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Eine ehemalige Orgel aus der königlichen Kapelle des Schlosses von Versailles, gotische Bauwerke und weite Ausblicke prägen die Entdeckungen in Laroque-d'Olmes. Auch die Textilgeschichte des Ortes hat konkrete Spuren hinterlassen. Wer einen Aufenthalt plant, findet hier daher unterschiedliche Schwerpunkte: Architektur und Ortsgeschichte ebenso wie Aussichtspunkte und Wanderungen.

Kirchen und Kapellen entdecken

Die Kirche von Castella wurde im 14. Jahrhundert erbaut und zählt zu den seltenen gotischen Kirchen der Region. Sie ist ein befestigtes Bauwerk im Stil der flamboyanten Gotik; ihr oktogonaler Glockenturm stammt ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. Damit verbindet die Kirche zwei markante Elemente ihrer Architektur. Zu den Sehenswürdigkeiten von Castella gehören außerdem die Überreste der ehemaligen Burgmauer, die man besichtigen kann.

Eine besondere Geschichte hat die Orgel der Kirche: Seit 2004 beherbergt sie die vollständig restaurierte ehemalige Orgel der königlichen Kapelle des Schlosses von Versailles. Herkunft, Restaurierung und Einbaujahr machen das Instrument zu einem konkreten Anknüpfungspunkt für alle, die sich für Kirchen und Kulturgeschichte interessieren.

Die Kapelle Notre-Dame zeigt eine andere architektonische Form. Ihr einschiffiges Langhaus, die halbfünfeckige Apsis und zehn Glasfenster beschreiben den Bau mit wenigen präzisen Merkmalen. Die Kapelle liegt nordöstlich des Ortskerns, jenseits des Touyre gegenüber und östlich des Friedhofs. An dieser Stelle ermöglicht eine Fußgängerbrücke die Überquerung des Flusses.

Textilgeschichte und historische Daten

Die erste bekannte Erwähnung des befestigten Siedlungskerns von Laroque-d'Olmes stammt aus dem Jahr 1145. Eine spätere historische Spur führt zur Textilproduktion: Eine am 14. Februar 1507 von Jean de Lévis verliehene Charta zeichnete sie aus. Beide Daten gehören zu unterschiedlichen Abschnitten der Ortsgeschichte.

Zur historischen Textilwirtschaft gehörte die Herstellung schmaler grüner Tücher in vierzehn Farbabstufungen. Ihr Transport führte über Chalabre und Carcassonne zum Hafen von Marseille und von dort in Richtung Levante. So lässt sich die Geschichte des Ortes nicht nur an Kirchen und Kapellen, sondern auch an einem Produkt und seiner überregionalen Transportroute ablesen.

Auch das Schloss von Laroque-d'Olmes gehört zur Ortsgeschichte: Kreuzfahrer aus dem Norden zerstörten es 1212. Die erste bekannte Erwähnung des befestigten Siedlungskerns im Jahr 1145 und die Zerstörung des Schlosses 1212 markieren unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte.

Aussichten am Plateau de Castella und an Saint Roch

Das Plateau de Castella ist der höchste Punkt von Laroque-d'Olmes. Von dort reicht der Rundumblick über die Ebene und über das Plantaurel hinaus bis zum Montségur und zum Saint-Barthélémy sowie auf die Pyrenäen. Ein Orientierungstisch und Tafeln zur Interpretation der Landschaft begleiten den Blick auf diese benannten Landschaftspunkte.

Am Aussichtspunkt bei der Kapelle Saint Roch eröffnet sich eine andere Perspektive: Der 180-Grad-Panoramablick umfasst den Lac de Montbel, die Aude und die Gipfel des Massif de Tabe. Die Kapelle wurde im Anschluss an die Pest von 1549 errichtet. Vom Plateau de Castella führt ein etwa 15-minütiger Fußweg pro Strecke zur Kapelle Saint Roch.

Wanderungen mit unterschiedlichen Verläufen

Die Wanderung durch das Touyre- und Hers-Tal beginnt am Ortsausgang von Laroque-d'Olmes, führt am Fluss Touyre entlang und erreicht anschließend die Voie verte bis zum Dorf Dreuilhe. Die Wanderung „La chapelle Saint Roch“ verläuft über das schattige Wegstück zum Dorf Labastide-sur-l'Hers und danach über die Voie verte des Pyrénées Cathares nach Laroque-d'Olmes. Die genannten Orte und Wegabschnitte geben Ihnen einen konkreten Vergleich der beiden Verläufe. Prüfen Sie vor dem Start die örtlichen Wegbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Cazaux, Cazals-des-Baylès, Aucazein, Esplas, Escosse, Le Peyrat, Mazeres, Saint-Martin-D'oydes.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ariège.

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