Ein ehemaliges Ausbildungszentrum für junge Bergleute, eine vollständig geschützte Kirche und eine 320 Meter lange synthetische Piste zeigen, wie verschieden sich Nœux-Les-Mines entdecken lässt. Bergbaugeschichte, Kunst, Landschaft und Gleitsport bilden eigenständige Schwerpunkte. Diese Mischung hilft bei der Auswahl: Möchten Sie sich vor allem mit Architektur, Bergbau, Kunstwerken, Natur oder einer Gleitsportanlage beschäftigen?
Kirche und Bergbaugeschichte
Die Église Sainte-Barbe wurde 1878 nach Entwurf des Architekten Constant Moyaux erbaut. Die Eintragung als Monument historique erfolgte durch einen Erlass vom 9. Oktober 2009 und umfasst die Kirche in ihrer Gesamtheit. Wer sich für Architektur und Denkmalschutz interessiert, findet hier beides an einem Bauwerk.
Das Musée de la mine de Nœux-les-Mines befindet sich in einem ehemaligen Ausbildungszentrum, in dem 14-jährige Galibots das Bergmannshandwerk erlernten. Es rekonstruiert 200 Meter Stollen und Abbaustrecken mit einer modernen Technik aus der Ära von Eisen und Elektrizität sowie mit einer älteren Technik der hölzernen Abstützung. So verbindet der Ort zwei Blickwinkel auf den Bergbau: die technische Arbeit unter Tage und die frühere Ausbildung junger Bergleute im Gebäude. Besuche sind nach vorheriger Reservierung und vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Führern möglich.
Kunst und Gleitsport
Die Donation Ladislas Kijno ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Ihre Dauerausstellung umfasst 60 Werke von Ladislas Kijno, der aus Nœux-les-Mines stammte. Führungen, Aufführungen und Workshops zur künstlerischen Praxis richten sich an alle Zielgruppen; für Gruppen sind außerdem pädagogische und künstlerische Projekte vorgesehen. Neben der Sammlung gehört damit auch künstlerische Praxis zum Angebot. Im Unterschied zum Musée de la mine, das Stollen und Abbautechniken rekonstruiert, richtet die Donation den Blick auf Kunst und Kijnos Werke.
Der Sport- und Freizeitkomplex Loisinord umfasst zwei Anlagen, die hauptsächlich dem Gleitsport gewidmet sind: das Stade de Glisse und das Stade Nautique. Das Stade de Glisse verfügt über eine synthetische Piste mit 10.000 m² Fläche und 320 m Länge. Diese Maße beschreiben die Piste des Stade de Glisse; beide Anlagen gehören zum Komplex.
Terril und Fußweg
Der Terril du Belvédère liegt im Stadtzentrum von Nœux-les-Mines und bietet einen Panoramablick über die Bergbaulandschaft. Die Natur hat den Standort zurückerobert; der Terril beherbergt zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Wer das Bergbauerbe lieber als Landschaftsthema betrachtet, findet hier eine andere Perspektive als in den rekonstruierten Stollen des Museums.
Der Terril liegt am 4 km langen Fußweg „A la découverte du patrimoine minier - autour de Noeux-les-Mines“, der am Stade de Glisse beginnt. So sind der Gleitsportkomplex und der Terril durch eine konkret benannte Route verbunden, die dem bergbaulichen Erbe gewidmet ist. Ihre Länge und ihr Ausgangspunkt geben dem Spaziergang einen klaren Rahmen, während Panorama und Artenvielfalt am Terril einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Guisy, Bermicourt, Bourlon, Bainghen, Givenchy-en-Gohelle, Aire-Sur-La-Lys, Heuchin, Vendin-Le-Vieil
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.