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Cadéac liegt am Ufer der Neste auf 700 Metern Höhe. Für die Entdeckung des Ortes stehen unterschiedliche Themen nebeneinander: eine Burg mit mittelalterlichen Bauteilen, Kirchen und Kapellen aus dem 16. Jahrhundert, Chalets aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie Wälder mit einer besonderen naturkundlichen Bedeutung. So können Sie Ihren Aufenthalt an der Baugeschichte, an der Landschaft oder an einer Verbindung beider Interessen ausrichten.

Burg, Kirchen und Kapellen

Die Burg von Cadéac ist in ihrer heutigen Form in das 13. Jahrhundert datierbar. Zu ihr gehören ein Donjon, eine terrassierte Vorburg und eine Befestigungsmauer, von der nur Ruinen erhalten sind. Ab 1608 diente die Burg als Gefängnis für die Dörfer des Aure-Tals. Ausgenommen war der obere Abschnitt des Tals, der vom Gefängnisschloss von Tramezaïgues versorgt wurde. Damit stehen an der Burg bauliche Merkmale und eine spätere historische Funktion nebeneinander.

Die Kirche Saint-Félix stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ihr hohes Langhaus wird beidseits von jeweils zwei Kapellen flankiert; drei Rippengewölbe überspannen den Chor und zwei Joche des Langhauses. Ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammt die Kapelle Notre-Dame de Pène-Tailhade. Ihr großer westlicher Vorbau überspannt die Straße, und Wandmalereien schmücken sowohl das Innere als auch das Äußere. Die beiden Bauwerke bieten unterschiedliche architektonische Details: Bei Saint-Félix prägen die Gliederung des Langhauses und die Gewölbe den Eindruck, bei Notre-Dame de Pène-Tailhade der Vorbau und die Malereien.

Chalets und Thermalgeschichte

Das Chalet chinois wurde Anfang der 1890er Jahre unter dem Einfluss von Théophile Gilet erbaut und steht für die Einführung des Chalet-Stils in Cadéac. Seine Fensteröffnungen sind von bemalten Bändern mit Greifenornamenten eingefasst. Das Chalet de la Tour war 1906 fertiggestellt. Es steht südlich von Cadéac nahe der Straße nach Arreau; sein Südgiebel ist mit geschnitztem und durchbrochenem Holz dekoriert. Die beiden Chalets zeigen unterschiedliche, konkret benennbare Gestaltungsmerkmale.

Auch die frühere Nutzung Cadéacs gehört zur Ortsgeschichte: Im 19. Jahrhundert war der Ort wegen seiner Schwefelquellen als Thermalbad bekannt. Diese Aktivität ist inzwischen verschwunden. Damit ergänzt die Thermalgeschichte die baulichen Zeugnisse um ein weiteres Kapitel, ohne den vergangenen Badebetrieb mit heutigen Angeboten gleichzusetzen.

Wälder und Wege

Cadéac gehört zu den Gemeinden der ZNIEFF 730006519, deren Fläche 3.664,92 Hektar umfasst. Die Wälder von Cadéac zählen zu den großen Waldkomplexen dieses Gebiets. Sie bieten dem Zwergadler und dem Schlangenadler Nistplätze. Das gibt dem Naturthema einen konkreten Bezug zu den benannten Arten und ergänzt die Kulturgeschichte um einen eigenständigen Blick auf die Wälder.

Der Circuit du Pays d'art et d'histoire à Cadéac vermittelt anhand von sechs Hinweistafeln die Geschichte und das Kulturerbe des Dorfes. Für Wandernde führt der Fernwanderweg GR105 von Arreau nach Cadéac. Eine andere Art von Streckeninformation bietet die Mountainbike-Route Pla de Toucouère: Sie verläuft im Zentrum von Cadéac über die Place de la Fontaine und führt anschließend auf einer Forststraße weiter. Damit lassen sich die Angebote nach ihrem Schwerpunkt unterscheiden: Der GR105 ist als Fernwanderweg von Arreau nach Cadéac beschrieben, während bei der Mountainbike-Route der Abschnitt durch das Ortszentrum und die anschließende Forststraße im Mittelpunkt stehen.

Ein auf Reservierung nutzbarer Rufbusdienst für das Aure-Tal bedient Cadéac und Arreau. Wenn Sie ihn in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt die geltenden Bedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Burg, Saint-Laurent-De-Neste, Cazarilh, Siradan, Buzon, Préchac, Tuzaguet, Soublecause.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hautes-Pyrénées.

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