Die Moulin des Tricoteries verbindet in Le Favril eine ungewöhnliche Wasserführung mit einer genau datierten Mühlengeschichte. Hinzu kommen die Kirche Saint-Nicolas mit ihren geschützten Kunstwerken, weitere Sakralbauten, ein Freizeitpark und ein saisonaler Produzentenmarkt. So finden Sie für Ihre Reise unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von Industriegeschichte über Natur bis zu regionalen Erzeugnissen.
Moulin des Tricoteries: Mühle und Wasserführung
Die Moulin des Tricoteries wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von J. P. Salengros errichtet. Am 27. März 1757 erhielt sie das Recht zum Mahlen von Getreide. Ihre Lage in einer Schleife der Riviérette gehört zu einer besonderen Wasserführung: Ein teilweise unterirdisch verlaufender Kanal speiste die Mühle und war mit einem oberhalb gelegenen Mühlteich verbunden. Wer sich für das Mühlenerbe interessiert, findet hier also neben der Baugeschichte auch ein konkretes Detail zur Verbindung von Fluss, Kanal und Mühlteich.
Kirche Saint-Nicolas und ältere Sakralbauten
Bei der Kirche Saint-Nicolas lassen sich verschiedene Bauphasen unterscheiden: Das Kirchenschiff entstand 1672, der Glockenturm wurde 1897 wiederaufgebaut. In der Kirche befinden sich außerdem zwei geschützte bewegliche Kulturgüter. Eine Burette aus Zinn ist als bewegliches Kulturgut geschützt; eine 96 cm hohe, polychrome Skulpturengruppe aus Holz steht seit 1978 unter Schutz. Damit ergänzen kunsthandwerkliche Objekte die Baugeschichte der Kirche.
Auch die kleinen Sakralbauten in Le Favril bieten eine klare zeitliche Orientierung. Die Kapelle Le Bon Dieu de Gibelot an der Rue d'Ors wurde 1694 errichtet und gilt als ältestes Element des bebauten Kulturerbes der Gemeinde. Die Kapelle Notre-Dame des Affligés an der Route de Landrecies stammt aus dem Jahr 1704. Das Oratorium Saint-Druon an der Rue de la Bouflette datiert auf 1778. Die Jahreszahlen machen die Unterschiede zwischen den einzelnen Bauwerken greifbar, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.
Parc de loisirs du Waterlin
Der Freizeitpark Parc de loisirs du Waterlin vereint mehrere Themen: einen Tierpark, ein Arboretum mit 220 verschiedenen Zierbaumarten, einen Obstgarten mit mehr als 200 Apfelbäumen, ein Museum für landwirtschaftliche Maschinen und einen Angelteich. Pflanzen- und Landwirtschaftsthemen stehen hier neben Tieren, Technik und Wasser. Damit unterscheidet sich der Park deutlich von den historischen Sakralbauten und der Mühlengeschichte. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungs- und Besuchsbedingungen.
La Chambre d'eau und ihr Kulturprogramm
In der Moulin des Tricoteries befindet sich auch La Chambre d'eau, ein multidisziplinärer Ort für Künstlerresidenzen. Die 2023 veröffentlichte Programmbeschreibung nennt Laborresidenzen, offene Werkstätten, Produktionsresidenzen sowie Residenzen für Künstler und Forschende. Sie führt außerdem Eclectic Campagne(s) als zweijährlich stattfindendes Festival und Échappées als wechselndes Programm an verschiedenen Orten auf. Die Formate geben dem Ort eine andere kulturelle Ausrichtung als die historische Mühle selbst. Da sich Programm und Zugang ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Möglichkeiten.
Les Marchés de l'Avesnois
Der Produzentenmarkt Les Marchés de l'Avesnois wechselt je nach Saison seinen Veranstaltungsort: Von April bis September findet er bei La petite ferme de Denis et Sophie statt, von Oktober bis März in der salle des fêtes. Für 2026 ist der Wochenmarkt jeweils mittwochs von 15:30 bis 19:00 Uhr angegeben. Damit lassen sich Saison und Wochentag bei der Planung berücksichtigen; prüfen Sie vorab, ob der konkrete Termin in Ihren Reisezeitraum fällt.
Weitere Reiseziele entdecken: Haulchin, Saint-Hilaire-Sur-Helpe, Prémesques, Clairfayts, Honnecourt-Sur-Escaut, Steene, Cappelle-La-Grande, Sin-Le-Noble.
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