Zum Inhalt

Bordères-Louron lässt sich über mehrere historische Spuren lesen: eine im 19. Jahrhundert fertiggestellte Pfarrkirche, romanische und gotische Bauformen sowie die Reste eines Château. Ein Waldweg eröffnet den Blick auf frühere Terrassengärten; eine Wanderung führt zum Lac de Bordères, der auch Lac de Bareilles heißt. Wer den Aufenthalt nach Themen ordnen möchte, kann Baugeschichte und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Kirchen und historische Zeitschichten

Die heutige Pfarrkirche Notre-Dame-de-l’Assomption wurde 1861 beschlossen und 1875 fertiggestellt. Beschluss und Fertigstellung markieren zwei verschiedene Schritte ihrer Baugeschichte. An der Église d’Ilhan zeigt sich eine andere Verbindung von Bauformen: Die kleine romanische Kirche erhielt im 16. Jahrhundert einen gotischen Seitenbau und ein gotisches Eingangsportal. Außerdem ist sie mit übereinanderliegenden Wandmalereien aus dem 13. und 16. Jahrhundert geschmückt.

Architektur und Wandgestaltung lassen sich hier als zwei Blickpunkte betrachten. Seitenbau und Portal stehen für die gotische Ergänzung im 16. Jahrhundert; die Wandmalereien verbinden zwei weitere Zeitangaben. So lässt sich die Kirche nicht auf eine einzige Epoche reduzieren: Romanische Bauform, spätere gotische Elemente und Malereien aus verschiedenen Jahrhunderten kommen an demselben Bau zusammen.

Château: Baugeschichte und erhaltene Reste

Die Festung des Château de Bordères-Louron wurde Ende des 13. Jahrhunderts wahrscheinlich von Don Roger d’Espagne errichtet, dem ersten Herrscher des Louron-Tals. Das Château stand auf einer Erhebung aus Erde nordwestlich des heutigen Dorfes. Diese Lage und die Baugeschichte geben dem Ort eine andere historische Dimension als die Kirchen.

Ein Brand beschädigte das Château am 14. Januar 1740 und zerstörte sein Dach. Oberirdisch sind nur einige Reste der polygonalen Umfassungsmauer und ein Teil der Kapelle erhalten. Für die Einordnung ist deshalb der Unterschied zwischen dem früheren Bau und dem heutigen Bestand wichtig: Die sichtbaren Überreste sind Teile der Anlage, nicht ein vollständig erhaltener Château-Komplex. Entstehung, Brand und verbliebene Mauer- und Kapellenreste ergeben eine nachvollziehbare Abfolge, ohne die verschiedenen historischen Phasen gleichzusetzen.

Terrassengärten, Waldweg und Lac de Bordères

Durch das Viertel La Moulette führt ein Waldweg, von dem aus die früher am Hang angelegten Terrassengärten zu sehen sind. Hier steht nicht ein einzelnes Gebäude im Mittelpunkt, sondern eine Landschaft, deren frühere Gestaltung am Hang noch erkennbar ist. Das ergänzt die Kirchen und Château-Reste um eine andere Art historischen Zeugnisses.

Die Wanderung zum Lac de Bordères beziehungsweise Lac de Bareilles wird als sehr einfache Familienwanderung beschrieben. Sie ist mit 2 Kilometern, 250 Höhenmetern und einer Gehzeit von etwa 1 Stunde und 15 Minuten angegeben. Länge, Höhenmeter und ungefähre Dauer sind unterschiedliche Planungsangaben und sollten getrennt betrachtet werden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Hinweise zu Route und Zugang, da sich Messwerte und Zugangsinformationen ändern können.

Der See liegt im stark bewaldeten Tal von Bareilles auf etwa 1.760 Metern Höhe und wird von einer unterirdischen Quelle gespeist. Die beiden Namen, Lac de Bordères und Lac de Bareilles, bezeichnen denselben See. Damit verbindet die Wanderung eine konkrete Wegstrecke mit einem Landschaftsziel, dessen Höhe, Talumgebung und Quellversorgung das Naturthema näher bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ancizan, Sarrancolin, Vieuzos, Libaros, Barèges, Loubajac, Lanne, Anères.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hautes-Pyrénées.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.