Zum Inhalt

Bartrès verbindet eine befestigte mittelalterliche Kirche, Bernadettes Geschichte und mehrere benannte Wege. Diese Mischung gibt dem Ort einen klaren Schwerpunkt: Kulturerbe und Pilgergeschichte stehen neben Routen, die Wald, Pyrenäenblicke und archäologische Spuren einbeziehen. Die Themen ergänzen sich, ohne dieselbe Art von Aufenthalt zu verlangen. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet konkrete Details am Kirchenbau und seiner Ausstattung; wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann zwischen einem Pilgerweg und landschaftlich oder archäologisch geprägten Routen unterscheiden.

Kirche und Kulturerbe

Die mittelalterliche befestigte Kirche von Bartrès besitzt eine Einfriedung aus dem 14. Jahrhundert. Zwischen 1855 und 1887 wurde das Gotteshaus teilweise restauriert und teilweise wiederaufgebaut. So treffen an diesem Bau mittelalterliche Befestigung und spätere Restaurierungs- und Wiederaufbauphasen aufeinander. Das dem heiligen Johannes dem Täufer gewidmete Retabel stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und ist als Monument historique eingestuft. Es besteht aus drei geschnitzten Flachrelieftafeln mit Darstellungen der Taufe Christi, der Heimsuchung und der Enthauptung Johannes des Täufers. Die Folge der Szenen macht das Retabel zu einem konkreten Zugang zur religiösen Bildwelt der Kirche.

Ein weiteres Ausstattungsstück ist der halbkreisförmige Taufvorratsschrank aus dem Jahr 1707, typisch für die Arbeiten der Schreiner aus Lourdes. Während das Retabel mehrere Szenen in geschnitzten Reliefs zusammenführt, richtet der Schrank den Blick auf ein einzelnes, datiertes Objekt. Bau, Retabel und Schrank zeigen unterschiedliche historische Ebenen: die Befestigung, spätere Arbeiten am Gebäude und die handwerkliche Ausstattung der Kirche.

Bernadettes Zeit in Bartrès

Bernadettes erster Aufenthalt in Bartrès dauerte von November 1844 bis März 1846. Sie lebte während dieser Zeit bei ihrer Amme Marie Laguës. Die Felder, die Kirche und die Bergerie halfen ihr, über ihren starken Wunsch nachzudenken, die Erstkommunion zu empfangen. Damit eröffnet Bartrès neben der Kunstgeschichte einen biografischen und spirituellen Zugang: Aufenthaltsort und Erstkommunion gehören zu den zentralen Bezügen dieser Lebensphase.

Pilgerweg und Wanderrouten

Der Chemin de Bernadette vers Bartrès ist ein leichter, fünf Kilometer langer Fußweg ab Lourdes. Von der Grotte de Massabielle nach Bartrès folgt er der weiß-roten Markierung des GR101. Prüfen Sie die Markierung und die Wegbedingungen vor dem Aufbruch vor Ort. Zum Pilgerweg in Bartrès gehören der Besuch der Bergerie und ein Erlebnis der Stille. Der Weg führt bergauf und ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Die Einstufung als leicht ist von dieser Mobilitätseinschränkung zu unterscheiden. Örtliche Abläufe des Pilgerangebots können sich ändern; informieren Sie sich dazu vorab.

Die Route La Lande de Bartrès setzt einen anderen Schwerpunkt. Sie führt zunächst durch den Wald von Bartrès und anschließend über einen Abschnitt des GR101. Von der Route aus gibt es Ausblicke auf die Pyrenäenkette; zu den unterwegs liegenden Überresten zählt unter anderem der Dolmen von Pouey Mayou. So treten auf dieser Strecke Landschaft und archäologisches Erbe nebeneinander, während der Chemin de Bernadette durch seinen Pilgerbezug, die Bergerie und das Stille-Erlebnis geprägt ist.

Auch die Route „LOURDES – La Forêt de Bartrès“ wird für alle Jahreszeiten empfohlen; die Bedingungen können je nach Saison variieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Sère-Lanso, Viscos, Fréchou-Fréchet, Bourg-de-Bigorre, Libaros, Créchets, Gaillagos, Vielle-Aure.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hautes-Pyrénées.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.