Campigny lässt sich über geschützte Kulturlandschaft, historische Bauwerke und thematisch verschiedene Wanderwege erschließen. Die Place de la Pelouse verbindet diese Interessen an einem Ort: Das geschützte Denkmalensemble wurde wegen seines landschaftlichen und denkmalpflegerischen Interesses ausgewählt, ist von Linden umgeben und zugleich Ausgangspunkt für Wanderungen.
Kulturerbe zwischen Kirche und alten Wegen
Die Église Notre-Dame de Campigny besitzt eine kleine Kapelle; ihr Chor stammt aus dem 13. Jahrhundert. Auch der Glockenturm hat ein konkretes bauliches Merkmal: Der Zugang führt über eine schmale Treppe mit 63 Stufen. So stehen neben der langen Geschichte des Chors auch die Form und der Zugang zum Turm im Blick.
Eine andere Zeitschicht erzählt die gallorömische Straße von Campigny. Sie stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und verband einst Pont-Audemer und Brionne durch die Ebene. An dieser Straße steht die Croix Capelle, die aus dem Jahr 1611 stammt. Bis heute ist sie mit einer Wallfahrt im Mai zur Segnung der Felder verbunden.
Auch Bauwerke in der Landschaft prägen das Ortsbild: Das Manoir du Réel überragt das Véronne-Tal. Das Château de la Pérelle befindet sich in La Viéville in Campigny. Diese Orte ergänzen den Blick auf die Kirche und die Croix Capelle um weitere historische Bezugspunkte im Gemeindegebiet.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
In Campigny gibt es zwei markierte Wanderwege mit zusammen 17 km Wegstrecke; für beide liegen GPS-Tracks vor. Die Wanderungen ermöglichen es, die verschiedenen Weiler von Campigny zu entdecken. Für die Planung sind außerdem die jeweils beschriebenen Themen hilfreich: Vogelbeobachtung, Talblicke oder historische Bauwerke unterwegs.
Auf dem ornithologischen Weg entlang des Chemin des anciens moulins de Bigard lassen sich verschiedene Vogelarten beobachten. Der Chemin des Anciens Moulins bietet acht Panoramablicke über das Véronne-Tal. Diese erstrecken sich insgesamt über 1.310 m der Strecke. Damit stehen bei den beiden Beschreibungen unterschiedliche Naturbezüge im Vordergrund: Beobachtungen entlang des Wegs auf der einen, Ausblicke über das Tal auf der anderen.
Der Chemin de l’Égyptienne führt am Lavoir de Lillebec vorbei. Das Waschhaus ist kunstvoll aus Ziegeln gestaltet und wird ganzjährig von einer ergiebigen Quelle gespeist. Am selben Weg lässt sich auch das Château de la Motte hinter einer Hecke erahnen. Hier verbinden sich also ein benanntes Bauwerk am Weg und ein Waschhaus mit seiner besonderen Bauweise und Wasserversorgung.
Wer seine Wanderung nach dem gewünschten Schwerpunkt auswählt, kann die Wegbeschreibungen gezielt lesen: Der ornithologische Weg nennt die Beobachtung verschiedener Vogelarten, der Chemin des Anciens Moulins die Panoramablicke über das Véronne-Tal. Auf dem Chemin de l’Égyptienne stehen wiederum Lavoir und Château de la Motte als konkrete Wegmerkmale im Vordergrund. Die unterschiedlichen Angaben helfen, Naturbeobachtung, Landschaftsblick und Kulturerbe für den eigenen Aufenthalt abzuwägen.
Weitere Reiseziele entdecken: Toutainville, Corneville-Sur-Risle, Corneuil, Conches-En-Ouche, Breuilpont, Guichainville, Fourges, La Vieille-Lyre.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eure.