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Longuyon erschließt sich über sehr unterschiedliche Spuren: religiöse Bauwerke, die Geschichte der Eisenbahn und der Eisenverarbeitung, Gedenkorte des Ersten Weltkriegs sowie Wege am Étang de Profonde Fontaine. Dabei reicht die Auswahl von einer Besichtigung auf Anfrage bis zu einer Wanderung mit angegebener Gehzeit von drei Stunden. Wer die Stadt für einen Aufenthalt auswählt, kann so zwischen Kulturgeschichte und Zeit draußen gewichten.

Kirche, Kapelle und Grotte

Der Turm der Kirche Sainte-Agathe ist das älteste Denkmal von Longuyon. Das heutige Kirchengebäude geht spätestens auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Besichtigungen sind täglich auf Anfrage möglich, einzeln oder in der Gruppe. Ein 20-minütiger Audioparcours wird auf Französisch, Englisch und Deutsch angeboten. Da der Besuch auf Anfrage stattfindet, empfiehlt es sich, die Vereinbarung vor der Reise zu bestätigen.

Auch die Kapelle des ehemaligen Kollegs der christlichen Schulbrüder erzählt von Longuyons religiöser Geschichte: Sie wurde 1887 erbaut. Die Grotte de la Vierge entstand 1900 durch Schüler der Abschlussklasse der Institution der christlichen Schulbrüder und erinnert an die Grotte von Lourdes. Die Glacière des Frères liegt am Hang auf dem Weg zur Grotte und ist intakt erhalten; ihr Eingang ist verschlossen.

Die Glacière ist ein natürlicher Kühlschrank, 6,50 Meter tief und vier Meter im Durchmesser. Die Brüder von Saint-Jean-Baptiste de La Salle errichteten sie in den 1890er-Jahren, um Vorräte des Internats zu lagern. Auch die Eisenverarbeitung lässt sich an konkreten Details nachvollziehen: Zum Dorlon-Hochofen von 1692 gehörte ein Pochwerk, das Schlacke zerkleinerte, um Eisen zurückzugewinnen.

Eisenbahngeschichte und Gedenken

Le Wagon ist ein ehemaliger SNCF-Eisenbahnwagen und beherbergt das Fremdenverkehrsamt des Longuyonnais. Die Eisenbahngeschichte der Stadt reicht bis 1854 zurück: In diesem Jahr wurde der Bahnhof eingerichtet und die Bahnstrecke Longuyon–Longwy eröffnet.

Mehrere Gedenkorte erinnern an die Kämpfe von Longuyon-Noërs. Das Mémorial du Vieux Pré ist den französischen und deutschen Soldaten gewidmet, die am 23. und 24. August 1914 in der Schlacht fielen. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Longuyon ruhen 1.756 Soldaten des Ersten Weltkriegs: 1.748 Deutsche und acht Franzosen. Einige von ihnen starben am 24. August 1914 in der Schlacht von Longuyon-Noërs. Der französische Soldatenfriedhof umfasst 60 Einzelgräber französischer Soldaten; ein Monument erinnert an die bei den Kämpfen am 23. und 24. August 1914 Getöteten.

Flüsse, Tierwelt und Wanderwege

Die Crusnes und die Chiers durchqueren Longuyon und fließen dort zusammen. Außerhalb der Stadt, am Waldrand, liegt der Étang de Profonde Fontaine. Das Gelände ist ein Freizeitzentrum mit zahlreichen Vogel- und anderen Tierarten; von dort starten Wanderwege. Auf dem Gelände von Profonde Fontaine in Longuyon gibt es außerdem einen Parkplatz.

Eine weitere bezifferte Wanderoption ist der Sentier de Revémont: Der Weg ist 11 Kilometer lang, mit einem grünen Ring markiert und mit einer Gehzeit von drei Stunden angegeben. Routendetails können sich ändern; prüfen Sie sie deshalb vor dem Aufbruch. Für die zeitliche Einordnung stehen damit zwei unterschiedliche Angaben gegenüber: 20 Minuten für den Audioparcours in Sainte-Agathe und drei Stunden Gehzeit für den Sentier de Revémont. Das hilft Ihnen, eine kurze Hörführung von einem längeren Wanderweg zu unterscheiden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meurthe-Et-Moselle.

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