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Ferrières-En-Brie verbindet Zeugnisse einer langen Ortsgeschichte mit der Forêt régionale de Ferrières im Umfeld der Gemeinde. Kirche, Cafégebäude und Château erzählen unterschiedliche Kapitel; Spazierwege und Waldnatur setzen einen eigenen Schwerpunkt. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen Kulturgeschichte und Zeit im Grünen wählen.

Kirche, Café und Château: Geschichte in unterschiedlichen Formen

Die Église Saint-Rémy wird in einer Urkunde von Odon de Sully, Bischof von Paris, aus dem Jahr 1000 erwähnt. In der Kirche sind mehrere Grabstelen aus dem 14. und 15. Jahrhundert noch sichtbar. Die Erwähnung und die Stelen führen damit zu zwei weit auseinanderliegenden Zeitmarken: zur schriftlichen Nennung der Kirche im Jahr 1000 und zu den mittelalterlichen Grabmalen, die bis heute zu sehen sind.

Auch das Café Saint-Rémy ist mit einem älteren Gebäude verbunden. Es war in einem Postrelais aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließ die Familie Rothschild das Gebäude als Café mit einem Aufführungssaal im Obergeschoss einrichten. An der Fassade befinden sich vier Keramiktafeln des Keramikers A.-J. Arnoux. Die frühere Nutzung und die Gestaltung der Fassade geben dem Bau zwei verschiedene historische Bezüge: seine Umwandlung zum Café und die bis heute sichtbaren Keramikarbeiten.

Im Château de Ferrières treffen Architektur und politische Geschichte aufeinander. Der Salon de l’Entrevue war 1870 Schauplatz des Treffens zwischen Bismarck und Jules Favre. Im selben Salon befinden sich die beiden letzten historischen Tapisserien des Château de Ferrières. Bei einer Führung lassen sich Architektur, historische Salons und die Geschichte der Familie Rothschild kennenlernen; Führungen werden ganzjährig angeboten. Da sich Besuchsarrangements ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Modalitäten.

Zum Château gehört auch Le Chai, ein Bistro-Restaurant in den renovierten ehemaligen Küchen im Herzen des 135 Hektar großen Parks. Das Restaurant verbindet damit einen konkreten Ort im Park mit der früheren Nutzung der Räume. Wenn Sie einen Besuch dort einplanen, empfiehlt es sich, die aktuellen Serviceangaben zu prüfen.

Waldwege und Natur in der Forêt régionale de Ferrières

Ferrières-En-Brie gehört zu den Gemeinden im Umfeld der 3.157 Hektar großen Forêt régionale de Ferrières. In diesem Waldgebiet kommen unter anderem Rehe, Sikahirsche, Wildschweine, Kaninchen und Füchse vor. Die Sikahirsche wurden von der Familie Rothschild eingeführt. Auch die Chêne Saint-Jean ist ein markanter Bezugspunkt: Sie gilt als einer der bemerkenswerten Bäume der Forêt de Ferrières, ihr Stamm hat einen Umfang von 4,8 Metern.

Für einen Spaziergang mit benannter Streckenlänge bietet sich die Promenade du Cormier an, ein fünf Kilometer langer Weg in der Forêt régionale de Ferrières. Davon unterscheidet sich ein Grande-Randonnée-Weg, der das Waldmassiv von einer Seite zur anderen durchquert. Die beiden Angaben beschreiben verschiedene Maßstäbe des Unterwegsseins im Wald: einen Spazierweg mit ausgewiesener Länge und eine Querung des Massivs. Auf diese Weise können Sie bei der Ausflugsplanung zwischen einer konkret bezifferten Runde und einer weiter reichenden Waldroute unterscheiden.

Die Forêt régionale de Ferrières ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die RER-E-Station Roissy-en-Brie mit anschließendem fünfminütigem Fußweg oder über die RER-A-Station Torcy und die Buslinie 2290 bis zur Haltestelle „Fleuriste“ in Pontcarré erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrpläne. So lassen sich die Wege zum Wald konkret planen, ohne die Anreiseangaben mit den Besichtigungen der historischen Orte gleichzusetzen.

Entdecken Sie weitere Reiseziele: Vert-Saint-Denis, Champeaux, Germigny-l'Évêque, Le Mée-Sur-Seine, Lognes, Réau, Esbly, Lissy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Seine-Et-Marne.

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