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Im französischen Teil des UNESCO-Welterbegebiets Pyrénées – Mont Perdu prägen spektakuläre Karwände die Landschaft. Zugleich erzählt sie von einer jahrhundertealten Nutzung: Zum über lange Zeit erhaltenen System der Transhumanz gehört auch spanische Beweidung auf der französischen Seite. Natur und Weidegeschichte stehen hier nicht nebeneinander, sondern sind Teil desselben grenzüberschreitenden Zusammenhangs.

Seen, Wälder und Täler der Pyrenäen

Die Réserve nationale du Néouvielle zählt mindestens 70 Seen. In ihrer heutigen Form wurde sie 1968 eingerichtet und gehört zu den frühesten Naturschutzgebieten Frankreichs. In der Réserve liegen außerdem Europas höchstgelegene Wälder aus Hakenkiefern. Das macht Néouvielle zu einem Ziel für alle, die neben Berglandschaften auch besondere Wald- und Gewässerräume entdecken möchten.

Auch der Parc National des Pyrénées vereint unterschiedliche Landschaften: Zu seinen Ökosystemen gehören Wälder, Wiesen, Gletscher und Seen. In den Hautes-Pyrénées umfasst er die Täler Aure, Barèges, Cauterets und Azun. Einen weiten Blick auf die grenzüberschreitenden Gipfel des Cirque de Gavarnie bietet die Refuge des Espuguettes; zu den sichtbaren markanten Punkten zählen die Brèche de Roland und der Pic du Vignemale. Zum Netz des Nationalparks gehören sieben Maisons und fünf Refuges; die Refuges ermöglichen Übernachtungen in den Bergen.

Lourdes und die Geschichten der Pyrenäen

In Lourdes ist die Grotte des apparitions der zentrale Andachtsort des Sanktuariums. In ihr befinden sich die Quelle und die Statue von Notre-Dame de Lourdes. Auch die Prozessionen haben eine lange Geschichte: Die Fackelprozession wurde 1863 in Lourdes eingeführt. Die Eucharistische Prozession führt von der Wiese des Sanktuariums zur Basilika Saint-Pie X und geht auf das Jahr 1874 zurück.

Ein anderer Zugang zur Kultur der Region führt ins Château fort de Lourdes. Dort ist das Musée pyrénéen untergebracht, das 1921 gegründet wurde. Seine Sammlungen befassen sich mit den Gesellschaften und Traditionen französischer und spanischer Pyrenäentäler; im Museum begegnen einander außerdem mittelalterliches Erbe, Panoramen und Pyrenäenkulturen. In Cauterets erinnert die Pont d’Espagne an eine andere Art von Austausch: Die 1886 errichtete Brücke diente früher als pastorale Route für den Handel mit Spanien. Auch der Pyrénéisme prägte die Wahrnehmung der Berge. Diese sportliche und literarische Bewegung verband Reisen durch die Pyrenäen mit dem Schreiben über die eigenen Erfahrungen und trug zur Entwicklung von Gavarnie bei.

Gipfel, Radstrecken und Wege

Für einen Besuch des Pic du Midi beginnt die Fahrt zum Gipfel mit einem 15-minütigen Aufstieg in der Seilbahn. Oben können Besucher eine zwölf Meter lange Himmelsbrücke betreten. Der Col du Tourmalet erreicht 2.115 Meter und bietet Ausblicke auf die Täler von Bastan und Gripp. Diese beiden Erlebnisse setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht die Seilbahnfahrt mit dem Gang auf die Himmelsbrücke im Mittelpunkt, dort die Aussicht über benannte Täler.

Für die Planung von Touren hilft das Géotrek-System des Départements, offizielle Waldwanderungen, Radstrecken und Anstiege für den Radsport zu finden. Das PDIPR unterstützt Routen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, laufend oder zu Pferd genutzt werden. Eine eigene Radverbindung ist die V81: Sie quert die Hautes-Pyrénées über Lourdes, Tarbes und Lannemezan auf verkehrsarmen Straßen. Wer mit der Bahn anreist, kann die Bahnhöfe in Lourdes und Tarbes als Zugangspunkte nutzen; prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan.

Regionale Küche und Orientierung

Zu den kulinarischen Traditionen der Hautes-Pyrénées gehören Käse von Bergbauernhöfen, Wurstwaren aus Noir de Bigorre, Berghonig und Garbure. Eine besonders eigenständige Spezialität ist der gâteau à la broche, ein emblematisches Gebäck der Region, das in manchen Haushalten weiterhin von Hand hergestellt wird. Nahezu jedes Tal hat zudem eine handwerkliche Brauerei, die Bergwasser verwendet. So reicht das regionale Bild von Gerichten und Produkten bis zu einer lebendigen handwerklichen Tradition.

Zur touristischen Orientierung unterscheidet das Département zehn erkennbare Zielgebiete, die sich an Ferienorten oder bedeutenden Sehenswürdigkeiten ausrichten. Diese Gliederung bietet einen ersten Rahmen für die Reiseplanung; die Landschaften, kulturellen Entdeckungen und Wege lassen sich dabei je nach persönlichem Interesse gewichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Lies, Siradan, Arreau, Barèges, Cauterets, Eup, Fronsac, Les Angles, Loudenvielle, Lourdes, Saint-Lary-Soulan, Peyresourde-Balestas, Hourc, Tarbes, Séméac, Odos, Luz-Saint-Sauveur, Germ, Gerde, Gavarnie, Capvern, Ayzac-Ost, Aspin-En-Lavedan, Argelès-Gazost, Lamarque-Pontacq, Aureilhan, Vielle-Aure, Artagnan, Bagnères-De-Bigorre, Clarens, Estaing, Adé, Pierrefitte-Nestalas, Marsac, Orincles, Aragnouet, Vignec, Arrens-Marsous, Vic-En-Bigorre, Gèdre, Bonnemazon, Aucun, Viscos, Ozon, Nouilhan, Orleix, Saint-Sever-De-Rustan, Agos-Vidalos, Asté, Cadéac, Madiran, Campan, Lanne, Soublecause, Uz, Montgaillard, Montignac, Mauléon-Barousse, Ancizan, Puydarrieux, Buzon, Antist, Trie-Sur-Baïse, Lombrès, Juillan, Esbareich, Arbéost, Loures-Barousse, Loubajac, Poueyferré, Thuy, Maubourguet, Peyrouse, Villelongue, Castelnau-Magnoac, Pouzac, La Barthe-De-Neste, Bartrès, Guchen, Génos, Bettes, Asque, Chis, Libaros, Bordes, Fontrailles, Rabastens-De-Bigorre, Arcizans-Avant, Gaillagos, Pinas, Bazet, Galan, Labastide, Seich, Nistos, Vielle-Adour, Sazos, Créchets, Aveux, Cazarilh, Bonnefont, Fréchède, Burg, Nestier, Saint-Laurent-De-Neste, Mascaras, Loucrup, Hèches, Luby-Betmont, Thermes-Magnoac, Labatut-Rivière, Ilheu, Vieuzos, Vidouze, Sacoué, Bernadets-Debat, Azet, Lortet, Larreule, Bourg-de-Bigorre, Auriébat, Ibos, Saint-Savin, Laborde, Sers, Sombrun, Sailhan, Lannemezan, Castelnau-Rivière-Basse, Vielle-Louron, Avezac-Prat-Lahitte, Sarrancolin, Cadeilhan-Trachère, Anères, Saint-Pé-de-Bigorre, Molère, Boulin, Sère-Lanso, Bordères-Louron, Lascazères, Escoubès-Pouts, Ossen, Escaunets, Hibarette, Betbèze, Bazordan, Saléchan, Tuzaguet, Arrayou-Lahitte, Saint-Pastous, Lahitte-Toupière, Gembrie, Fréchou-Fréchet, Camparan, Beaucens, Sariac-Magnoac, Barbazan-Debat, Préchac.

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