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Zwischen Alesani, Picchio und zwei Panoramen

Chiatra liegt auf einem Höhenrücken zwischen zwei Wasserläufen: Die Alesani bildet die nördliche, ihr Nebenfluss Picchio die südliche Begrenzung. Das Alesani-Tal ist hier wild; sein rechtes Ufer gehört zu Chiatra, und der Talgrund ist durch den Stausee des Alesani-Staudamms überflutet. Der Damm liegt an der Nordgrenze der Gemeinde.

Vom alten Ortsteil reicht ein Panoramablick über den Staudamm des Alesani-Sees. Ein zweiter Panoramablick in Chiatra führt über den Mont Oppido und die Ebene bis zum Meer. Die Aussichtspunkte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der eine richtet den Blick auf den Stausee, der andere über Berg und Ebene bis zum Meer. Im modernen Ortsteil gibt es außerdem verschiedene Brunnen, an denen Besucher Erfrischung finden können.

Dorfgeschichte in Kirchen und Türmen

Chiatras Bauwerke führen durch mehrere historische Epochen. Die ehemalige Kirche San Nicolao wurde im 10. Jahrhundert erbaut; heute sind von ihr nur drei Bögen erhalten. Auf dem Dorfplatz steht die 1835 entstandene Barockkapelle Saint Pancrace. Die Pfarrkirche der Verkündigung ist im italienischen Barockstil gestaltet. Zu ihrer Ausstattung gehören sechs Kapellen und ein Altar; außerdem besitzt sie eine Fassade und einen Glockenturm. In der Mitte des Altars befindet sich ein geschnitzter hölzerner Tabernakel. In der Kirche zeigt eine Marmorskulptur die betende Jungfrau; sie stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Auch die genuesischen Türme und der Mont Oppido ergänzen das Bild: Chiatra besitzt drei Türme aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der Mont Oppido war ein strategischer Punkt, an dem die Römer ein Oppidum errichteten. Zeitlich reicht die Baugeschichte von der ehemaligen Kirche San Nicolao aus dem 10. Jahrhundert bis zur Barockkapelle von 1835. Dazwischen liegen die Türme aus dem frühen 16. Jahrhundert und die Marienplastik aus dem 17. Jahrhundert. So lassen sich kirchliche Architektur, genuesische Türme und die römische Geschichte als unterschiedliche Schwerpunkte wahrnehmen.

Wege nach Form und Zeit

Der Rundweg Circuit des sources et des fontaines führt zu sechs Brunnen: Piazza Cummuna, Calina, fontana Vecchia, Santa Croce, Vitti und U salge. Anschließend kehrt er zum Dorfplatz zurück. Der Sentier de Chiatra ist ein leichter, 3 km langer Rundweg, der in Chiatra beginnt und endet. Die Wanderung De Chiatra à Canale dauert 1 Stunde 45 Minuten hin und zurück. Für Le lac (barrage d’Alesani) sollten Sie 3 bis 3,5 Stunden einplanen; auch diese Wanderung führt zum Ausgangspunkt zurück.

Die Wege unterscheiden sich damit sowohl im Verlauf als auch im angegebenen Zeitbedarf: Die Brunnenrunde verbindet sechs Stationen mit der Rückkehr zum Dorfplatz, während der Sentier als leichter Rundweg beschrieben ist. Bei den Wanderungen nach Canale und zum Alesani-Staudamm können Sie die unterschiedlichen Zeitbudgets berücksichtigen. Wegbedingungen können sich verändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.

Für die Wahl des Reise-Schwerpunkts bietet Chiatra verschiedene Anknüpfungspunkte: Ortsgeschichte zeigt sich in Kirchen, Kapelle und Türmen, die Aussichtspunkte richten den Blick auf unterschiedliche Landschaften, und die Wege reichen von einer Runde mit Brunnenstationen bis zu längeren Wanderungen. So können Sie Ihre Zeitplanung daran ausrichten, ob Sie sich vor allem mit der Geschichte des Ortes beschäftigen oder auch längere Zeit für eine Wanderung vorsehen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Corse.

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