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Corsavy ist ein Bergdorf auf 777 m an der Südseite des Canigó-Massivs. Von den gewundenen Gassen reicht der Blick über die Ebene von Roussillon bis zum Mittelmeer. Für die Gestaltung Ihrer Reise lohnt es sich, Ortsgeschichte, Berglandschaft und Wanderungen als eigene Schwerpunkte zu betrachten. Das Massif du Canigó ist seit 2012 als Grand Site de France klassifiziert und zugleich als kontinentale ZNIEFF des Typs 2 ausgewiesen. Beide Bezeichnungen gelten dem Massiv; Corsavys Lage an seiner Südseite verortet den Ort innerhalb dieser Landschaft.

Kirchen, Signalturm und Bergbaugeschichte

Am Ortseingang von Corsavy aus Richtung Arles-sur-Tech steht die ehemalige romanische Kirche Sant Martí de Cortsaví. Eine alte Saint-Martin-Kirche wird in einer Urkunde von 1001 erwähnt und 1159 geweiht. In der Kirche von Corsavy befindet sich der Retabel des heiligen Petrus mit neun Gemälden. Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist der Tour de Batère: Er liegt auf dem von Canigó abfallenden Kamm der Gemeinde Corsavy, auf 1.450 m über der Ebene von Roussillon. Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert war der Turm Teil eines mittelalterlichen militärischen Signalsystems. Errichtet wurde er gegen Ende der Herrschaft der Könige von Mallorca um 1340, um den Schutz des Königreichs angesichts der Bedrohung durch den König von Aragón zu verstärken.

Auch die Eisenminen von Batère gehören zum industriellen Erbe des Ortes. Sie zählten zu den ältesten Eisenminen Frankreichs und zu den letzten, die in Betrieb blieben. Der Chemin d’Enfer – Parcours du mineur de Batère à Rapaloum führt mit dem Mountainbike über eine ehemalige Eisenbahnstrecke zu den Überresten der Eisenminen. Damit begegnen Ihnen in Corsavy unterschiedliche Kapitel der Geschichte: mittelalterliche Verteidigung und Signalisierung ebenso wie der frühere Eisenerzbergbau.

Wanderungen zwischen Aussicht, Wald und Höhenmetern

Die Wanderung La Tour de Corsavy gilt als ganzjährig zugänglicher Familienweg für alle und führt bis zum Signalturm. Der Spazierweg bietet einen umfassenden Ausblick auf das Dorf, das Vallespir, die Albères und das Meer. La Devesa setzt einen anderen Landschaftsschwerpunkt: Die Route verläuft schattig am Fuß des Tres Vents durch ausgedehnte Buchenwälder, die vom Riuferrer und seinen Zuflüssen durchquert werden. Ihr Ausgangspunkt liegt in Léca, einem Weiler 4 km hinter Corsavy an der D43 in Richtung Batère.

Der Tour des Canals de Leca ist eine panoramische Wanderung entlang der Canals, die als kleine Bäche gelten. Die Corsavy-Etappe des Tour du Haut Vallespir GR®P führt von Batera nach Sant Guillem. Sie ist als sehr schwierig eingestuft, 17,5 km lang und weist 1.138 m Aufstieg auf. So reicht die Auswahl von Wegen mit Aussicht auf Dorf, Berge und Meer bis zu einer Etappe mit klar ausgewiesenem Anspruch. Prüfen Sie vor Wanderungen die aktuellen Wegbedingungen und den Zugang. Für den Start der La Devesa in Léca sollten Sie außerdem die aktuellen Straßen- und Parkbedingungen berücksichtigen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Jean-Pla-De-Corts, Prats-De-Mollo-La-Preste, Reynes, Matemale, Port-Vendres, Sainte-Marie-la-Mer, Taillet, Baillestavy

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pyrénées-Orientales.

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