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Pernes-lès-Boulogne vereint mehrere klar unterscheidbare Themen: neugotische Kirchenarchitektur, ein Kriegerdenkmal mit benannten künstlerischen Details und das Château de Conteval mit seiner Parkanlage. Hinzu kommt ein Landschaftsbezug, der den Blick über einzelne Bauwerke hinaus erweitert. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie den Schwerpunkt auf Baugeschichte, Erinnerungskultur oder die Beziehung des Ortes zu seinem landschaftlichen Umfeld legen.

Landschaft und Ortscharakter

Pernes-lès-Boulogne gehört zum Parc naturel régional des Caps et Marais d’Opale. Auch die ZNIEFF Vallée du Wimereux entre Wimille et Belle-et-Houllefort umfasst die Gemeinde; das zugehörige Datenblatt trägt das Datum 12. Juni 2025. Die beiden Bezeichnungen setzen unterschiedliche Maßstäbe: Die eine nennt den regionalen Naturpark, die andere ein Tal zwischen Wimille und Belle-et-Houllefort. Zusammen ergänzen diese Landschaftsbezüge die örtlichen Bau- und Erinnerungsstätten um einen anderen Zugang zur Gemeinde.

Château de Conteval: Wohnsitz und Park

Am Ort Haut Penleu liegt das Château de Conteval teilweise in Pernes-lès-Boulogne; das Anwesen ist privat. Der geschützte Komplex erstreckt sich bei Haut Penleu bis nach Pernes-lès-Boulogne. Zum geschützten Bestand gehören die Fassaden und Dächer des Schlosses, die beiden englischen Höfe, der umgebende Park mit Einfriedungen, Alleen, Becken und Wasserzuführung sowie zwei Küchengärten. Der Schutz wurde durch Erlass vom 19. April 2006 festgelegt.

Das Château ist ein für den Boulonnais atypischer Wohnsitz aus dem späten 18. Jahrhundert. Seine Architektur umfasst Backstein und verputzten Stein sowie zwei englische Höfe. Das Schloss dominiert einen als Amphitheater angelegten Landschaftspark, der sich zur Landschaft öffnet. So richtet sich der Blick bei diesem Anwesen sowohl auf die Bauform als auch auf die Gestaltung des Parks.

Kirche und Kriegerdenkmal

Die Eglise paroissiale du Saint-Esprit in Pernes-lès-Boulogne ist neugotisch. Sie wurde 1851 bis 1852 nach den Plänen des Architekten Philippe Sannier wiederaufgebaut; der Glockenturm trägt die Jahreszahl 1850. In der Eglise Saint-Esprit findet am zweiten Sonntag jedes Monats um 9.30 Uhr eine Messe statt. Wenn Sie Ihren Besuch danach ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin vor Ort.

Das Kriegerdenkmal von Pernes-lès-Boulogne wurde am 16. Oktober 1921 eingeweiht. Es zeigt einen sterbenden Soldaten, ein Kreuz mit Christus, ein Croix de guerre und eine Palme. Die Skulptur des sterbenden Soldaten trägt die Signatur von J. Dechin; auf dem schmiedeeisernen Gitter steht der Name des Schmieds J. Dulot. Die Motive und die beiden Namenszuordnungen bieten unterschiedliche Ansatzpunkte, um das Denkmal genauer einzuordnen.

Historische Zeitpunkte unterscheiden

Die Jahreszahlen beziehen sich auf verschiedene Vorgänge: 1850 steht am Glockenturm, 1851 bis 1852 bezeichnet den Wiederaufbau der Kirche und der 16. Oktober 1921 die Einweihung des Kriegerdenkmals. Der 19. April 2006 markiert dagegen den Erlass zum Schutz des Château-Komplexes. Bauzeit, Einweihung und Schutzfestlegung lassen sich so als unterschiedliche historische Bezugspunkte lesen.

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