Elf Figuren auf Sockeln aus rosa Vogesen-Sandstein bilden ein Ensemble; fünf davon sind Les P’tits Gras. Dieser Unterschied zwischen der Fünfergruppe und der Gesamtanlage eröffnet einen konkreten Zugang zum Kulturerbe von Saint-Léonard. Dazu kommen die Église Saints-Pierre-et-Léonard mit Details aus Fassadenkunst und Orgelbau sowie die Chapelle et source de Montégoutte. Eine andere Perspektive bietet die Voie verte de la Haute-Meurthe, die durch Saint-Léonard führt. So können Sie Kulturgeschichte und eine ausgewiesene Aktivität als unterschiedliche Schwerpunkte Ihrer Zielwahl betrachten.
Les P’tits Gras im größeren Ensemble
Les P’tits Gras sind eine Gruppe aus fünf Statuen innerhalb eines Ensembles von elf Figuren. Die Figuren stehen auf Sockeln aus rosa Vogesen-Sandstein. Damit lässt sich die Bezeichnung genau einordnen: Gemeint ist die Fünfergruppe, nicht die Gesamtheit aller elf Figuren. Aufgestellt wurden Les P’tits Gras während der Renovierung des Ortszentrums von Saint-Léonard. Diese Verbindung zur Umgestaltung des Zentrums ergänzt die Betrachtung der Figuren um einen stadtgeschichtlichen Blick. Wer sich für Kunst im Ort interessiert, kann Gruppierung, Material und Zeitpunkt der Aufstellung als unterschiedliche Anknüpfungspunkte betrachten. Der Künstler Emmanuel Perrin bezeichnete sein Werk als eine Hommage an Étienne Jules Marey.
Kirche: Fassadenkunst und Orgelbau
Die Église Saints-Pierre-et-Léonard wurde nach dem Krieg wiederaufgebaut. Eine schmiedeeiserne Freske mit der Passion Christi schmückt die Fassade. Ihre Orgel fertigte Roethinger, ein Orgelbauer aus Straßburg, im Jahr 1965. Baugeschichte, Fassadenkunst und Orgelbau eröffnen damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Kirche. Die Details richten den Blick nicht nur auf das Gebäude, sondern auch auf die religiöse Darstellung an seiner Fassade und auf das Instrument.
Chapelle et source de Montégoutte
Die Chapelle et source de Montégoutte verbindet Baugeschichte und religiöse Überlieferung. Jean-Baptiste Grandhomme erbaute die Kapelle 1828. Der Überlieferung zufolge entsprang am ursprünglichen Standort der Marienstatue eine bis dahin unbekannte Quelle. Für die Einordnung ist wichtig: 1828 ist das Baujahr der Kapelle; die Entstehung der Quelle gehört zur lokalen religiösen Tradition. Individuelle Besichtigungen sind nur im Außenbereich möglich. Planen Sie den Ort daher als Außenbesuch ein und prüfen Sie vorab die Besuchsbedingungen.
Voie verte de la Haute-Meurthe
Die Voie verte de la Haute-Meurthe ist eine 9 km lange Strecke zwischen Saint-Léonard und Plainfaing. Sie führt durch Anould, Ban-sur-Meurthe Clefcy und Fraize sowie durch Saint-Léonard selbst und verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse. Auf der Strecke sind Wandern, Radfahren – auch mit Mountainbike und Tourenrad – sowie Tretroller- und Rollschuhfahren möglich. Damit umfasst die Strecke verschiedene Arten der Fortbewegung: zu Fuß, mit unterschiedlichen Fahrradtypen oder auf Rollen. Die ehemalige Bahntrasse fügt der Aktivität einen historischen Bezug hinzu. Im Vergleich zu den Skulpturen und Sakralbauten stehen hier der Streckenverlauf, seine frühere Nutzung als Bahntrasse und die Bewegung im Mittelpunkt. Diese Unterscheidung hilft Ihnen, den Aufenthalt nach dem eigenen Interesse an Kulturgeschichte oder einer Aktivität auf der Strecke auszurichten.
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