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Eine Reise nach Lucciana lässt sich mit römischer Geschichte, Kirchenkunst und Wanderungen verbinden. Mariana führt bis in die römische Zeit zurück; bei den beiden Wegen unterscheiden sich Länge, Gehzeit und Schwierigkeit deutlich. So können Sie kulturelle Themen und Bewegung nach Ihren Interessen gewichten.

Mariana und San Parteo: Geschichte in mehreren Schichten

Mariana wurde um 100 v. Chr. als römische Kolonie gegründet und nach ihrem Gründer, dem Feldherrn Caius Marius, benannt. Die romanische Kirche San Parteo entstand im 12. Jahrhundert auf den Fundamenten einer Begräbnisbasilika aus dem 6. Jahrhundert. Die bauliche Geschichte reicht damit über mehrere Jahrhunderte hinweg: Der Kirchenbau ist mittelalterlich, seine Fundamente gehen auf eine ältere Begräbnisstätte zurück.

Die Chapelle San Parteo liegt am südlichen Rand der antiken Stadt, inmitten einer römischen Nekropole. Zugleich befindet sie sich am südlichen Ende des Naturschutzgebiets Étang de Biguglia. Die Lage verbindet so zwei unterschiedliche historische und landschaftliche Bezüge, ohne dass man sie miteinander verwechseln muss: die antike Stadt mit ihrer Nekropole und das Schutzgebiet an der Lagune.

Im Baptisterium von Mariana befand sich ein zentrales Taufbecken. Zu den erhaltenen Böden gehören polychrome Mosaike, deren Motive überwiegend von der Wasserwelt inspiriert sind. Das Becken und die Mosaikbilder geben dem Bauwerk verschiedene Anknüpfungspunkte: seine Nutzung als Baptisterium und die wasserbezogene Bildwelt der Böden.

Kirchenkunst und korsische Geschichte

Die Église Saint Michel wurde 1617 erbaut und besitzt eine aufwendig gestaltete barocke Innenausstattung. Im Vergleich zur romanischen Kirche San Parteo gehört sie einer späteren Epoche an. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann so mittelalterliche Architektur und barocke Gestaltung als unterschiedliche Kapitel betrachten, statt sie zu einem einheitlichen Eindruck zusammenzufassen.

Auch das Kloster Saint François führt in die Geschichte der Gemeinde zurück. Es existierte bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts. 1768 ging es im Zusammenhang mit der berühmten Schlacht von Borgo in die Geschichte Korsikas ein; 1769 setzte Marbeuf es in Brand. Seine verkohlten Mauern stehen heute auf dem Gemeindefriedhof von Lucciana.

Zwei Wanderwege, zwei Zeitbudgets

Der Sentier de Lucciana Village startet am Parkplatz des Dorfes. Der als leicht eingestufte Spazierweg ist 1 Kilometer lang; die Gehzeit beträgt 30 Minuten ohne Pausen. Damit lässt sich für diese Route ein überschaubares Zeitfenster einplanen, sofern Sie Pausen zusätzlich berücksichtigen.

Ebenfalls vom Parkplatz des Dorfes beginnt der Sentier de la Chapelle San Michele. Dieser Wanderweg ist 3 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft und mit 60 Minuten Gehzeit ohne Pausen angegeben. Ein Steg führt von diesem Weg zu den Funtanelle. Dort holten die Einwohner von Lucciana früher Wasser und wuschen Wäsche. So verbindet der Weg eine längere Gehzeit mit einem Ort, der an den früheren Alltag der Gemeinde erinnert.

Der Vergleich hilft bei der Entscheidung: Zwischen den Routen liegen 2 Kilometer und rund 30 Minuten Gehzeit ohne Pausen; auch die Schwierigkeitsgrade unterscheiden sich, von leicht bis mittelschwer. Wenn Sie den Spaziergang in den übrigen Tagesplan einordnen, rechnen Sie Pausen zusätzlich zu den genannten Zeiten ein. Die Funtanelle gehören dabei zum Weg der Chapelle San Michele, nicht zu einer allgemeinen Beschreibung beider Routen.

Eine Führung im Musée de Mariana einplanen

Das Musée de Mariana bietet mittwochs und samstags um 15 Uhr Führungen durch seinen museografischen Rundgang an. Wenn Sie die Führung fest in Ihren Tag einplanen möchten, prüfen Sie den Termin vorab, da sich der Zeitplan ändern kann. Zusammen mit den unterschiedlichen Gehzeiten der beiden Wanderwege lässt sich so abwägen, wie viel Raum Sie Kultur und Bewegung während Ihres Aufenthalts geben möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Plage de la Marana, Aghione, Erbalunga, Ville-di-Pietrabugno, Canari, Borgo, Poggio-Mezzana, Venaco.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Corse.

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