Am Rathaus von Ohain beginnt der Circuit des Chapelles et des ailles. Der Rundweg ist 13 Kilometer lang; für ihn sind 3 Stunden und 45 Minuten angegeben. Er führt durch Bocage-Landschaft und am Waldrand der Fagne de Trélon entlang. Unterwegs treffen Landschaft und religiöse Bauwerke aufeinander – von Kapellen bis zu einem Oratorium. Das gibt einem Aufenthalt in Ohain einen konkreten Schwerpunkt zwischen Wandern und Ortsgeschichte.
Landschaft zwischen Wäldern und Wiesen
Ohain liegt amphitheatralisch zwischen Wäldern und Wiesen und wird von Hügeln und Wäldern abgeschirmt. Mit 253 Metern liegt der Ort ungefähr am höchsten Punkt des Départements du Nord. Das Landschaftsbild lässt sich auch auf der Rundtour erleben: Ihre Route führt durch Bocage und entlang des Waldrands der Fagne de Trélon. Ohain ist zudem in das ZNIEFF-Naturgebiet „Le Plateau d'Anor et la Vallée de l'Helpe Mineure en amont d'Etroeungt“ einbezogen.
Rundweg mit Kapellen und Oratorium
Der Circuit des Chapelles et des ailles besteht aus zwei Schleifen mit gemeinsamem Start- und Zielpunkt. Falls die Route umgelegt wird, kann sich ihr Verlauf ändern; folgen Sie daher den aktuellen Wegmarkierungen. Für die Zeitplanung bietet die angegebene Dauer von 3 Stunden und 45 Minuten eine konkrete Orientierung, zusätzlich zu den 13 Kilometern Strecke.
Am Weg liegt die Chapelle-Colonne du Saint-Sang-de-Jésus, die aus dem Jahr 1837 stammt. Die Route führt auch an der Chapelle du Grand Dieu vorbei. Das Oratorium stammt aus dem späten 17. Jahrhundert und besteht aus Stein und Ziegeln; zwei seiner Pfeiler sind aus rosafarbenem Stein. Die beiden Kapellen geben der Rundtour einen kulturgeschichtlichen Akzent, ohne ihren landschaftlichen Verlauf aus dem Blick zu verlieren.
Baugeschichte im Ort
Ohains älteste erhaltene schriftliche Erwähnung datiert auf den 8. Dezember 1180. Spätere Bauwerke erzählen von unterschiedlichen Phasen der Ortsgeschichte: Die Église Saint-Martin wurde zwischen 1843 und 1845 aus grauem Stein erbaut. Eine traditionell „l'église de paille“ genannte Kapelle war dem heiligen Martin geweiht. Auch der Calvaire au Trieux de Melsart gehört zum religiösen Kulturerbe Ohains.
Zur Ortsgeschichte gehört außerdem der Égayoir, eine Tränke aus behauenem blauem Stein. Er wurde 1833 als hufeisenförmiges Bauwerk im Ortszentrum errichtet. Die verschiedenen Daten lassen sich als kleine historische Abfolge lesen: von der mittelalterlichen Erwähnung über Kapellen aus dem späten 17. Jahrhundert bis zu Bauwerken des 19. Jahrhunderts. So ergänzt die Ortsgeschichte die Eindrücke entlang des Rundwegs um weitere benannte Zeugnisse.
Regionale Erzeugnisse
Le Verger Bio d’Ohain hat Thiérache-Apfelsorten wieder angepflanzt, um eine regionale Cidre-Tradition weiterzuführen. Zu den aufgeführten Erzeugnissen zählen Bauerncidre, Apfel- und Birnensaft, Apfelessig und Konfitüren sowie der prickelnde Poiré de l’Avesnois „Cuvée de la Reine“. Das Sortiment kann sich ändern.
Die Brasserie de Thiérache in Ohain ermöglichte laut einer Meldung vom 3. April 2024 den Kauf oder Konsum von Produkten vor Ort; Gruppenbesichtigungen mit Verkostung waren laut einer Meldung vom 5. April 2024 unter der Woche nach vorheriger Reservierung möglich. Prüfen Sie vor einem Besuch aktuelle Öffnungszeiten und Zugang; Gruppen sollten außerdem den Betreiber und die Buchungsmodalitäten bestätigen.
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