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Eine einbogige Brücke über den Chiuvonu, eine gusseiserne Marianne und ein Kulturweg durch enge Gassen machen Aullènes Geschichte konkret. Zugleich prägen 850 Meter Höhe, zwei von der Punta d’Ariola beherrschte Vorgebirge und der am Dorf entlangfließende Chiuvone das Landschaftsbild. Für einen Aufenthalt verbinden sich damit Kulturgeschichte, Berglandschaft und konkrete Anlässe im Jahreslauf.

Landschaft und Wasserlauf

Aullène liegt auf 850 Metern Höhe und erstreckt sich um zwei Vorgebirge, die von der Punta d’Ariola beherrscht werden. Der Gipfel ist 1.449 Meter hoch. Der Chiuvone entspringt auf dem Plateau von Cuscionu, bildet die nordnordöstliche Gemeindegrenze von Aullène, verläuft am Dorf entlang und fließt anschließend in Richtung Valinco weiter. So lassen sich die Höhenlage des Dorfes und der Verlauf des Flusses als unterschiedliche geografische Bezugspunkte einordnen.

Brücke, Brunnen und Sakralbauten

Die Pont du Chiuvonu ist eine einbogige Brücke über den Bach Chiuvonu. Auch die Fontaine de la Liberté bietet einen konkreten historischen Bezug: Der Brunnen stammt aus dem Jahr 1881 und trägt eine gusseiserne Marianne aus dem Jahr 1863. Die Figur datiert damit früher als der Brunnen selbst.

Die Pfarrkirche Saint Nicolas wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut; ihre Kanzel wird von vier geflügelten Delfinen getragen. Die Kapelle Sant’Antioccu liegt auf den Anhöhen des Dorfes und weniger als einen Kilometer von der Kirche entfernt. Mit Bauzeit, Kanzelmotiv und Lage der Kapelle treten unterschiedliche Aspekte der Dorfgeschichte nebeneinander.

Transhumanz und historische Spuren

Aullène blickt auf eine lange Tradition der Viehzucht und Transhumanz zurück. Der Weg „Da piaghja a muntagna – Le village de la transhumance“ führt durch die engen Gassen und dient der historischen und kulturhistorischen Erkundung des Dorfes. Damit wird die Transhumanz nicht nur als Teil der Ortsgeschichte angesprochen, sondern auch als Thema eines benannten Weges durch Aullène.

Campanaju gilt als möglicher Standort einer im 13. Jahrhundert errichteten Festung, die mit Sinucello Della Rocca verbunden wird. Der protestantische Tempel von Aullène wiederum zeugt von Auseinandersetzungen zwischen dem republikanischen Bürgermeister und dem bonapartistischen Pfarrer.

Wanderung, Feste und Verkostungen

Die Wanderung zum Rocher Oscillant ist leicht, vier Kilometer lang und dauert etwa drei Stunden. Wenn Sie zum Col de la Vaccia hinauffahren, liegt der Weg rechts der Straße vor der Pont de l’Anellu. Planen Sie ungefähr drei Stunden ein und prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen.

Die A Fiera d’Audde bringt Handwerker und Besucher zusammen und findet am letzten Juliwochenende statt. Das jährlich am ersten Sonntag im August begangene Fest zu Ehren von Saint Antioche umfasst religiöse Feiern und Festlichkeiten. Wenn Sie Ihre Reise auf eines der Feste abstimmen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.

Die Cave Tramoni bietet in Aullène Weinverkostungen an. Prüfen Sie vor der Reise Öffnung und Verfügbarkeit der Verkostungen, wenn Sie sie in Ihren Aufenthalt einplanen.

Weitere Reiseziele entdecken: Vico, Zonza, Bastelicaccia, Olmeto, Carbini, Zicavo, Balogna, Ambiegna.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Corse-Du-Sud.

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