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Beaufremont verbindet eine vielschichtige Baugeschichte mit einer archäologischen Stätte, deren Befunde mehrere Epochen umfassen. Auch kulinarische Entdeckungen gehören zum Angebot: Die Distillerie du Château stellt seit 300 Jahren AOC-Mirabellenbrand her und bietet Einzelbesuchern kostenlose Besichtigungen an.

Château und Kirche: unterschiedliche Bauphasen

Das Château de Beaufremont wird erstmals 1157 erwähnt. Diese Jahreszahl bezeichnet die erste Erwähnung, nicht ein gesichertes Baujahr. Die erhaltenen Reste der Ringmauern gehen auf Wiederaufbauten im 13., 14. und 15. Jahrhundert zurück. Für die Einordnung lohnt es sich daher, die frühe Erwähnung und die späteren Bauphasen an den Mauern auseinanderzuhalten: Sie beschreiben unterschiedliche Stationen der Geschichte des Château.

Ein konkreter Funktionswechsel zeigt sich am Taubenschlag des Château. Er liegt außerhalb der Ringmauern, wurde 1607 errichtet und 1870 in die Chapelle Saint-Joseph umgewandelt. Die Jahreszahlen ordnen sowohl die Errichtung als auch die spätere Umwandlung dieses Bauwerks ein.

Die Pfarrkirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul wurde im 15. Jahrhundert errichtet; erhalten sind der Chor und die südliche Kapelle. Die Tür dieser Kapelle wurde 1617 in die Ostwand eingesetzt, und das Datum ist am Bogen angebracht. Der Glockenturm ist nochmals jünger: Er wurde 1850 nach Plänen des Architekten Mathey aus Neufchâteau wiederaufgebaut. Bauzeitraum, datiertes Bauteil und späterer Wiederaufbau geben verschiedene Anhaltspunkte zur Baugeschichte der Kirche.

In der Kirche befindet sich außerdem ein Grabstein von Jean de Bauffremont, der mit seinem Tod bei Azincourt verbunden ist. Das Wegkreuz von Beaufremont stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist als Monument Historique klassifiziert. Diese beiden Details ergänzen die Baugeschichte um weitere benannte historische Objekte.

Eine archäologische Stätte mit mehreren Zeitstellungen

Die archäologische Stätte „Trois coffres sous tumuli du Bois-Saint-Charles“ liegt in Beaufremont. Ihre Befunde umfassen das Neolithikum, das Chalkolithikum, die späte Bronzezeit und die Eisenzeit. Die Abfolge gibt einen Überblick über mehrere archäologische Zeitstellungen, statt den Ort auf eine einzelne Epoche zu beschränken.

Als historische Denkmäler eingetragen wurden die drei Bauwerke unter den Grabhügeln von Bois-Saint-Charles sowie ein Umkreis von 50 Metern um das Zentrum der Megalithstrukturen. Die Eintragung erfolgte durch Erlass vom 17. Oktober 2000. Damit sind sowohl die geschützten Bauwerke als auch der Umfang des einbezogenen Bereichs konkret benannt.

Mirabellenbrand und Besichtigungen

Die Distillerie du Château stellt seit 300 Jahren AOC-Mirabellenbrand her. Einzelbesucher können sie kostenlos besichtigen. Prüfen Sie die Besuchsmöglichkeiten vor Ihrer Anreise nochmals, damit Sie diese Besichtigung bei der Planung berücksichtigen können.

So bietet Beaufremont unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt: die Bauphasen am Château, einzelne Details der Pfarrkirche, die archäologischen Zeitstellungen und eine Besichtigung mit Bezug zur Mirabelle. Welche dieser Facetten im Mittelpunkt steht, kann Ihre Wahl des Reiseziels und die Gestaltung Ihres Aufenthalts prägen.

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