 7. November 2008 wurden das Château de Parthey und sein Park als historische Denkmäler eingetragen. Ausgenommen sind der Bauernhof und die Wirtschaftsgebäude südlich des Hauptgebäudes. Das Jahr 2008 bezeichnet die Eintragung, nicht die Errichtung. Bauannahme, Brand und Denkmaleintragung sind daher drei verschiedene Stationen in der Geschichte des Schlosses.

Schlossbau und kirchliche Kunst

Das Château de Menthon eröffnet einen anderen, späteren Bauzeitraum. Die Familie Richardot errichtete es ab 1701; seinen heutigen Vollendungszustand erreichte es 1787. Im Vergleich mit der vermuteten Bauzeit von Parthey um 1285 und dem Brand von 1479 steht hier eine längere Bauentwicklung im Mittelpunkt. Wenn Sie sich besonders für Architektur interessieren, bietet der Abstand zwischen Baubeginn und Vollendung einen anderen historischen Blick als ein einzelnes Ereignis wie der Brand von Parthey.

An der Église Saint-Antoine könnte die flache, gerade Chorabschlusswand aus dem 12. Jahrhundert stammen; sie weist schmale romanische Öffnungen auf. Die mögliche Datierung der Wand und die romanischen Öffnungen geben zwei unterschiedliche Hinweise: eine vorsichtig einzuordnende Zeitstellung und ein architektonisches Formmerkmal. Zur Ausstattung gehört der große Retabel, also der Altaraufsatz. Er wurde 2002 restauriert und erstrahlt heute wieder in seinen ursprünglichen Farben und Vergoldungen. So umfasst die kirchliche Geschichte sowohl ein mögliches mittelalterliches Bauteil als auch ein restauriertes Ausstattungsstück mit einem klar datierten Eingriff.

Choisey über seine Geschichte erschließen

Der Rundgang zur Geschichte von Choisey ist für alle zugänglich; entlang der Strecke stehen erklärende Tafeln. Damit gibt es neben den einzelnen Schloss- und Kirchendetails einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte. Die Tafeln geben dem Rundgang seinen erklärenden Rahmen, während die genannten Bauzeiten, Ereignisse und Ausstattungsmerkmale einzelne historische Themen vertiefen. Für Ihre Planung können Sie deshalb zunächst wählen, ob Sie Choisey eher über die Ortsgeschichte, die Schlossentwicklung oder die Kirchenarchitektur kennenlernen möchten. Die unterschiedlichen Themen ergeben verschiedene Schwerpunkte, ohne dass dafür eine feste Reihenfolge vorausgesetzt werden muss.

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