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Mirepeisset ist amphitheatralisch am rechten Ufer des Flusses Cesse erbaut. Die Lage gibt dem Ort ein klares landschaftliches Profil; die Ortsgeschichte lässt sich zugleich an Kirchenbau, Spuren des alten Dorfes und historischen Wasserbauwerken ablesen. Für einen Aufenthalt stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Architektur und Dorfgeschichte, die technische Seite des Canal du Midi oder ein Spaziergang entlang der Rigole.

Kirche und altes Dorf

Die Kirche Saint-Sébastien stammt aus dem 11. Jahrhundert und besitzt einen Sarazenenturm. 1895 wurde sie restauriert. Der Turm ergänzt die Datierung um ein eigenes architektonisches Merkmal; die Restaurierung benennt eine spätere Etappe ihrer Baugeschichte.

Zu den Gassen des alten Dorfes gehört ein Verteidigungstor. In der Nähe steht ein Taubenturm aus dem 11. Jahrhundert. Kirche und Taubenturm teilen damit eine Datierung, während das Tor einen anderen Aspekt als die sakrale Architektur einbringt. Unterhalb des Dorfes können Sie die Pont de Siman und ihre Viehtränke entdecken. Die öffentliche Fontäne Fount Lencquo wurde 1847 von den Einwohnern wiederaufgebaut, nachdem eine Überschwemmung sie fortgerissen hatte. So stehen den Bauwerken des 11. Jahrhunderts ein genau datierter Wiederaufbau aus dem 19. Jahrhundert gegenüber.

Wasserbau am Canal du Midi

Der Seuil de la Roupille, auch La Garenne genannt, wurde unter der Leitung Vaubans als Stauwehr errichtet und dient der Wasserversorgung des Canal du Midi. Der Pont-canal de la Cesse entstand von 1689 bis 1690; Jean Goudet errichtete ihn auf Veranlassung Vaubans. Das Bauwerk besitzt drei Bögen, ist 64 Meter lang und 20 Meter hoch.

Der Epanchoir des Patiasses ergänzt die Reihe um eine weitere Funktion des Wasserbaus. Er wurde 1694 erbaut, führt überschüssiges Wasser aus dem Canal du Midi ab und verhindert bei starkem Regen ein Überlaufen des Kanals. Das Bauwerk trägt das UNESCO-Welterbe-Label. Zusammen ergeben sich verschiedene Anhaltspunkte für die technische Geschichte des Ortes: ein Stauwehr zur Wasserversorgung, ein Pont-canal mit markanten Maßen und ein Bauwerk zur Ableitung überschüssigen Wassers.

Spaziergang und Picknick

Die von La Garenne ausgehende Rigole ermöglicht einen von Platanen gesäumten Spaziergang bis zur Porte Minervoise. Ausgangspunkt, Weg und Ziel sind damit benannt – eine andere Art, den Aufenthalt zu gestalten als die Beschäftigung mit einzelnen Bauwerken. Die Base de plein air La Garenne bietet eine Umgebung für Picknicks und stellt öffentliche Toiletten bereit. Wenn Sie die Toiletten für Ihre Planung benötigen, prüfen Sie vor dem Besuch ihre Nutzbarkeit.

Pferdeaktivitäten

Die Ferme Équestre de Mirepeisset umfasst ein Reitzentrum, eine Reitschule und einen von der FFE ausgezeichneten Ponyclub. Dort werden Ausritte zwischen der Cesse und dem Canal du Midi angeboten. Für Kinder ab drei Jahren gibt es geführte Ponyspaziergänge. Ausritte und Ponyspaziergänge sind unterschiedliche Möglichkeiten; bei den geführten Ponyspaziergängen ist das Mindestalter ausdrücklich benannt.

Weitere Reiseziele entdecken: Lignairolles, Cambieure, Castans, Saint-Laurent-De-La-Cabrerisse, Moussoulens, Fournes-Cabardès, Bize-Minervois, Castelnaudary.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aude.

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