Die Reculée de Gizia gibt Ihrem Aufenthalt einen klaren landschaftlichen Schwerpunkt: Das Tal ist drei Kilometer lang und endet in einer Reculée mit 150 Meter hohen Felswänden. Dazu kommen ein Aussichtspunkt, eine Rundwanderung und historische Bauwerke. Sie können Gizia daher nach dem Schwerpunkt Ihres Besuchs auswählen: für einen Blick über Tal und Ebene, eine Wanderung oder Natur- und Kulturerbe.
Talblick und Natur
Vom Belvédère du Chanelet überblicken Sie die gesamte Reculée, das Dorf Gizia und in der Ferne die Ebene der Bresse Bourguignonne. Damit reicht das Panorama vom Talraum und dem Ort bis in die Ebene. Der Belvédère liegt in einer ZNIEFF und ist durch einen Biotopschutzbeschluss geschützt. Die Reculée ist Lebensraum von Gämsen, Wanderfalken und Uhus. In Gizia gilt die Saxifraga de Gizia als weltweit einzigartige Pflanze.
Wandern rund um Châtel
Die PR®-Rundwanderung Reculée de Gizia beginnt am Ortsteil Châtel in Gizia. Sie ist 6,1 Kilometer lang, dauert etwa zwei Stunden und gilt als leicht. Für Ihre Tagesplanung geben Länge und ungefähre Gehzeit einen konkreten Rahmen; prüfen Sie vor dem Losgehen die örtlichen Wegbedingungen. Die Runde verbindet die Themen Geologie, Geschichte und Kulturerbe sowie Natur. Diese Themen ergänzen die Angaben zu Länge und Dauer um einen inhaltlichen Anhaltspunkt für Ihre Auswahl.
Die Route von Châtel führt zum Belvédère du Chanelet. Sie führt an der Kirche und am Rathaus vorbei und verläuft anschließend 250 Meter entlang des Flusses an der D 134. Für Ihre Entscheidung stehen damit unterschiedliche Anhaltspunkte bereit: Am Belvédère steht der weite Blick im Mittelpunkt, während die Rundwanderung durch ihre Länge, ungefähre Dauer und thematischen Schwerpunkte beschrieben ist.
Kirche und frühere Nutzung
Die Église Saint-Etienne de Châtel war dem Priorat von Châtel unterstellt, das von Mönchen aus Gigny gegründet wurde. Sie scheint Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet worden zu sein. 1780 wurde ein Glockenportal anstelle des früheren Mauerglockenturms hinzugefügt. Seit dem 23. August 2013 ist das Gebäude in seiner Gesamtheit per Erlass als Monument historique eingetragen. Ein Park und Gärten umgeben das Kloster und die Église Saint-Etienne de Châtel.
Die Zeitfolge unterscheidet die vermutete Bauzeit, den späteren Umbau und die Eintragung als Monument historique: Die Bauzeit bleibt vorsichtig eingeordnet, 1780 bezeichnet die Änderung am Glockenbau und die Eintragung datiert auf 2013.
Auch der Fluss verweist auf eine frühere Nutzung: Auf seiner gesamten Länge wird er von Kanälen begleitet, die bis nach Cousance sieben Mühlen mit Wasser versorgten. Diese Mühlen ergänzen die Kloster- und Kirchengeschichte um einen eigenen Blick auf die Nutzung des Flusslaufs.
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