Am Mont d’Eclemy prägen steile Kreidehänge die Landschaft von Sanghen. Sie sind trocken und gut entwässert; diese Bedingungen fördern Kreidegrasland, in dem seltene Pflanzen und Tiere wie wilde Orchideen vorkommen. Auch Wanderungen bieten einen Zugang zu den markanten Höhen der Gegend. Mit der Église Saint-Martin und der gleichnamigen Quelle kommen historische Baukunst und lokale Überlieferung hinzu. Für Ihre Auszeit können Sie den Schwerpunkt also auf Landschaft und Wanderwege oder auf die kulturellen Orte legen.
Kreidehänge und Wanderwege in Sanghen
Der Mont d’Eclemy verbindet ein gut erkennbares Landschaftsmerkmal mit einem besonderen Lebensraum: Auf den steilen Kreidehängen begünstigen trockene, gut entwässerte Bedingungen das Kreidegrasland. Wilde Orchideen sind ein Beispiel für die seltenen Pflanzen, die dort vorkommen; auch seltene Tiere werden für diesen Lebensraum genannt. Wer sich für Natur interessiert, findet hier einen konkreten Anlass, beim Wandern nicht nur auf die Wegführung, sondern auch auf die Landschaft zu achten.
Über den Mont d’Eclemy in Sanghen verlaufen sowohl der GR de Pays – Tour du Boulonnais als auch der Wanderweg Ventu d’Alembon. Der Sentier Saint-Martin setzt einen anderen Orientierungspunkt: Die 14 Kilometer lange Wanderung beginnt bei Saint-Martin de Sanghen und erreicht den Blanc Mont, der 189 Meter hoch ist. Damit sind für diese Route sowohl eine konkrete Streckenlänge als auch ein benannter Zielpunkt angegeben.
Beim Sentier du Ventu stehen Verlauf und Gelände im Vordergrund. Der Weg führt über den Mont de Sanghen und anschließend auf einem Kamm bis zum Mont de la Taonnerie. Ein steiler Abstieg weist in Richtung Sanghen; die Route führt außerdem in Richtung der Monts de Sanghen und d’Éclemy. Im Vergleich dazu bietet der Sentier Saint-Martin eine bezifferte Länge und den Blanc Mont als Orientierung, während beim Sentier du Ventu Kammverlauf und Abstieg die Beschreibung prägen. So können Sie die Wanderungen anhand der konkret genannten Merkmale vergleichen. Da sich Details des Sentier du Ventu ändern können, prüfen Sie vor der Wanderung den aktuellen Wegverlauf.
Église Saint-Martin und die Quelle
Die Église Saint-Martin liegt abseits des Ortskerns in einer grünen Umgebung und ist von einem Friedhof umgeben. Das heutige Gebäude stammt frühestens aus dem 15. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein reich verzierter architektonischer Retabel aus dem 17. Jahrhundert. Bauwerk und Ausstattung verweisen damit auf zwei unterschiedliche Zeitangaben: die frühe Datierung des Gebäudes und die spätere Entstehungszeit des Retabels. Die Kirche ist ein eigener kultureller Schwerpunkt neben den Wanderwegen und der Landschaft.
Ein weiteres historisches Motiv ist die Saint-Martin-Quelle. Sie umfasst eine künstliche Grotte aus dem 19. Jahrhundert, die unter einer Überdachung aus Linden liegt. Einige Stufen, die einer Reiterstatue des heiligen Martin gegenüberliegen, führen zur Quelle. Auch die lokale Überlieferung gehört zu ihrer Geschichte: Sie erzählt von einer Praxis, bei der die Füße von Kleinkindern, denen das Gehen schwerfiel, in das frische Wasser der Quelle getaucht wurden. Das ist als örtliche Tradition überliefert, nicht als Hinweis auf eine heutige Anwendung.
Für die Planung lassen sich die Themen in Sanghen gut unterscheiden: Wer sich für Kreidehänge, Lebensräume und konkrete Wanderungsverläufe interessiert, findet mehrere benannte Routen und Höhen als Orientierung. Wer Kulturgeschichte einbeziehen möchte, kann die Église Saint-Martin mit ihrem Retabel aus dem 17. Jahrhundert und die Quelle mit ihrer Grotte und Überlieferung in den Blick nehmen. So entsteht eine Auswahl nach persönlichem Interesse, ohne die verschiedenen Orte zu einer festgelegten Route zusammenzufassen.
Weitere Reiseziele entdecken: Guînes, Le Touquet, Colline-Beaumont, Saint-Martin-Choquel, Aubin-Saint-Vaast, Buire-Au-Bois, Samer, Pernes-lès-Boulogne.
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