Zum Inhalt

Eine etwa zweistündige, sehr leichte Strecke und eine Mühle mit Wurzeln im 13. Jahrhundert setzen in Langlade zwei unterschiedliche Reiseakzente. Hinzu kommen die Geschichte der früheren romanischen Kirche Saint-Julien, Wege mit historischen Bezügen und Weinbau in der Garrigue. So lässt sich Langlade anhand konkreter Themen einordnen: Baugeschichte, Landschaft oder Weinbau.

Kirche und Mühle: historische Spuren

Der Temple de Langlade befindet sich in der ehemaligen romanischen Kirche Saint-Julien. Die ursprüngliche Kirche wurde im 15. Jahrhundert befestigt. Möglicherweise verband ein Wehrgang mit Maschikolen im oberen Bereich der Außenmauern das Kirchenschiff mit dem Chor. Romanischer Ursprung und Befestigung verweisen damit auf unterschiedliche Aspekte der Baugeschichte.

Beim Moulin Cavalier reicht die Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück; außerdem ist die Mühle auf der Tassin-Karte von 1634 verzeichnet. Der Name erinnert an einen Halt des Kamisardenführers Jean Cavalier am 16. April 1704. Diese Angaben setzen verschiedene zeitliche Bezugspunkte: die Entstehung, die Darstellung auf der Karte und die Überlieferung, an die der Name erinnert. Der authentisch restaurierte Moulin Cavalier kann sich bei entsprechendem Wind drehen und Getreide mahlen.

Wege und Landschaft

Die Voie Verte de la Vaunage führt durch die Gemeinde Langlade. Sie ist sehr leicht und etwa 19,2 Kilometer lang; für die Strecke sind ungefähr zwei Stunden angesetzt. Ihr Verlauf kreuzt nur wenige Straßen und unterquert die Departementsstraße RD40 an zwei Stellen. Länge und ungefähre Dauer bieten einen zeitlichen Rahmen für die eigene Planung; die Angaben zu Straßenkreuzungen und Unterführungen beschreiben weitere konkrete Merkmale des Weges.

Der VTT-Parcours „Capitelles et Oppida“ setzt einen anderen Schwerpunkt. Er nutzt Wege, die einst von Kelten und Römern begangen wurden. Entlang des Parcours liegen steinerne Schäferunterstände, die Capitelles genannt werden. Bei der Wahl zwischen den Wegthemen helfen unterschiedliche Angaben: Für die Voie Verte sind Länge und Dauer genannt, während beim VTT-Parcours die historischen Wegbezüge und Capitelles im Vordergrund stehen.

Weinbau und Verkostungen

Das Weinbaugebiet des Château Langlade umfasst etwa 22 Hektar in der Garrigue, insbesondere auf steinigen, tonig-kalkigen Böden des als „Vieux Langlade“ bekannten Terroirs. Im Château Langlade werden Weine der AOC Coteaux du Languedoc und Vins de Pays d’Oc verkostet und verkauft. Die Verbindung von Landschaft, Boden und benanntem Terroir gibt dem Weinbau hier einen konkreten lokalen Bezug.

Das Domaine Arnal produziert, verkauft und verkostet Weine der AOC Coteaux du Languedoc und Vins de Pays de la Vaunage. Besucher können mitunter in die Weinberge geführt werden, um das Terroir besser zu verstehen. Beide Weingüter führen die AOC Coteaux du Languedoc; beim Château Langlade kommt Vins de Pays d’Oc hinzu, beim Domaine Arnal Vins de Pays de la Vaunage. Da sich Besuchsarrangements ändern können und ein Besuch der Weinberge beim Domaine Arnal nur mitunter möglich ist, prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten am besten vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Fons-Sur-Lussan, Les Angles, Domazan, La Vernarède, Bréau-et-Salagosse, Saint-Geniès-De-Comolas, Cardet, Saint-Bauzély.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gard.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.